Wahlen · Herzliya
Netanyahu strebt breitere Koalition ohne arabische Parteien an, während Israels Opposition Gespräche aufnimmt
Israels Oppositionsführer einigten sich am Dienstag, 3. November, auf die Aufnahme von Koalitionsgesprächen, während Netanyahu jede Regierung ablehnte, die auf arabische Parteien angewiesen ist. Keinem der beiden Blöcke gehören nach der Wahl vom 27. Oktober die nötigen 61 Sitze in der 120 Sitze umfassenden Knesset.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Η Ναυτεμπορική, ΣΚΑΪ, in.gr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Netanyahus Koalition hält 53 Sitze, die jüdischen Oppositionsparteien 48, die arabischen Parteien 19 der 120 Knesset-Sitze nach der Wahl vom 27. Oktober.
Am 2. November schlug Netanyahu eine breitere Regierung ohne arabische Parteien mit sich selbst als Ministerpräsident vor und warf Ra'am und der Vereinigten Liste vor, den Terrorismus zu unterstützen.
Das Zentrale Wahlkomitee wies am 2. November Likuds Antrag zurück, die Zertifizierung bis zum Abschluss einer Geheimdienstuntersuchung mutmaßlicher ausländischer Einflussnahme zurückzuhalten; Vorsitzender Noam Sohlberg verwies auf fehlende Befugnisse.
Am 3. November kamen Eisenkot, Lapid, Bennett, Golan und Liberman zusammen, um sich abzustimmen; sie vereinbarten, Eisenkot für das erste Mandat zu unterstützen, und legten vier Grundsätze fest, darunter die Anerkennung der Hamas als terroristische Organisation.
Präsident Isaac Herzog muss zwischen Netanyahu und Eisenkot für das erste Mandat wählen; scheitern die Koalitionsgespräche, käme es innerhalb von 90 Tagen zu Neuwahlen.

- 27.10.Knesset-Wahl abgehalten
- 2.11.Likuds Antrag auf Verzögerung der Zertifizierung abgelehnt; Netanyahu befürwortet breitere Regierung ohne arabische Parteien
- 3.11.Oppositionsführer treffen sich in Herzliya und vereinbaren die Aufnahme von Koalitionsgesprächen
- 4.11.Präsident Herzog beginnt Konsultationen zur Regierungsbildung
Wahlergebnis lässt keinen Block mit Mehrheit zurück
Die Wahl vom 27. Oktober brachte in der 120 Sitze umfassenden Knesset keine Mehrheit. Netanyahus Koalition kam auf 53 Sitze, die von Gadi Eisenkot geführten jüdischen Oppositionsparteien auf 48. Die beiden arabischen Listen, Ra'am und die Vereinigte Liste, kamen zusammen auf 19 Sitze – ein Rekord für die arabischen Parteien nach Berichten von in.gr. Likud blieb mit 27 Sitzen stärkste Einzelpartei, verlor jedoch fast ein Sechstel seiner bisherigen Knesset-Sitze. Um die für das Regieren nötigen 61 Sitze zu erreichen, braucht es entweder Überläufer aus der Opposition oder die Unterstützung der arabischen Parteien; die meisten Oppositionsparteien hatten arabische Koalitionspartner vor der Wahl ausgeschlossen.
- Netanyahus Koalition
- 53 Sitze
- Jüdische Oppositionsparteien
- 48 Sitze
- Arabische Parteien
- 19 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Netanyahu befürwortet breitere Regierung ohne arabische Parteien
Am 2. November forderte Netanyahu, der scheidende Ministerpräsident, eine breitere Koalition, allerdings ohne arabische Parteien, und beharrte darauf, Ministerpräsident zu bleiben, weil Likud die meisten Sitze gewonnen habe. In einer auf dem offiziellen Telegram-Kanal von Likud veröffentlichten Erklärung erklärte er, er sei offen für einen Dialog mit jeder Partei, die ihn unterstützt und den Terrorismus nicht unterstützt. Er warf den beiden arabischen Allianzen, die zusammen 19 Sitze halten, vor, den Terrorismus zu unterstützen und die Existenz eines jüdischen Staates abzulehnen. Berechnungen zufolge bräuchte Netanyahu mindestens acht Oppositionsabgeordnete oder eine Regierung der nationalen Einheit mit Eisenkot, um 61 Sitze zu erreichen.
Likuds Anfechtung der Auszählung scheitert
Am Montag, 2. November, forderte Likud das Zentrale Wahlkomitee auf, die Zertifizierung der Ergebnisse zu verschieben, bis die Geheimdienste eine Untersuchung mutmaßlicher ausländischer Einflussnahme abgeschlossen hätten. Ilan Bombach, Anwalt von Likud und Mitglied des Komitees, schrieb an den Vorsitzenden des Komitees, Richter Noam Sohlberg, und verlangte eine Dringlichkeitssitzung wegen dessen, was er als schwerwiegende Verdachtsmomente bezeichnete. Sohlberg lehnte ab und erklärte, das Komitee sei nicht befugt, die Zertifizierung zurückzuhalten oder in laufende Ermittlungen einzugreifen. Das Komitee erklärte zudem, eine etwaige Einflussnahme sei nicht bedeutend genug, um das Ergebnis zu ändern, und wies Likuds Behauptung zurück, die Abstimmung sei manipuliert worden. Netanyahus Lager erhebt weiterhin Vorwürfe der Einflussnahme und des Betrugs.
Oppositionsführer treffen sich in Herzliya
Am Dienstag, 3. November, trafen sich Oppositionsführer in Herzliya bei Tel Aviv, um ihr weiteres Vorgehen abzustimmen. Eisenkots Partei Yashar kündigte das Treffen an, das erste Zusammenkommen des Blocks seit der Wahl. Zu den Teilnehmern gehörten die früheren Ministerpräsidenten Yair Lapid und Naftali Bennett, der Vorsitzende der Demokraten, Yair Golan, und Avigdor Liberman von Jisra'el Beitenu. In ihrer gemeinsamen Erklärung versprachen sie, rasch zu handeln, um Netanyahus Regierung durch eine von ihnen so bezeichnete Regierung der nationalen Notlage zu ersetzen, und Eisenkot für das erste Mandat von Präsident Isaac Herzog zu unterstützen. Die Erklärung nennt vier Grundsätze: die Anerkennung Israels als jüdischer und demokratischer Staat, das Bekenntnis zu den Werten der Unabhängigkeitserklärung, die allgemeine Wehrpflicht und die Anerkennung der Hamas als terroristische Organisation, die ihre militärischen Fähigkeiten auflösen und ihre Herrschaft im Gazastreifen beenden müsse. Lapid bezeichnete Netanyahus Vorgehen bei seiner Ankunft als gefährlichen Versuch, die Wahl zu annullieren. Der Vorsitzende der Vereinigten Liste, Yousef Jabarin, sagte gegenüber AFP, die Opposition müsse die politische Realität akzeptieren und mit den arabischen Parteien zusammenarbeiten, wenn sie Netanyahu von der Macht entfernen wolle.
Wie es weitergeht
Präsident Isaac Herzog beginnt am Mittwoch, 4. November, mit seinen Konsultationen und muss entscheiden, ob er das erste Mandat Netanyahu als Chef der größten Partei oder Eisenkot erteilt, der mehr Empfehlungen von Knesset-Abgeordneten sammeln könnte. Daniel Shapiro, ehemaliger US-Botschafter in Israel, erwartet, dass Herzog auf eine Regierung der nationalen Einheit drängen wird, die die beiden Hauptblöcke zusammenführt. Zieht sich der Prozess hin, werden Neuwahlen wahrscheinlich. William Galston von der Brookings Institution weist darauf hin, dass Netanyahu bis zu diesen Wahlen als Chef einer Übergangsregierung im Amt bliebe, da das Amt des Übergangsregierungschefs in Israel vom Amtsinhaber und nicht von einem Ernannten ausgeübt wird. Scheitert die Koalitionsbildung, würde die Knesset aufgelöst und innerhalb von 90 Tagen neu gewählt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Η ΝαυτεμπορικήIsrael: Oppositionsführer einigen sich auf Beginn von Koalitionsgesprächen, aber mit „unklarem“ WegΙσραήλ: Οι ηγέτες της αντιπολίτευσης συμφωνούν για έναρξη συνομιλιών σχηματισμού κυβέρνησης, αλλά με "ασαφή" πορεία · Original auf Griechisch
- ΣΚΑΪIsrael: Kampf um Regierungsbildung - Die Opposition versucht, Netanjahu zu verdrängenΙσραήλ: Μάχη για τον σχηματισμό κυβέρνησης - Η αντιπολίτευση επιδιώκει να εκτοπίσει τον Νετανιάχου · Original auf Griechisch
- in.grUnbeweglichΑμετακίνητος · Original auf Griechisch
- Ειδήσεις - νέα - Το Βήμα OnlineNetanjahus Risiko: Das politische „Puzzle“, Vorwürfe zu arabischen Stimmen, das Gespenst neuer WahlenΤο ρίσκο του Νετανιάχου: Το πολιτικό "παζλ", οι καταγγελίες για τις αραβικές ψήφους, το φάσμα νέας κάλπης · Original auf Griechisch
- Benjamin Netanyahu
- Scheidender israelischer Ministerpräsident, dessen Likud-Partei die meisten Sitze gewann und der eine neue Regierung bilden will
- Gadi Eisenkot
- Vorsitzender der Partei Yashar und vom Oppositionsblock unterstützter Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten
- Naftali Bennett
- Früherer Ministerpräsident und Vorsitzender der Partei Bennett, der am Treffen der Opposition teilnahm
- Yair Lapid
- Früherer Ministerpräsident, der am Treffen der Opposition teilnahm und Netanyahus Vorgehen als gefährlichen Versuch bezeichnete, die Wahl zu annullieren
- Yair Golan
- Vorsitzender der Demokraten, der am Treffen der Opposition in Herzliya teilnahm
- Avigdor Liberman
- Vorsitzender von Jisra'el Beitenu, der am Treffen der Opposition in Herzliya teilnahm
- Isaac Herzog
- Israelischer Präsident, der am 4. November Konsultationen aufnimmt und entscheidet, wer das erste Mandat zur Regierungsbildung erhält
- Noam Sohlberg
- Richter und Vorsitzender des Zentralen Wahlkomitees, der Likuds Antrag auf Verzögerung der Zertifizierung zurückwies
- William Galston
- Senior Fellow der Brookings Institution, der Netanyahus Rolle als Übergangsregierungschef für den Fall des Scheiterns der Gespräche erläuterte
- Orte
- Israel
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