Film & Medien · Rom und Florenz
Italiens Senat beschließt einstimmig die Kinoreform, neue Filmagentur soll 2028 starten
Der Gesetzentwurf wurde mit 123 Ja-Stimmen und ohne Gegenstimmen verabschiedet. Er aktualisiert das Kinogesetz von 2016 und schafft eine Filmagentur, die am 1. Januar 2028 ihre Arbeit aufnehmen soll.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Sole 24 ORE, La Repubblica.it, Adnkronos und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Senat billigte den Gesetzentwurf am 4. November 2026 mit 123 Ja-Stimmen und ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen, nachdem die Abgeordnetenkammer ihn im September verabschiedet hatte.
Die Agenzia per il cinema e l'audiovisivo soll am 1. Januar 2028 ihre Arbeit aufnehmen, doch zwei im Ausschuss angenommene Tagesordnungsanträge fordern eine Verschiebung des Starts auf 2029.
Staatssekretärin Lucia Borgonzoni nannte 70 Millionen Euro für dieses Jahr und 150 Millionen Euro für das kommende Jahr als wieder verfügbar gemachte Mittel für die Branche.
Die Verbände der Urheber, Regisseure und Drehbuchautoren zeigten sich befremdet, nachdem alle Änderungsanträge zurückgezogen und in von der Regierung angenommene Tagesordnungsanträge umgewandelt worden waren.
- 2016Bisheriges Kinogesetz, das diese Reform zehn Jahre später aktualisiert
- September 2026Die Abgeordnetenkammer billigt den Gesetzentwurf
- 4.11.Der Senat gibt mit 123 Ja-Stimmen die einstimmige Schlusszustimmung
- 1.01.Geplanter Start der Agenzia per il cinema e l'audiovisivo
Die Schlussabstimmung im Senat
Der Senat gab am 4. November 2026 seine Schlusszustimmung zu dem Gesetzentwurf zum Kino, der mit 123 Ja-Stimmen und ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen verabschiedet wurde. Nach der Verkündung des Ergebnisses brach im Saal Applaus aus. Der Text blieb gegenüber der im September von der Abgeordnetenkammer gebilligten Fassung unverändert, sodass keine erneute Befassung der zweiten Kammer nötig war. Pupi Avati, der als Vater des Gesetzes gilt, verfolgte die Abstimmung von der Tribüne aus, gemeinsam mit seinem Bruder, dem Drehbuchautor Antonio Avati, und neben der Parteisekretärin der Demokratischen Partei, Elly Schlein, der Erstunterzeichnerin des Gesetzentwurfs. Die Reform aktualisiert den Rechtsrahmen zehn Jahre nach dem Kinogesetz von 2016 und umfasst Produktion, Verleih, Vorführung, Erhalt und den Schutz der Beschäftigten der Branche.
Agentur, Governance und Finanzierung
Die Reform schafft eine Agenzia per il cinema e l'audiovisivo, eine öffentliche Einrichtung ohne wirtschaftlichen Charakter mit eigener organisatorischer, finanzieller und verwaltungstechnischer Autonomie. Sie soll am 1. Januar 2028 ihre Arbeit aufnehmen und die operativen Aufgaben der Generaldirektion Kino des Kulturministeriums übernehmen, während die politische Steuerung, die strategische Aufsicht und die Kontrollen beim Ministerium bleiben. Zwei im Senatsausschuss angenommene Tagesordnungsanträge fordern eine Verschiebung des Starts auf 2029. Der Gesetzentwurf schafft zudem ein Forum von Sachverständigen mit sechzehn Mitgliedern, zur Hälfte aus Verbänden entsandt, das den Consiglio superiore ersetzt und ohne Vergütung tätig wird. Drei der fünf Mitglieder des Agenturvorstands werden von den Ministern für Kultur und Wirtschaft benannt, der Direktor wird vom Minister vorgeschlagen, sofern zwei Drittel der Kammern im Parlament zustimmen. Zu den Finanzen sagte Staatssekretärin Lucia Borgonzoni, die Regierung habe zugesagte Mittel wieder verfügbar gemacht.
„Wir werden dafür sorgen, dass dieses Gesetz die Branche in keiner Weise blockiert und dass die Durchführungsverordnungen so schnell wie möglich erlassen werden.“
Borgonzoni bezifferte die wieder verfügbar gemachten Summen auf 70 Millionen Euro für dieses Jahr und 150 Millionen für das kommende Jahr und erklärte, die Reform beruhe auf dem Anhören der Branche. Im Senatssaal gab sie dieses Versprechen zu den Verordnungen ab, als Antwort auf die Sorgen der Urheber.
- 2026 (dieses Jahr)
- 70 Mio. Euro
- 2027 (nächstes Jahr)
- 150 Mio. Euro
Daten aus dem Artikeltext
Urheber und Produzenten wehren sich
Nicht alle Reaktionen waren positiv. Die Verbände der Urheber, Regisseure und Drehbuchautoren, die sich inzwischen in einem Coordinamento zusammengeschlossen haben, um mit einer Stimme zu sprechen, zeigten sich befremdet über die Entscheidung, sämtliche Änderungsanträge zurückzuziehen. Diese wurden in Tagesordnungsanträge umgewandelt, die die Regierung annahm, wodurch der Text unverändert aus der Kammer hervorgehen konnte. Das Coordinamento argumentierte, ein Rahmengesetz dürfe nicht aus der Zusammenstellung verschiedener Vorschläge entstehen und ungelöste Fragen nicht auf spätere Maßnahmen verschieben. Im Rahmen der Delegierung wird die Regierung die Branchenpolitik und die öffentliche Wirtschaftsförderung reformieren und dabei automatische und selektive Hilfen, Steueranreize und Zuschüsse ausbalancieren. Die Regierung hat zwei Jahre Zeit, um Anreize und Sozialsystem per Gesetzesdekret neu zu ordnen.
Politische Reaktionen
Kulturminister Alessandro Giuli sprach nach der Abstimmung bei einer Veranstaltung in Florenz mit Adnkronos und widmete den Tag dem Regisseur Tinto Brass, einem großen Meister, der gestorben war. Er würdigte einen gemeinsamen Weg von Mehrheit und Opposition und nannte das Ergebnis einen Meilenstein für die italienische Kultur.
„Ich danke dem Parlament für die Verabschiedung des Kinogesetzes in einem Klima einmütiger Eintracht.“
Federico Mollicone, Vorsitzender des Kulturausschusses der Abgeordnetenkammer für Fratelli d'Italia, lobte das überparteiliche Verfahren und die neuen Regeln zur künstlichen Intelligenz.
„Wir regeln, als eine der ersten in Europa, den Einsatz künstlicher Intelligenz, um menschliche Arbeit und Kreative zu schützen.“
Mollicone sagte zudem, die Agentur greife einen Vorschlag von Pupi Avati auf, der diesen Weg als Erster gefordert habe, und ein Beauftragter für Steuergutschriften werde die Anreize überwachen. Pupi Avati sagte auf der Tribüne gegenüber Il Messaggero, das Gesetz sei sein Werk.
Wie es weitergeht
Der Starttermin der Agentur, die Durchführungsverordnungen und die ersten Sitzungen des Forums sind die nächsten Schritte. Das Forum soll der gesamten Lieferkette, einschließlich des Video- und Videospielsektors, kostenlos eine direkte Stimme geben. Der Gesetzentwurf sieht außerdem eine Wiederbelebung von Cinecittà, ein hartes Vorgehen gegen Piraterie und einen nationalen Plan zur Wiedereröffnung und Renovierung von Kinos vor. Die Umsetzung hängt nun von diesen Verordnungen ab, und die Regierung muss sie bis zum Start der Agentur 2028 vorlegen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Il Sole 24 OREKino, parteiübergreifendes Gesetz auf dem Prüfstand der Delegationen, Start der neuen AgenturCinema, legge bipartisan alla prova delle deleghe, via alla nuova Agenzia · Original auf Italienisch
- La Repubblica.itKino und Audiovisuelles, vom Nationalen Pol bis zur Agentur, hier sind die Neuerungen der ReformCinema e audiovisivo, dal Polo nazionale all'Agenzia ecco le novità della riforma · Original auf Italienisch
- AdnkronosKino, der Senat verabschiedet die Reform einstimmig. Giuli: „Ich widme diesen Tag Tinto Brass“Cinema, il Senato approva la riforma all'unanimità. Giuli: "Dedico questa giornata a Tinto Brass" · Original auf Italienisch
- AGISenat gibt grünes Licht, Agentur für Kino entsteht. Pupi Avati: „Aufgeregt“Ok del Senato, nasce Agenzia per cinema. Pupi Avati: 'Emozionato' · Original auf Italienisch
- Alessandro Giuli
- Italienischer Kulturminister, der die einstimmige Abstimmung im Senat begrüßte
- Lucia Borgonzoni
- Staatssekretärin für Kultur, die schnelle Durchführungsverordnungen zusagte
- Pupi Avati
- Regisseur, der als Vater des Kinogesetzes gilt
- Elly Schlein
- Parteisekretärin der Demokratischen Partei und Erstunterzeichnerin des Gesetzentwurfs
- Federico Mollicone
- Vorsitzender des Kulturausschusses der Abgeordnetenkammer für Fratelli d'Italia
- Tinto Brass
- Verstorbener Regisseur, dem der Kulturminister den Tag der Abstimmung widmete
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