Wahlen · Tel Aviv, Jerusalem und Haifa

Hunderte demonstrieren in Tel Aviv für eine Regierung Eisenkots mit den arabischen Parteien

Proteste in Tel Aviv und anderen israelischen Städten haben den Oppositionsblock von Gadi Eisenkot aufgefordert, mit den arabischen Parteien zu regieren. Keiner der Blöcke verfügt über die 61 Sitze, die in der 120 Sitze umfassenden Knesset nötig sind.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, La Razón, NRC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Tel Aviv, Jerusalem, Haifa · Israel

Pattsituation nach der Wahl

Keiner der beiden Blöcke kann nach der Parlamentswahl vom 27. Oktober, die manche Medien auf den 28. Oktober datieren, eine Regierung bilden. Der Block von Benjamin Netanyahu gewann 53 Sitze in der 120 Sitze umfassenden Knesset, davon 27 für seine Likud-Partei, während der Oppositionsblock von Gadi Eisenkot, einem früheren Armeechef und Chef der Yashar-Partei, auf 48 Sitze kam. Für eine Mehrheit sind 61 Sitze nötig. Die arabischen Listen gewannen zusammen 19 Sitze, so viele wie nie zuvor, und sind damit entscheidend. Eine Koalition aus Eisenkots Block und den arabischen Parteien käme auf 67 Sitze – die Zahl, die die Demonstranten auf ihre Parolen schrieben.

Gewonnene Sitze nach Blöcken bei der Wahl im OktoberSitze
Netanyahu-Block
53 Sitze
Eisenkot-Block
48 Sitze
Arabische Listen
19 Sitze
Mehrheitsschwelle
61 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Kundgebungen in mehreren Städten

Am Samstag, 31. Oktober, versammelten sich Demonstranten am Abend in Tel Aviv auf Initiative der linken Bürgerbewegung Standing Together, wie NRC berichtet. Die Schätzungen zur Teilnehmerzahl gehen auseinander: tagesschau berichtet von Hunderten, NRC schätzt etwa 2.000 und 20 Minuten zählt 400 bis 500 Menschen. Kleinere Demonstrationen gab es in Haifa, Jerusalem, Beersheba und bei Taybeh. Eine ähnliche Protestaktion fand am Donnerstag, 29. Oktober, vor Eisenkots Haus in Herzliya nördlich von Tel Aviv statt. Auf Plakaten stand „Araber und Juden gewinnen nur gemeinsam“, und ein Demonstrant fragte, warum das nicht gelte – oder ob die Demonstranten Rassisten seien.

Anhänger Netanyahus hielten eine Gegendemonstration ab, die NRC nach Angaben israelischer Medien auf etwa 200 Menschen schätzt. Sie schwenkten Fahnen mit seinem Bild, skandierten seine Wahlkampfparolen und wandten sich dagegen, die arabischen Parteien in die Regierung zu holen. Netanyahu hat den arabischen Parteien vorgeworfen, die Wahl mit Unterstützung aus dem Ausland gestohlen zu haben, und seine Anhänger fordern eine Untersuchung wegen Wahlbetrugs. Ein vom Künstler und Aktivisten Yigal Shtayim geteiltes Video zeigt einen Gegendemonstranten, der gegenüber den Demonstranten eine Bemerkung über Auschwitz macht.

Hindernisse innerhalb der Opposition

Während des Wahlkampfs schlossen fast alle zionistischen Parteien eine Zusammenarbeit mit den arabischen Parteien aus, mit den Demokraten als Ausnahme, so NRC. Eisenkot hat vier Grundsätze für jeden Partner aufgestellt: die Anerkennung Israels als jüdischer, demokratischer, liberaler und egalitärer Staat; das Bekenntnis zu den Werten der israelischen Unabhängigkeitserklärung; die Wehrpflicht beziehungsweise den nationalen oder zivilen Dienst für alle Bürger, einschließlich arabischer und/oder christlicher Bürger; und die Anerkennung der Hamas als terroristische Organisation, deren militärische und regierende Fähigkeiten im Gazastreifen zerstört werden müssen. La Razón berichtet, jeder gewählte Vertreter, der diese Grundsätze akzeptiere, gelte als möglicher Partner. Tagesschau berichtet, die arabischen Parteien hätten unterschiedliche Auffassungen darüber, zu welchen Zugeständnissen sie bereit wären, sodass unklar bleibe, was sie akzeptieren würden. Arabische Bürger machen nach Angaben von NRC etwa 2 Millionen der 10 Millionen Einwohner Israels aus; 20 Minuten beziffert ihren Anteil auf rund 20 % der Bevölkerung.

Herzog und der weitere Weg

Präsident Isaac Herzog entscheidet, wer das erste Mandat zur Regierungsbildung erhält, und er hat die Parteien aufgefordert, mit offenem Geist in die Konsultationen zu gehen, wobei die Vermeidung einer Neuwahl Priorität habe, so Open. Channel 13, von Open zitiert, berichtete, Eisenkot könnte das erste Mandat erhalten, obwohl seine 48 Sitze allein nicht ausreichen. Netanyahu hat um Begnadigung gebeten, um seinen Korruptionsprozess zu beenden, und laut Open hat Herzog bislang nicht geantwortet und könnte diese Entscheidung mit Zugeständnissen bei der Regierungsbildung verknüpfen. Netanyahu schrieb auf X, eine Regierung mit den arabischen Parteien sei verboten, und postete ein älteres Video von Ahmad Tibi, der Nummer zwei der Vereinigten Liste, in dem dieser sagt, er betrachte die Hamas nicht als Terrorgruppe. Sollte kein Block eine Mehrheit erlangen und keine Zusammenarbeit entstehen, könnten laut NRC eine Pattsituation und Neuwahlen folgen.

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