Wirtschaft · Warschau

Gewinn von Jeronimo Martins sinkt um 28,2 Prozent – Biedronka verliert 1,8 Prozent bei vergleichbaren Umsätzen

Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal 2026 um 4,3 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro, doch der Nettogewinn fiel um 28,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 154 Millionen Euro. Die vergleichbaren Umsätze von Biedronka gingen im selben Zeitraum um 1,8 Prozent zurück.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Parkiet, TVP Info und pb.pl. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau · Polen

Gewinn sinkt, Umsatz wächst

Jeronimo Martins, der portugiesische Eigentümer der polnischen Kette Biedronka, meldete für das dritte Quartal 2026 ein Ergebnis, das beim Umsatz stärker ausfiel als beim Ertrag. Der Konzernumsatz stieg um 4,3 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro, das EBITDA legte um 7,6 Prozent auf 714 Millionen Euro zu. Der den Eigentümern zurechenbare Nettogewinn lag laut dem Bericht des Unternehmens jedoch bei 154 Millionen Euro und damit 28,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ein Medium ordnete dieselben 154 Millionen Euro allein Biedronka zu, während der Bericht des Unternehmens sie auf Konzernebene ausweist. Der Bericht wurde am 28. Oktober veröffentlicht.

Biedronka-Umsätze und Filialnetz

Der Umsatz von Biedronka stieg in Landeswährung im Quartal um 0,2 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro, während die vergleichbaren Umsätze um 1,8 Prozent zurückgingen. In Euro gerechnet lag der Quartalsumsatz von Biedronka 1,3 Prozent unter dem Wert des dritten Quartals 2025. Das EBITDA stieg über drei Quartale in Landeswährung um 5 Prozent, und die EBITDA-Marge weitete sich von 7,9 Prozent im Vorjahr auf 8,2 Prozent aus. Nach drei Quartalen hatte die Kette 54 Filialen eröffnet, ein Nettozuwachs von 25 Standorten, und 155 Geschäfte modernisiert. Das Management führte die Entwicklung auf schwierigere Marktbedingungen zurück, als es zu Jahresbeginn erwartet hatte, mit Preisdruck bei Lebensmitteln und einer starken Nachfrage der Haushalte nach niedrigen Preisen und Sonderangeboten.

Investitionen und Kostendruck

Die Investitionsausgaben im ersten Halbjahr beliefen sich auf 412 Millionen Euro gegenüber 495 Millionen Euro im Vorjahr, wie die folgende Grafik zeigt.

Investitionsausgaben von Jeronimo Martins, erstes HalbjahrMio. EUR
Erstes Halbjahr 2025
495 Mio. EUR
Erstes Halbjahr 2026
412 Mio. EUR

Daten aus dem Artikeltext

Pedro Soares Dos Santos, Vorstandsvorsitzender des Konzerns, sagte, das Wettbewerbsumfeld bleibe sehr anspruchsvoll. Er verwies auf die Kraftstoffkosten, die Unternehmen und Haushaltseinkommen belasteten, und rechnet nicht mit einer Entspannung dieses Drucks.

„Das Wettbewerbsumfeld bleibt sehr anspruchsvoll, und eine Entspannung des Drucks, den die Kraftstoffkosten auf Unternehmen und Haushaltseinkommen ausüben, ist nicht absehbar.“

Pedro Soares Dos Santos

In derselben Erklärung sagte er, der Konzern trete nun in die Schlussphase des Jahres ein, mit dem Fokus auf das Weihnachtsgeschäft.

„Wir treten jetzt in die Schlussphase des Jahres ein und sind entschlossen, ein erfolgreiches Weihnachts- und Neujahrsgeschäft sicherzustellen.“

Pedro Soares Dos Santos

Wie es weitergeht

Der Vorstandsvorsitzende sagte, der Konzern werde selektiv in die Weiterentwicklung und Qualität seines Wertangebots investieren. Zudem werde der Konzern die Veränderungen am Markt und in seinem Umfeld genau beobachten und bereit bleiben, sein Vorgehen anzupassen, wann immer die Bedingungen es erfordern. Neue Finanzziele für die kommenden Quartale nannte das Unternehmen in seiner Mitteilung nicht.

Marktreaktion

Die Ergebnisse von Biedronka dürften die Aktien des Rivalen Dino Polska deutlich beeinflussen. Die Dino-Aktie war in der Woche bereits um 4,9 Prozent gefallen und liegt damit seit Jahresbeginn 8,8 Prozent im Minus. Die Aktien von Jeronimo Martins verzeichneten einen vergleichbaren Rückgang.

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