
Vier italienische Soldaten durch Eigenbeschuss bei NATO-Übung in Lettland verletzt
Vier italienische Bersaglieri wurden am Freitag in Riga ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem scharfe Schüsse eines anderen italienischen Fahrzeugs ihren Transporter während einer NATO-Gefechtsschießübung auf dem Übungsplatz Ādaži getroffen hatten.
Schießvorfall auf dem Übungsplatz Ādaži
Vier italienische Soldaten wurden am späten Nachmittag des Freitags, 25. September 2026, bei einer militärischen Übung in Lettland verletzt. Der Vorfall ereignete sich während taktischer Gefechtsschießübungen auf dem Übungsgelände Ādaži, einer wichtigen Militäreinrichtung außerhalb Rigas. Nach ersten Angaben der Verteidigungsbehörden befanden sich die vier Soldaten in einem militärischen Transportfahrzeug, als mehrere Geschosse ihr Fahrzeug trafen. Das Feuer stammte von einer nicht automatisierten Waffe, die auf einem anderen italienischen Militärfahrzeug montiert war, das an derselben Übung teilnahm. Es wurden keine weiteren Verletzten im abfeuernden Fahrzeug gemeldet, und die Militärbehörden stoppten die Aktivität sofort, um das Gelände zu sichern und Ermittlungen vor Ort einzuleiten.
- Eine nicht automatisierte Waffe, die auf einem italienischen Militärfahrzeug montiert ist, feuert während der Übung in Ādaži ab und trifft ein zweites Fahrzeug.
- Personal leistet Erste Hilfe auf dem Übungsplatz und evakuiert die vier verletzten Soldaten in ein Krankenhaus in Riga.
- Das italienische Verteidigungsministerium bestätigt die Krankenhauseinweisungen und leitet eine technische Untersuchung des Vorfalls ein.
Medizinische Notfallevakuierung und Krankenhausbehandlung
Die vier verletzten Soldaten dienen im 11. Bersaglieri-Regiment der italienischen Armee (11° Reggimento Bersaglieri), einer Infanterieeinheit, die derzeit auf baltischem Boden operiert. Kameraden leisteten am Ort des Schussvorfalls sofort Erste Hilfe, bevor sie die Notfallevakuierung vom Übungsgelände organisierten. Alle vier Verwundeten wurden zur detaillierten medizinischen Untersuchung und dringenden medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus in der lettischen Hauptstadt Riga gebracht. Offizielle Stellungnahmen des italienischen Verteidigungsministeriums bestätigten am Freitagabend, dass keiner der vier Soldaten in Lebensgefahr schwebt, obwohl eine Person schwerere Verletzungen erlitt, die eine intensive Überwachung erfordern. Das Militärkommando bestätigte, dass die Familien aller vier Soldaten kurz nach ihrer Ankunft im Krankenhaus in Riga über den Vorfall informiert wurden.
Militärische Aufsicht und technische Untersuchung
Das italienische Verteidigungsministerium leitete sofort formelle Untersuchungen ein, um den Ablauf der Ereignisse zu klären und herauszufinden, warum die Waffe auf eine befreundete Einheit abgefeuert wurde. Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto stand am Freitagabend in ständigem Kontakt mit der militärischen Führung, um die Entwicklungen zu verfolgen. Aktualisierungen wurden direkt vom Generalstabschef, General Luciano Portolano, sowie vom Kommandeur des Einsatzkommandos (COVI), Generalleutnant Giovanni Maria Iannucci, bereitgestellt. Technische Experten untersuchen das nicht automatisierte Feuersystem und die Einsatzprotokolle, um festzustellen, ob ein mechanisches Versagen, ein Verfahrensfehler oder andere Faktoren dazu führten, dass die scharfen Geschosse das zweite Fahrzeug trafen.
Der Minister, die militärische Führung und der gesamte Verteidigungsstab stehen ihren verletzten Kameraden und deren Familien mit guten Wünschen für eine schnelle Genesung zur Seite.
Einsatzkontext unter der NATO-Ostflanken-Strategie
Die verletzten Bersaglieri sind im Baltikum als Teil der NATO-Mission Forward Land Forces (FLF) stationiert, die entlang der nordöstlichen Grenze des Bündnisses zu Russland positioniert ist. Italien stellt Truppen der italienischen Armee und anderer Teilstreitkräfte für die multinationale Präsenz in Lettland. Entlang der gesamten Ostflanke unterhält das Bündnis neun multinationale Kampfgruppen, die sicherstellen sollen, dass ein Angriff auf einen einzelnen Bündnispartner als Angriff auf das gesamte Bündnis betrachtet wird. Regelmäßige Übungen auf dem Militärstützpunkt Ādaži ermöglichen es den teilnehmenden alliierten Einheiten, die Gefechtsbereitschaft aufrechtzuerhalten, während die operativen Verpflichtungen fortgesetzt werden, während die Militärbehörden in Lettland ihre Ermittlungen durchführen.


