Wahlen · Tel Aviv
Israels Wahlkommission: Abstimmung vom 27. Oktober gilt trotz Betrugsvorwürfen der Likud
Die Zentrale Wahlkommission Israels erklärt, die Abstimmung vom 27. Oktober gelte auch dann, wenn sich der Verdacht ausländischer Einflussnahme bestätigen sollte. Die Likud-Partei behauptet ohne Belege, von Arabern geführte Parteien hätten die Wahl gestohlen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von POLITICO, Al Jazeera Online, BFMTV und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am Sonntag, 1. November, erklärte Noam Sohlberg gemeinsam mit dem Shin-Bet-Chef und der Generalstaatsanwältin, die Abstimmung vom 27. Oktober gelte auch dann, wenn sich der Verdacht ausländischer Einflussnahme bestätigen sollte.
Die Likud behauptet ohne Belege, von Arabern geführte Parteien hätten die Wahl gestohlen und katarische Gelder angenommen; Katar weist dies als Desinformationskampagne zurück.
Drei Aktivisten wurden vor Öffnung der Wahllokale am 27. Oktober mit Bargeldumschlägen festgenommen, vier weitere Verdächtige am 29. Oktober; die Polizei brachte sie mit Ra'am in Verbindung.
Netanyahus Block gewann 53 Sitze, Eisenkots Block 48 in der 120 Sitze umfassenden Knesset; die Ergebnisse sollen in der Woche ab dem 2. November 2026 bestätigt werden, bevor Präsident Isaac Herzog einen Kandidaten nominiert.
- 27.10.Knesset-Wahl findet statt; drei Aktivisten werden vor Öffnung der Wahllokale mit Bargeldumschlägen festgenommen
- 29.10.Die Polizei nimmt vier weitere Verdächtige fest, die sie mit Ra'am in Verbindung bringt; die Partei bestreitet jede Beteiligung
- 1.11.Sohlberg erklärt, die Ergebnisse würden auch bei bestätigtem Verdacht ausländischer Einflussnahme Bestand haben
- Woche ab 2. November 2026Erwartete offizielle Bestätigung der Wahlergebnisse
Wahlkommission: Das Ergebnis gilt
Am Sonntag, 1. November, sagte der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Noam Sohlberg, die Ergebnisse der Wahl vom 27. Oktober würden Bestand haben, selbst wenn sich der Verdacht ausländischer Einflussnahme bestätigen sollte. Er äußerte sich in einem aufgezeichneten Video gemeinsam mit dem Chef des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet, David Zini, und Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara – ein gemeinsames Auftreten, das POLITICO als Zeichen dafür wertete, dass die Verantwortlichen an einem Strang ziehen. Die Haltung der Kommission formulierte er nüchtern:
„Unsere Position ist, dass dies selbst dann, wenn sich die Verdachtsmomente bestätigen, die Integrität des Wahlprozesses oder die Wahlergebnisse als Ganzes nicht untergraben würde.“
Sohlberg sagte, die Verdachtsmomente beträfen Geld aus dem Ausland, mit dem die Abstimmung beeinflusst werden sollte, und könnten sicherheitsrelevante Folgen haben; derzeit handele es sich jedoch lediglich um Verdachtsmomente. Die Untersuchung dürfe in keiner Weise Zweifel an der Stimmabgabe der arabischen Gemeinschaft aufkommen lassen. Zudem kündigte er ein gemeinsames Team unter Leitung von Shin Bet, Polizei und Staatsanwaltschaft an, das die Fakten klären soll.
Die Vorwürfe der Likud und die Festnahmen
Die Likud-Partei behauptet ohne Belege, von Arabern geführte Parteien hätten die Wahl „gestohlen“ und dafür Geld aus Katar angenommen. Katar hat die Vorwürfe zurückgewiesen und sie als Desinformationskampagne bezeichnet. Die Behauptungen stützen sich auf mehrere Festnahmen. Die Polizei nahm drei politische Aktivisten fest, bevor am 27. Oktober die Wahllokale öffneten; die Aktivisten trugen nach Polizeiangaben Umschläge mit Bargeld bei sich, das zur Bestechung von Wählern bestimmt gewesen sei. Zwei Tage später, am 29. Oktober, nahm die Polizei vier weitere Verdächtige fest, die nach ihren Angaben mit der islamistischen Partei Ra'am in Verbindung stehen; die Partei bestritt jede Beteiligung.
Am Sonntag ordnete ein Gericht nach Angaben von POLITICO die Freilassung der Verdächtigen in einem der Fälle an. Al Jazeera berichtet, zwei der drei Aktivisten seien freigelassen worden, einer zu nicht näher genannten Bedingungen, ein weiterer unter Auflage von Hausarrest; BFMTV meldet eine Freilassung und eine weitere Person in Untersuchungshaft. Ra'am-Chef Mansour Abbas verurteilte die Festnahmen als undemokratisch und nannte sie „einen Versuch, die Wahlergebnisse zu beeinflussen“. Oppositionsführer Gadi Eisenkot warf Netanyahu vor, eine „orchestrierte und organisierte Kampagne“ zu führen, um die Ergebnisse zu delegitimieren.
Blockade bei der Regierungsbildung
Die Abstimmung vom 27. Oktober hat keinem der beiden Blöcke eine Mehrheit gebracht. Netanyahus Block gewann 53 Sitze, der von Eisenkot geführte Oppositionsblock 48 – damit kann keine Seite in der 120 Sitze umfassenden Knesset allein eine Regierung bilden. Drei von Arabern geführte Parteien kamen zusammen auf einen Rekord von 19 Sitzen, davon acht für Ra'am. Eisenkot hatte eine Koalition mit arabischen Parteien zuvor ausgeschlossen; ein Bündnis seiner Seite mit ihnen käme jedoch auf 67 Sitze – eine Option, die viele in Israel politisch für nicht tragbar halten.
- Netanyahus Block
- 53 Sitze
- Oppositionsblock unter Eisenkot
- 48 Sitze
- Drei von Arabern geführte Parteien
- 19 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Nach Angaben von POLITICO zielt Netanyahus Anfechtung der Wahl offenbar darauf ab, jede Oppositionsallianz mit arabischen Parteien zu blockieren, die ihn aus dem Amt drängen könnte. Die Ergebnisse sollen in der Woche ab dem 2. November 2026 offiziell bestätigt werden. Nach der Bestätigung muss Präsident Isaac Herzog einen Kandidaten mit der Regierungsbildung beauftragen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- POLITICOIsraelische Beamte sagen, die Wahlen bleiben gültig, nachdem Netanjahu behauptete, Araber hätten die Wahl gestohlenIsraeli officials say elections will stand after Netanyahu claimed Arabs stole vote · Original auf Englisch
- Al Jazeera OnlineIsraelische Beamte sagen, die Ergebnisse bleiben bestehen, während Netanjahu behauptet, die Wahl sei „gestohlen“Israeli officials say results stand as Netanyahu claims election 'stolen' · Original auf Englisch
- BFMTVIsrael: Der Vorsitzende der Wahlkommission versichert, dass Verdachtsmomente auf Unregelmäßigkeiten die Ergebnisse nicht in Frage stellen werdenIsraël: le président de la commission électorale assure que les soupçons d'irrégularités ne remettront pas en cause les résultats · Original auf Französisch
- Notícias ao MinutoIsrael: Wahlkommission sagt, Einmischungen beeinflussen die Ergebnisse nichtIsrael: Comissão eleitoral diz que interferências não afetam resultados · Original auf Portugiesisch
- Noam Sohlberg
- Vorsitzender der Zentralen Wahlkommission Israels, der erklärte, das Ergebnis habe Bestand
- Benjamin Netanyahu
- Israels Ministerpräsident, dessen Likud-Partei von Arabern geführten Parteien Wahlbetrug vorwirft
- Gadi Eisenkot
- Oppositionsführer, dessen Block 48 Sitze gewann
- Mansour Abbas
- Vorsitzender der Partei Ra'am, die die Festnahmen verurteilte
- David Zini
- Chef des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet, der im Video der Wahlkommission auftrat
- Gali Baharav-Miara
- Israels Generalstaatsanwältin, die im Video der Wahlkommission auftrat
- Isaac Herzog
- Präsident, der einen Kandidaten mit der Regierungsbildung beauftragen muss
- Orte
- Israel, Tel Aviv-Jaffa
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