Konflikte · Teheran

Iran befreit Schiffe aus Indien, China, Irak und Katar von Hormus-Beschränkungen

Teheran erklärt, Schiffe aus Indien, China, Irak und Katar dürften die Meerenge frei passieren, während Indien und China Durchgangsgebühren zahlen und katarische Schiffe kostenlos passieren. Analysten sehen politische und wirtschaftliche Motive hinter den Ausnahmen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Al Jazeera Online, rmf24.pl und Nasz Dziennik. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Teheran · Iran

Welche Schiffe ausgenommen sind

Iran hat seine Beschränkungen in der Straße von Hormus für Schiffe aus Indien, China, Irak und Katar aufgehoben, wie ein hochrangiger iranischer Abgeordneter gegenüber der Iranian Students' News Agency erklärte. Amir Hayat Moqaddam, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik des Parlaments, sagte, diese Schiffe würden ungehindert verkehren und auch amerikanische Kräfte hielten sie nicht auf. Ein Bericht unter Berufung auf das Portal Asia News erschien am 5. November, Al Jazeera folgte am 6. November. Die Ausnahmen betreffen vier Staaten, während die umfassendere Seeblockade gegen Iran bestehen bleibt. Ob irakische Schiffe eine Gebühr zahlen, sagte Moqaddam nicht.

„Schiffe aus diesen Ländern passieren frei, und auch die Amerikaner fangen sie nicht ab.“

Amir Hayat Moqaddam

Gebühren und was Teheran dafür erwartet

Indien und China zahlen nach Angaben Moqaddams Durchgangsgebühren an Teheran, während katarische Schiffe kostenlos passieren. Iran soll zudem Medikamente aus Indien und politische Rückendeckung aus China erhalten. Katar unterstützt Iran bereits diplomatisch und führt die Vermittlungsbemühungen zur Beendigung des Krieges an. Nader Hashemi, außerordentlicher Professor für Nahostpolitik an der Georgetown University, sagte, Iran erhebe höchstwahrscheinlich eine Durchgangsgebühr oder einen Anteil am Ladungswert, damit die Schiffe ohne Behinderung passieren könnten.

Öleinnahmen und die Sanktionsfrage

Wolfgang Pusztai, Sicherheits- und Verteidigungsanalyst und früherer Verteidigungsattaché Österreichs in Libyen, nannte den Schritt geschickt.

„Das ist aus mehreren Gründen ein geschickter Schachzug Teherans.“

Wolfgang Pusztai

Pusztai sagte, das Modell könne erhebliche Einnahmen bringen, da China fast 90 Prozent der gesamten iranischen Ölexporte kaufe. Auch Katars viele Abnehmer von Flüssigerdgas nannte er als Teil der Kalkulation. Rouzbeh Parsi, Iran-Analyst und assoziierter Forscher an der Universität Lund, merkte an, Iran stehe seit Langem unter Sanktionen, Tauschhandel sei also nichts Neues. Der Unterschied bestehe nun darin, dass versucht werde, ein Embargo aufzuweichen, um wichtige Güter und Dienstleistungen hinein- und hinauszubewegen; er stellte infrage, ob und in welchem Umfang diese Regelung funktioniere.

Hintergrund der Schließung

Iran hatte die Meerenge zu Beginn des US-israelischen Krieges gegen Iran, der am 28. Februar begann, faktisch geschlossen. Vor dem Konflikt liefen rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gasexporte durch die schmale Passage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Washington reagierte mit einer Seeblockade iranischer Häfen und verhängte diese Blockade im Juli erneut. Die Ausnahmen gelten damit innerhalb einer umfassenderen Beschränkung, die nicht aufgehoben wurde.

Was unklar bleibt

Die Berichterstattung stützt sich bei den Bedingungen der Regelung auf Moqaddams Darstellung. Die Höhe der Gebühren und der Umgang mit irakischen Schiffen werden in den Artikeln nicht genannt. Ob der Durchgang Bestand hat, solange die Blockade in Kraft bleibt, ist die zentrale offene Frage, und Parsis Zweifel daran, wie gut die Abmachungen funktionieren, bleibt der Punkt, den die Berichterstattung unbeantwortet lässt.

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