Regierung · Dublin
Tarifverhandlungen im irischen öffentlichen Dienst enden ohne Einigung – Gewerkschaften drohen mit Streik am 11. November
Die Gespräche bei der Workplace Relations Commission endeten am Freitag, 30. Oktober, ohne Einigung. Die Gewerkschaften wollen ihre Mitgliedsverbände am Montag, 2. November, informieren und schließen einen landesweiten Streik am 11. November nicht aus.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Irish Times, Irish Independent, TheJournal.ie und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die Gespräche bei der WRC endeten am Freitag, 30. Oktober, ohne Einigung. Kevin Callinan sagte, eine Einigung, die die Mitglieder in einer Urabstimmung mittragen könnten, sei unwahrscheinlich; die Gewerkschaften wollen die übrigen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes am Montag, 2. November, unterrichten.
Liegt kein Vertragsentwurf vor, wird das ICTU Public Services Committee einen landesweiten Streik am Mittwoch, 11. November, mit Demonstrationen in Dublin und in regionalen Zentren erwägen. Der Ausschuss tagt am 2. November um 10 Uhr.
Die Gewerkschaften verweisen auf die Lücke zwischen Lohnsteigerungen und Inflation in den vergangenen fünf Jahren und fordern eine Lohnerhöhung für die zweite Jahreshälfte. Das vorherige Tarifabkommen lief im Juni aus.
Für einen Streik ist eine siebentägige Ankündigung erforderlich, im Gesundheitswesen sind es in der Regel drei Wochen – nach Auffassung der Gewerkschaften abgedeckt durch eine im vergangenen Monat zugestellte Ankündigung. Ein Dienst nach Vorschrift einfacher Gardaí ist vom 10. bis 14. November geplant.
- 2.11.Das ICTU Public Services Committee tagt um 10 Uhr, um einen Bericht über den Stand der Gespräche zu erhalten
- 10.11.Dienst nach Vorschrift einfacher Gardaí beginnt und läuft bis zum 14. November
- 11.11.Vorgeschlagener Termin für einen landesweiten Streik, falls kein Vertragsentwurf zustande kommt
Gespräche enden ohne Einigung
Vertreter der Regierung und Gewerkschaftsführer beendeten am Freitagabend, 30. Oktober, eine Sitzung bei der Workplace Relations Commission (WRC), ohne sich auf ein neues Tarifabkommen für den öffentlichen Dienst zu verständigen. Kevin Callinan, Generalsekretär der Gewerkschaft Fórsa, sagte, die Distanz zwischen beiden Seiten habe zu diesem Zeitpunkt nicht überbrückt werden können. Für das Wochenende waren keine weiteren Sitzungen geplant, daher will die Gewerkschaftsseite die übrigen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes am Montag, 2. November, unterrichten. Callinan sagte, er sehe keine Einigung, die die Mitglieder in einer Urabstimmung mittragen könnten:
„Es scheint derzeit nicht möglich, eine Einigung zu erzielen, die wir unseren Mitgliedern mit gutem Gewissen in einer Urabstimmung vorlegen könnten“
Auf die Frage, ob die WRC beide Seiten wieder unter einem von Kevin Foley geleiteten Ausschuss zusammenbringen könne, der eingerichtet wurde, um die Hindernisse auszuräumen, die den Beginn der Gespräche verhindert hatten, sagte Callinan, die Entscheidung liege bei der WRC. Er fügte hinzu, die Gewerkschaften würden sich an jedem eingeleiteten Verfahren beteiligen.
Die Lohnlücke steht im Zentrum des Streits
Die Gewerkschaften haben drei Forderungen aufgestellt: das Schließen der Lücke zwischen Lohnsteigerungen und Inflation in den vergangenen fünf Jahren, eine Lohnerhöhung für die zweite Jahreshälfte und Schutz vor Inflationsschüben während der Laufzeit eines neuen Abkommens. Das vorherige Tarifabkommen lief im Juni aus, und Sondierungsgespräche scheiterten, bevor formelle Verhandlungen begannen. Beamte des Ministeriums für öffentliche Ausgaben setzten sich am Montag, 19. Oktober, mit den Gewerkschaftsunterhändlern bei der WRC zusammen. Tánaiste Simon Harris hatte erklärt, er hoffe nach intensiven Gesprächen bei der WRC auf eine Einigung in den kommenden Tagen.
Hintergrund: der Streik vom 14. Oktober und Dienst nach Vorschrift
Mehr als 300.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, darunter Pflegekräfte und Lehrkräfte, beteiligten sich am 14. Oktober an einem landesweiten Streik. Schulen blieben geschlossen, Tausende nicht dringende Krankenhaustermine wurden verschoben, Fahrprüfungen und die meisten Gerichtsverhandlungen fielen aus. Ein zweiter Aktionstag wurde ausgesetzt, als die Gespräche begannen, doch die Arbeitskampfmaßnahmen gingen weiter, in mehreren Bereichen wurde Dienst nach Vorschrift geleistet. Zudem ist ein Dienst nach Vorschrift einfacher Gardaí aus Protest gegen ihre Arbeitsbedingungen vom Dienstag, 10. November, bis Samstag, 14. November, geplant – ein Zeitraum, der sich mit dem geplanten Streik überschneidet.
Der geplante Streik am 11. November
Liegt bei der Sitzung des ICTU Public Services Committee am Montag, 2. November, um 10 Uhr kein Vertragsentwurf vor, wird der Ausschuss einen landesweiten Streik am Mittwoch, 11. November, erwägen. Callinan, der den Ausschuss leitet und 19 Gewerkschaften vertritt, sagte, die Aktion würde aus einer Demonstration in Dublin sowie Demonstrationen in regionalen Zentren bestehen. Für einen Streik muss sieben Tage im Voraus benachrichtigt werden, die Vorbereitungen müssten daher in der Woche ab dem 2. November getroffen werden. Im Gesundheitswesen beträgt die erforderliche Frist in der Regel drei Wochen, doch die Gewerkschaften sind der Auffassung, dass die im vergangenen Monat zugestellte ursprüngliche Ankündigung und der andauernde Dienst nach Vorschrift sie abdecken. Der Streik würde auf den Tag vor der Ankunft der europäischen Staats- und Regierungschefs in Dublin zu einem Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft fallen – dem größten Ereignis der irischen EU-Ratspräsidentschaft.
Ausblick
Callinan sagte, er könne nicht sicher sein, ob diese Woche oder am Wochenende eine Einigung zustande komme. Er formulierte die Lage unverblümt:
„Wenn es uns bis zum Wochenende nicht gelingt, eine akzeptable Einigung zu erzielen, bleibt den Gewerkschaften keine andere Wahl, als die Aktionen auszuweiten.“
Die Sitzung am Montag wird entscheiden, ob ein Entwurf vorliegt und wie die Gewerkschaften weiter vorgehen. Der Streiktermin am 11. November bleibt von diesem Ergebnis abhängig.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The Irish TimesGespräche zwischen Gewerkschaften und Regierung über neuen Tarifvertrag enden ohne EinigungTalks between unions and Government over new pay deal finish without agreement · Original auf Englisch
- Irish IndependentEin weiterer landesweiter Streik im öffentlichen Dienst könnte nächsten Monat stattfinden, wenn keine Einigung erzielt wird, warnen GewerkschaftenAnother nationwide public sector strike could take place next month if no deal brokered, unions warn · Original auf Englisch
- TheJournal.ieGewerkschaften des öffentlichen Dienstes warnen, es gebe keine Alternative zu einem weiteren Streik, falls die Tarifgespräche scheiternPublic sector unions warn there is 'no alternative' to another strike if pay talks fail · Original auf Englisch
- RTE.ie„Ohne eine zufriedenstellende Einigung wird es einen weiteren Generalstreik geben“"D'uireasa margadh sásúil, beidh ollstailc eile ann" - ICTU · Original auf Irisch
- Kevin Callinan
- Generalsekretär von Fórsa und Vorsitzender des ICTU Public Services Committee, Sprecher der Gewerkschaften in den Tarifverhandlungen
- Simon Harris
- Tánaiste (stellvertretender Premierminister), der erklärte, er hoffe auf eine Einigung in den kommenden Tagen
- Kevin Foley
- Leitet den Ausschuss, der eingesetzt wurde, um die Schwierigkeiten zu lösen, die den Beginn der Gespräche verhindert hatten
- Orte
- Dublin
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen