Makroökonomie · Rom

Giorgetti: Italiens Haushaltsgesetz wartet noch auf EU-Spielräume, Schulden begrenzen den Raum

Italiens Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti hat erklärt, das Haushaltsgesetz über 23,5 Milliarden Euro warte noch auf Flexibilitätsspielräume der EU; eine Zustimmung des Kabinetts ist möglicherweise am 27. oder 28. Oktober 2026 zu erwarten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von AGI, Il Messaggero, Rai news und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rom · Italien
Wie es dazu kam
  1. 23.10.Intesa-Sanpaolo-Präsident Gian Maria Gros-Pietro äußert sich zu den Beiträgen der Banken
  2. 24.10.Giorgetti sagt vor der Versammlung der Compagnia delle Opere, das Gesetz warte auf EU-Spielräume
  3. Woche des 26. Oktober 2026Kabinettszustimmung zum Haushaltsgesetz erwartet, möglicherweise am 27. oder 28. Oktober 2026

Eine kurze Decke und ein Sturm am Horizont

Italiens Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti sprach am 24. Oktober 2026 per Videolink zur Generalversammlung der Compagnia delle Opere und gab einen Zwischenstand zum Haushaltsgesetz. Er sagte, die Regierung habe die Maßnahmen intern erörtert, wobei jede Komponente ihre eigenen Empfindlichkeiten habe, während der Kurs sicher gehalten werde. Das Gesetz soll in der Woche des 26. Oktober 2026 verabschiedet werden, doch die Regierung wartet noch darauf, dass die Europäische Union den Spielraum im Rahmen der Ausweichklausel für Ausgaben festlegt.

„Ich garantiere Ihnen, dass das stürmische Wetter immer am Horizont steht.“

Giancarlo Giorgetti, Italienischer Wirtschaftsminister

Giorgetti sagte, Italien dürfe nicht als Verschwender gelten, und merkte an, das Land sei in einigen internationalen und europäischen Foren eher als verschwenderisch denn als umsichtig betrachtet worden. Er verknüpfte die Vorsicht mit einer aus seiner Sicht deutlich hohen Staatsverschuldung, mit steigenden Zinsen und mit höheren Kosten für Rohstoffe und Energie. Er fügte hinzu, die Decke sei kurz und politische Ziele müssten gegen die soziale Balance abgewogen werden.

Ein Gesetz über 23,5 Milliarden Euro mit begrenztem Spielraum

Das Gesetz umfasst 23,5 Milliarden Euro und spiegelt einen globalen Kontext geopolitischer Spannungen und teurer Energie wider, die laut AGI in die Verbraucherpreise eingeflossen sind. Zieht man die mit Brüssel vereinbarte Energieflexibilität ab, bleiben rund 9 Milliarden für die übrigen Maßnahmen, und laut AGI müssen noch Entscheidungen getroffen werden. Il Messaggero berichtet, der Großteil der Deckung des Gesetzes stamme aus europäischen Spielräumen, und Rom bitte die Kommission, die Wirkung der steigenden Inflation auf die Nettoausgaben zu berücksichtigen, was die Zeitung als neuen Kompass der EU-Regeln bezeichnet.

Umfang des Haushaltsgesetzes und verbleibender SpielraumMilliarden Euro
Gesamtes Haushaltsgesetz
23.5 Milliarden Euro
Verbleibend für andere Maßnahmen (ca.)
9 Milliarden Euro

Daten aus dem Artikeltext

Giorgetti bezeichnete die italienische Position in derselben Rede als ausgewogen.

„Ich denke, die italienische Position ist ausgewogen, und ich hoffe, dass sie es auch mittelfristig bleibt.“

Giancarlo Giorgetti, Italienischer Wirtschaftsminister

Konkurrierende Prioritäten für das Gesetz

Zwei Treffen der Mehrheitsführer im Palazzo Chigi schärften die Prioritäten: Lohnunterstützung für jüngere Arbeitnehmer, Einstellungsanreize für Frauen, insbesondere Mütter, Erstattungen im Gesundheitswesen und eine mögliche Einkommensteuersenkung für die Mittelschicht. Techniker prüfen Optionen für Arbeitnehmer unter 30 bis 35 Jahren, darunter ein hoher Freibetrag, ein Einkommensteuerrabatt oder eine Jahresendanpassung zur Erhöhung des Nettolohns. Forza Italia will Unterstützung für die Gesundheitsausgaben, mit einem Bonus oder einer Karte, deren Obergrenze noch festzulegen ist, vor allem für ältere und gebrechliche Menschen, während ein Gesundheits-Cashback als schwieriger umsetzbar gilt. Die Lega will ein vorzeitiges Ausstiegsfenster mit 64 Jahren für 180.000 Mitglieder des gemischten Rentensystems, doch die Finanzierung wäre nicht leicht zu finden. Eine Entlastung für die Mittelschicht, die den 33-Prozent-Satz ausweitet, wird in zwei Stufen erwogen, zunächst für Einkommen bis 55.000 Euro und dann bis 60.000 Euro. Il Messaggero berichtet zudem über eine Milliarde Euro für den Verkehr, und die Europäische Investitionsbank hat einen Kredit für urbane Mobilität freigegeben, der Züge und U-Bahnen abdeckt.

Banken und Versicherer sollen beitragen

Die Regierung sucht rund 5 Milliarden Euro von Banken und Versicherern – ein Beitrag, der laut Il Messaggero die Hälfte der verbleibenden rund 9 Milliarden abdecken würde, ein weiterer Teil käme aus dem Glücksspiel. Die Zeitung schreibt, die Forderung sei fast überraschend aus den Tischen des Dokumento programmatico di bilancio aufgetaucht, nach früheren Andeutungen in Politikeräußerungen. Banken hatten bislang auf einen ein Jahr zuvor unterzeichneten Pakt verwiesen, mit dem der Sektor 10,7 Milliarden Euro durch die Umgestaltung von Steuergutschriften bereitstellte. Am 23. Oktober sagte Intesa-Sanpaolo-Präsident Gian Maria Gros-Pietro, die einzelnen Akteure seien stets bereit gewesen, doch ein neuer Deal dürfe nicht "die Inkonsistenz des vorherigen" haben.

Zeitplan und was als Nächstes kommt

Laut AGI könnte das Kabinett das Gesetz am Dienstag oder Mittwoch, also am 27. oder 28. Oktober 2026, verabschieden. Giorgetti sagte, die gezielten Maßnahmen würden in den kommenden Tagen öffentlich.

Giorgetti schloss, der Weg müsse sicher sein, räumte aber ein, dass die Parteien der Mehrheit unterschiedliche Empfindlichkeiten hätten.

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