Regierung · London und Filton
Oberster Gerichtshof des Vereinigten Königreichs verhandelt Berufung von Palestine Action – Festnahmen vor dem Gericht
Huda Ammori trug vor fünf Richterinnen und Richtern vor, die Einstufung von Palestine Action als terroristische Vereinigung verletze die Meinungsfreiheit und das Recht auf Protest. Am ersten Verhandlungstag nahm die Polizei vor dem Gericht Demonstrierende fest.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Guardian, Al Jazeera Online, Bloomberg Business und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs eröffnete am 4. November 2026 eine zweitägige Verhandlung über die Berufung von Huda Ammori gegen das Verbot von Palestine Action, das im Juli 2025 unter dem damaligen Premierminister Keir Starmer verhängt wurde.
Raza Husain KC sagte dem Gericht, nur drei von 385 Aktionen über fünf Jahre seien als Erfüllung der Definition des Terrorism Act bewertet worden, und die Gruppe habe nie Gewalt gegen Menschen befürwortet.
Sir James Eadie KC erklärte, die Entscheidung des Berufungsgerichts sei rechtmäßig und verhältnismäßig gewesen, und verwies auf die Verurteilungen von vier Personen sowie auf US-Sanktionen gegen die Gruppe.
Die Press Association zählte etwa 25 Festnahmen, der Evening Standard berichtete von mehr als 20 versammelten Demonstrierenden; dem Gericht wurde mitgeteilt, dass seit dem Verbot mehr als 3.000 Menschen festgenommen wurden.
- Juli 2025Die britische Regierung verbietet Palestine Action unter dem damaligen Premierminister Keir Starmer
- Oktober 2026Sarah Helm veröffentlicht auf X den Satz, den Demonstrierende später auf Plakate übernehmen
- 4.11.Zweitägige Verhandlung am Obersten Gerichtshof beginnt in London
Eine zweitägige Verhandlung beginnt
Der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs hat am Mittwoch, 4. November 2026, in London eine zweitägige Verhandlung über die Berufung von Huda Ammori begonnen, einer Mitbegründerin von Palestine Action. Sie wehrt sich gegen die Entscheidung, die Aktionsgruppe als terroristische Organisation einzustufen – eine Einstufung, die sie neben Gruppen wie al-Qaida und ISIL (ISIS) stellt. Die britische Regierung hatte die Gruppe im Juli 2025 unter dem damaligen Premierminister Keir Starmer verboten. Wer der Mitgliedschaft in der Gruppe oder der Unterstützung für sie für schuldig befunden wird, riskiert bis zu 14 Jahre Haft. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Liberty haben die Entscheidung verurteilt.
Anwälte halten das Verbot für unverhältnismäßig
Raza Husain KC, der Ammori vor den fünf Richterinnen und Richtern vertritt, sagte, die Gruppe habe nie Gewalt gegen Menschen befürwortet, und das Innenministerium habe nie etwas anderes geltend gemacht.
„Palestine Action hat nie Gewalt gegen Menschen befürwortet“
Die Suffragetten sowie Anti-Kriegs-, Umwelt- und Tierrechtsgruppen hätten ähnliche oder extremere Taktiken angewandt, ohne verboten worden zu sein, sagte Husain. Die Kampagne der Suffragetten habe Brandstiftungen und Bombenanschläge umfasst, dennoch würden sie heute verehrt; er warf dem Berufungsgericht einen Fehler vor, als es befand, die Taktiken der Gruppe hätten wenig oder nichts mit denen der Suffragetten gemeinsam. In schriftlichen Stellungnahmen erklärte Husain, nur drei von 385 Aktionen, die über fünf Jahre durchgeführt wurden, seien als Erfüllung der Definition von Terrorismus nach einem Teil des Terrorism Act bewertet worden, und zwar allein deshalb, weil sie schwere Sachschäden verursacht hätten. Er fügte hinzu, die Bewertung der Berater ordne weniger als 1 % der direkten Aktionen der Gruppe in diesem Zeitraum der Definition zu. Husain sagte zudem, das Verbot habe die gesamte Palästina-Solidaritätsbewegung getroffen und die Meinungsäußerung von Journalisten, Wissenschaftlern und Künstlern eingeschüchtert.
- Aktionen, die als Erfüllung der Terrorismusdefinition bewertet wurden
- 3
- Über fünf Jahre durchgeführte Aktionen
- 385
Daten aus dem Artikeltext
Die Verteidigung der Regierung
Sir James Eadie KC argumentierte in seinen Stellungnahmen für das Innenministerium, die Entscheidung des Berufungsgerichts, gegen die Ammori vorgeht, sei rechtmäßig und verhältnismäßig gewesen. Diese Entscheidung sei in zwei Punkten bestätigt worden: durch die Verurteilungen von vier Personen, eine davon wegen schwerer Körperverletzung, und durch die Feststellung einer „terroristischen Verbindung“ bei einer Razzia in einer Fabrik des israelischen Rüstungsunternehmens Elbit Systems in Filton bei Bristol. Auch die US-Sanktionen gegen die Gruppe als globale terroristische Organisation stützten die Entscheidung, sagte er. Eadie argumentierte, das Verbot verhindere nicht die öffentliche Unterstützung der palästinensischen Sache, die Ablehnung Israels oder der Israel Defence Forces oder Demonstrationen gegen Elbit. Dem Gericht wurde mitgeteilt, dass seit dem Verbot mehr als 3.000 Menschen festgenommen wurden und dass die Bekundung von Unterstützung für die Gruppe nach diesem Gesetz nun eine Straftat darstellt.
Proteste vor dem Gericht
Zum Auftakt der Verhandlung versammelten sich Demonstrierende vor dem Gericht, und die Polizei trug mehrere Personen in Transporter. Der Evening Standard zählte mehr als 20 Demonstrierende, die Press Association ging von etwa 25 Festnahmen aus. Mehrere Plakate griffen einen Satz auf, den Sarah Helm, Journalistin und Autorin und Ehefrau des britischen Nationalen Sicherheitsberaters, im Oktober auf X veröffentlicht hatte: „Gott helfe uns Autoren, die Palästina und Palestine Action unterstützen.“ Auf anderen Schildern stand statt „Autoren“ „normale Menschen“, „Studierende“ und „Söhne von Holocaust-Überlebenden“. Helm wurde wegen ihres früheren Beitrags nicht strafrechtlich verfolgt. Der Schauspieler Alfred Enoch hielt ein Schild mit der Aufschrift „Das ist Demokratie, nicht Terrorismus“ und sagte der Press Association, er hoffe, dass das Verbot aufgehoben werde.
„Ich denke, es ist Teil einer umfassenderen Aushöhlung der Protestrechte, die für eine Demokratie grundlegend sind.“
Die Reaktion von Amnesty
Tom Southerden, Direktor für Recht und Menschenrechte von Amnesty International im Vereinigten Königreich, veröffentlichte nach den Festnahmen am 4. November eine Erklärung, in der er den Einsatz von Terrorismusbefugnissen durch die Regierung kritisierte.
„Der heutige Tag war ein weiteres Beispiel für das Chaos, das der gravierende Missbrauch der Terrorismusbefugnisse durch die Regierung zur Ächtung von Palestine Action angerichtet hat.“
Southerden sagte, die Festnahme von Musikern, Politikern und Prominenten, weil sie friedlich Schilder hielten, zeige, wie gefährlich unbestimmt die Terrorismusgesetze seien. Er wies darauf hin, dass der Wortlaut der Schilder mit dem Beitrag von Helm identisch sei, der nicht zu einer Festnahme geführt habe.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The GuardianAktivisten von Palestine Action nutzten ähnliche Taktiken wie die Suffragetten, so das GerichtPalestine Action activists used similar tactics to the suffragettes, court told · Original auf Englisch
- Al Jazeera OnlineDer britische Supreme Court verhandelt die Berufung gegen das Verbot von Palestine ActionUK Supreme Court hears appeal against Palestine Action's proscription · Original auf Englisch
- Bloomberg BusinessPalestine Action drängt den britischen Supreme Court, das Terrorverbot aufzuhebenPalestine Action Urges UK Supreme Court to Overturn Terror Ban · Original auf Englisch
- Evening StandardFestnahmen zu Beginn der Berufungsverhandlung des Supreme Court gegen das Verbot von Palestine ActionArrests made as Supreme Court begins hearing appeal against Palestine Action ban · Original auf Englisch
- Huda Ammori
- Mitbegründerin von Palestine Action, die das Verbot der Gruppe vor dem Obersten Gerichtshof anficht
- Raza Husain KC
- Barrister, der Huda Ammori in der Verhandlung vor dem Obersten Gerichtshof vertritt
- Sir James Eadie KC
- Barrister, dessen schriftliche Stellungnahmen für das Innenministerium das Verbot verteidigen
- Keir Starmer
- Damaliger Premierminister, unter dem die britische Regierung Palestine Action im Juli 2025 verbot
- Alfred Enoch
- Schauspieler, der vor dem Gericht ein Protestplakat hielt und sagte, er hoffe auf eine Aufhebung des Verbots
- Sarah Helm
- Journalistin und Autorin, deren Beitrag auf X vom Oktober auf Protestplakate übernommen wurde
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