Kurz gefasst
Die israelischen Behörden bestätigten die Anwesenheit von vier italienischen Staatsangehörigen auf einer Polizeiwache, nachdem die IDF sie am Donnerstag, 22. Oktober, in al-Bweib festgenommen hatte.
Die italienische Botschaft in Tel Aviv und das Generalkonsulat in Jerusalem baten die israelischen Behörden um dringende Aufklärung über die Umstände der Festnahme und die Lage der Frauen.
Rund 80 internationale Aktivistinnen und Aktivisten wurden am Mittwoch, 21. Oktober, bei Nahalin angehalten; ein Vater und sein Sohn aus Bozen wurden nach mehr als einem Tag Haft ausgewiesen.
- 21.10.Rund 80 internationale Aktivistinnen und Aktivisten, darunter Staatsangehörige der USA, Großbritanniens und Israels, bei Nahalin während der Olivenernte angehalten
- 22.10.Vier italienische Frauen in al-Bweib festgenommen, während sie palästinensische Landwirte begleiteten; sie werden nun auf einer Polizeiwache festgehalten
Festnahme in al-Bweib
Israelische Kräfte haben am Donnerstag, 22. Oktober, im Dorf al-Bweib südlich von Hebron im Westjordanland vier italienische Frauen festgenommen. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) hielten sie gemeinsam mit weiteren internationalen Aktivistinnen und Aktivisten an, während diese palästinensische Landwirte bei der Olivenernte begleiteten. Die Farnesina, das italienische Außenministerium, erklärte, die Frauen seien am Donnerstag angehalten worden, und die israelischen Behörden hätten bestätigt, dass sie auf einer Polizeiwache festgehalten werden. Die Angaben des Ministeriums nennen weder die Gründe für die Festnahme noch die Namen der vier Frauen. Berichte über den Einsatz erklärten, die Umstände und der Grund für das Anhalten seien noch nicht geklärt, und es bleibe unklar, ob die Frauen innerhalb von Stunden freigelassen würden.
Rom verlangt Aufklärung
Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls nahmen die italienische Botschaft in Tel Aviv und das Generalkonsulat in Jerusalem Kontakt zu den israelischen Behörden auf. Sie baten um dringende Aufklärung über die Umstände der Festnahme und die Lage der Frauen. Das Ministerium erklärte, es habe bereits eine Bestätigung darüber erhalten, wo die Frauen festgehalten werden. Die Erklärung der Farnesina fasst ihre Haltung in einem kurzen Satz zusammen:
„Die italienische Botschaft in Tel Aviv und das Generalkonsulat in Jerusalem verfolgen die Angelegenheit in ständigem Kontakt mit den israelischen Behörden.“
Botschaft und Konsulat arbeiten in enger Abstimmung mit der Farnesina, um eine rasche Lösung des Falls zu erreichen.
Frühere Festnahmen in der Region
Der Fall folgt auf eine Reihe von Festnahmen ausländischer Staatsangehöriger in derselben Region. Am Mittwoch, 21. Oktober, wurden rund 80 internationale Aktivistinnen und Aktivisten, darunter Staatsangehörige der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Israels, von Soldaten bei Nahalin angehalten, während sie an der Olivenernte teilnahmen. Zuvor waren zwei Italiener aus Bozen, ein Vater und sein Sohn, mehr als einen Tag lang von israelischen Behörden festgehalten und anschließend mit einem zehnjährigen Einreiseverbot ausgewiesen worden. Die folgende Zeitleiste stellt die Festnahmen vom Mittwoch und vom Donnerstag gegenüber.
Offene Fragen
Das Ministerium hat die Gründe für die Festnahme der vier Frauen nicht genannt und ihre Identität nicht preisgegeben. Die israelischen Behörden haben lediglich ihren Aufenthaltsort auf einer Polizeiwache bestätigt. Die italienischen Diplomaten bleiben in Kontakt mit den israelischen Behörden; eine Freilassung wird in den Quellen nicht gemeldet.