Konflikte · Mekelle, Erebti und Addis Ababa

Äthiopien beschuldigt Sudan, Eritrea und Ägypten der Unterstützung von Rebellen im Norden Tigrays

Schwere Kämpfe sind in Tigray, Afar und Amhara wieder aufgeflammt, während der äthiopische Armeechef Birhanu Jula behauptet, ausländische Mächte würden die Rebellen bewaffnen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Independent, BBC, Al Jazeera Online und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Mekelle, Erebti, Addis Ababa · Äthiopien
Wie es dazu kam
  1. 23.09.Schwere Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und der TPLF in ganz Tigray werden wieder aufgenommen
  2. 25.09.Kommunikationsausfall in der gesamten Region Tigray beginnt
  3. 27.09.Rebellen erobern Erebti in Afar, während ein Drohnenangriff Tigrai TV beschädigt
  4. 28.09.Ärzte ohne Grenzen berichten über 420 behandelte Patienten in den Krankenhäusern Korem und Alamata

Militäroffensive breitet sich auf nördliche Regionen aus

Am Mittwoch wurden schwere Kämpfe zwischen äthiopischen Regierungstruppen und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) wieder aufgenommen, die sich von Tigray auf die benachbarten Regionen Afar und Amhara ausweiteten. TPLF-Kräfte eroberten regionale Flughäfen und rückten ostwärts nach Afar vor, wobei sie am Sonntag nach Artilleriebeschuss die Kontrolle über die strategische Grenzstadt Erebti übernahmen. Ein Beamter der Tigray Peace Force, einer abtrünnigen Fraktion, die mit den Regierungstruppen verbündet ist, bestätigte die Einnahme von Erebti. Rebellenverbände rücken derzeit auf Afdeera vor, etwa 100 Kilometer östlich gelegen, mit dem Ziel, die Handelsrouten von Dschibuti zu unterbrechen, die den Großteil der internationalen Importe und Treibstoffe Äthiopiens liefern. Eine humanitäre Quelle, die von France 24 zitiert wird, berichtete, dass durch die Kämpfe in Afar mindestens 150.000 Menschen vertrieben wurden.

Anschuldigungen externer Unterstützung und regionale Dementis

Die äthiopische Militärführung beschuldigte Nachbarstaaten, die aufständische Offensive zu finanzieren und zu versorgen. In einem am Sonntag auf dem YouTube-Kanal der Armee veröffentlichten Statement erklärte der Generalstabschef Feldmarschall Birhanu Jula, dass die TPLF und verbündete Kämpfer im Auftrag ausländischer Regierungen handeln.

„Wir kämpfen gegen Kräfte, die organisiert und verbündet sind, um den Interessen externer Mächte zu dienen.“

Birhanu Jula, Generalstabschef

Birhanu fügte hinzu, dass die Rebellenkämpfer auf direkte Unterstützung aus Sudan, Ägypten und Eritrea angewiesen seien. Das sudanesische Militär veröffentlichte am Sonntag eine Erklärung, in der es die Vorwürfe als unbegründet zurückwies, gleichzeitig aber behauptete, Äthiopien unterstütze und bilde die Rapid Support Forces im sudanesischen Bürgerkrieg mit Drohnen aus. Eritreas Informationsminister Yemane Meskel erklärte auf X, Äthiopien lenke von innenpolitischen Problemen ab, nachdem Premierminister Abiy Ahmed den Zugang zum Meer über den eritreischen Hafen Assab und Somaliland angestrebt hatte.

Angriffe auf Infrastruktur und Kommunikationsausfall

Der erneute Konflikt hat die Grundversorgung in der gesamten Region Tigray unterbrochen. Telekommunikationsanbieter meldeten ab Freitag weitreichende Störungen der Mobilfunk- und Internetverbindung, sodass die Bewohner keine digitalen Zahlungsanwendungen mehr nutzen können, während Geldautomaten bereits vor Monaten ihren Betrieb eingestellt hatten. Am Sonntag traf ein Drohnenangriff das Hauptquartier von Tigrai TV in Mekelle, verursachte strukturelle Schäden und zerstörte Fenster, kurz nachdem die Bundeshörden den Sendebetrieb des Senders ausgesetzt hatten. Ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres erklärte, der UN-Chef sei besorgt über Berichte über bewaffnete Drohnenangriffe und mögliche Schäden für Zivilisten in der Kampfzone.

Belastung der Krankenhäuser und Bildung einer Rebellenkoalition

Medizinische Einrichtungen in ganz Nordäthiopien melden einen rapiden Anstieg der Opferzahlen. Ärzte ohne Grenzen erklärte am Montag, dass die Patientenzahlen in den Krankenhäusern von Korem und Alamata innerhalb von 48 Stunden von rund 180 auf über 420 gestiegen seien, während letzte Woche 300 Verwundete im Suhul-Krankenhaus eingetroffen seien. Gleichzeitig verkündeten sieben bewaffnete Oppositionsgruppen aus verschiedenen Teilen des Landes die Bildung eines einheitlichen Militärbündnisses gegen Abiy's Regierung. Die TPLF und die Regierungstruppen hatten zuvor einen zweijährigen Konflikt zwischen November 2020 und November 2022 ausgetragen, der schätzungsweise 600.000 Todesopfer forderte, bevor die Afrikanische Union das Friedensabkommen von Pretoria vermittelte.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen