Konflikte · Al Lubban al-Gharbiyye und Rom

Italien fordert Freilassung von fünf im Westjordanland festgenommenen Aktivisten

Fünf italienische Aktivisten wurden am Donnerstag, 29. Oktober, in der Nähe von Al Lubban al-Gharbiyye festgenommen, während sie palästinensische Olivenbauern begleiteten. Es ist der zweite derartige Fall innerhalb einer Woche, und Rom fordert ihre sofortige Freilassung.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, Fanpage, Il Fatto Quotidiano und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Al Lubban al-Gharbiyye, Rom · Palästina, Italien

Festnahme und Reaktion Italiens

Fünf italienische Aktivisten wurden am Donnerstag, 29. Oktober, in der Nähe des Dorfes Al Lubban al-Gharbiyye im Westjordanland festgenommen, während sie palästinensischen Bauern bei der Olivenernte zur Seite standen. Das italienische Außenministerium, bekannt als Farnesina, hat ihre sofortige Freilassung gefordert; die Gruppe wurde auf einer Polizeiwache festgehalten.

Die italienische Botschaft in Tel Aviv und das Generalkonsulat in Jerusalem haben sich an die israelischen Behörden gewandt, um die Umstände der Festnahme zu klären und konsularische Unterstützung zu sichern. Vize-Regierungschef und Außenminister Antonio Tajani hat die Festnahme einer früheren Gruppe als inakzeptabel bezeichnet und erklärt, diese Aktivisten hätten nichts falsch gemacht. Tajani bekräftigte zudem Italiens Unterstützung für eine Zweistaatenlösung und für ein Ende der Angriffe auf palästinensische Dörfer im Westjordanland.

Einsatz in einem Haus im Dorf

Fanpage berichtet, die Festnahmen hätten in einem Haus im Dorf stattgefunden, abseits der Olivenhaine, nachdem Siedler des nahe gelegenen Außenpostens Avichai Farm die Gruppe dorthin verfolgt hätten. Soldaten seien gemeinsam mit den Siedlern in das Haus eingedrungen und hätten 14 internationale Freiwillige festgenommen, darunter die fünf Italiener. Die Freiwilligen stammten aus Italien, den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Australien, Deutschland, Irland und Schweden.

Die International Solidarity Movement, die Organisation, mit der die Freiwilligen zusammenarbeiteten, erklärte, es sei kein förmlicher Militärbefehl zur Schließung der Anbauflächen zugestellt worden. Fanpage berichtet, den 14 werde vorgeworfen, in eine geschlossene Militärzone eingedrungen zu sein. Israel wirft den Aktivisten vor, sich in einem Gebiet aufgehalten zu haben, für das die Sicherheitskräfte keine vorherige Genehmigung für landwirtschaftliche Tätigkeit erteilt hätten. Fanpage berichtet zudem, der Bürgermeister des Dorfes sei bei derselben Operation festgenommen und geschlagen worden, und Soldaten hätten seine Tischlerwerkstatt beschädigt.

Eine Lehrerin unter den Festgenommenen

Unter den fünf Italienern, die zur Polizeiwache am Kontrollpunkt Ni'ilin gebracht wurden, ist laut Fanpage eine 56-jährige Frau, die an einem Gymnasium in Rom Geschichte und Philosophie unterrichtet. Sie stammt ursprünglich aus Bologna, hat Essays und Gedichtbände veröffentlicht und war fünf Tage vor ihrer Festnahme im Westjordanland angekommen. La Stampa berichtet, drei der fünf Italiener stammten aus Imperia.

Frühere Festnahmen in diesem Monat

Notícias ao Minuto weist darauf hin, dass dies der zweite derartige Vorfall innerhalb einer Woche ist. Il Fatto Quotidiano berichtet, zuvor seien ein Vater und sein Sohn aus Bozen wegen Terrorismusvorwürfen mehr als einen Tag lang von der israelischen Polizei festgehalten und anschließend förmlich ausgewiesen worden. Eine weitere Gruppe, zu der fünf italienische Frauen gehörten, sei stundenlang auf einer Polizeiwache festgehalten, befragt und am folgenden Tag ausgewiesen worden.

Il Fatto Quotidiano berichtet außerdem, in derselben Woche habe eine Razzia der israelischen Streitkräfte (IDF) etwa neunzig Freiwillige festgenommen, darunter Brad Lander, einen demokratischen Kandidaten für den US-Kongress. Lander schrieb in den sozialen Medien, er habe lediglich im Westjordanland Oliven geerntet. Er wurde zusammen mit Dutzenden anderen unter strengen Bewegungsauflagen freigelassen.

Spannungen zur Olivenernte

Il Fatto Quotidiano beschreibt die Olivenernte als Phase hoher Gefahr für Zusammenstöße mit Siedlern, in der viele ausländische Aktivisten in die Gebiete reisen, um die lokalen Bauern zu unterstützen und zu schützen. AFP berichtet, mehrere Aktivisten unterstützten Olivenbauern trotz Drohungen extremistischer Siedler.

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