Wahlen · Athen

Famellos fordert SYRIZA-Rebellen auf, „Spielchen“ zu beenden – Polakis verlässt Parteitag

Parteipräsident Sokratis Famellos warnte abweichende Mitglieder, die Abstimmung des Zentralkomitees zur Unterstützung von Alexis Tsipras' linksgerichteter Koalition zu respektieren, während Pavlos Polakis die Sitzung des Politischen Sekretariats verließ und eine neue Führungsabstimmung forderte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von in.gr, H Kαθημερινή, iefimerida.gr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Σωκράτης Φάμελλος, CC BY 3.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. Juli 2026SYRIZA beginnt Treffen mit Kammern und Wirtschaftsverbänden
  2. August 2026Partei aktiviert und bereitet sich auf die Internationale Messe Thessaloniki vor
  3. September 2026Neue Sitzung des Zentralkomitees nach der Messe geplant

Interne Kluft vertieft sich

Sokratis Famellos, Präsident von SYRIZA, stellte den parteiinternen Dissidenten während der Sitzung des Politischen Sekretariats am Donnerstag ein Ultimatum und forderte die Mitglieder auf, die Entscheidung des Zentralkomitees vom 6. Juni zur Unterstützung von Alexis Tsipras' Hellenischer Linkskoalition (ELAS) zu respektieren. Die Spannungen kochten über, als Pavlos Polakis die Sitzung vor ihrem Abschluss verließ und der Führung vorwarf, eine „Sackgassenstrategie“ zu verfolgen, und auf eine sofortige erneute Einberufung des Zentralkomitees bestand. Der ebenfalls abweichende Nikos Pappas schloss sich der Kritik an, bezeichnete den Kurs der Partei als orientierungslos und warnte, dass die aktuellen Umfragewerte einen anderen Ansatz erforderten. Rena Dourou, eine weitere interne Kritikerin, argumentierte, dass getrennte Wahlzettel nicht unbedingt konfrontativ sein müssten, rief die Partei aber dazu auf, sich mit den verbliebenen Kräften neu aufzustellen und nach maximalen progressiven Allianzen zu suchen.

Famellos' Aufruf zur Disziplin

Der Parteipräsident bezeichnete die Abstimmung vom 6. Juni, die mit rund 75 % Zustimmung angenommen wurde, als „historische, klare und mutige Entscheidung“, die ohne endlose Nachverhandlungen umgesetzt werden müsse. Er wies wiederholte Forderungen nach neuen Sitzungen als „beispiellose Spielchen“ zurück, die den demokratischen Willen der Parteimitglieder verletzten.

„Es ist unvorstellbar, dass wir demokratisch etwas beschließen und dann, ab dem ersten Tag, einige unserer Führungskräfte so tun, als hätten sie es nicht verstanden, oder ihre Minderheitenmeinungen als die Entscheidung präsentieren.“

Sokratis Famellos, Präsident von SYRIZA-PS
Famellos bestand darauf, dass die kollektive Umsetzung der Entscheidung die beste Antwort auf Szenarien einer Auflösung oder Aussetzung des Parteibetriebs sei.

Die politische Agenda

Abgesehen vom internen Streit skizzierte Famellos die unmittelbaren Prioritäten der Partei, darunter Rechtsstaatlichkeitsfragen, Verfassungsrevision, ein neues Kommunalverwaltungsgesetz und die Bewältigung der Lebenshaltungskostenkrise, Arbeitsplätze und Wohnungsbau. Er kündigte an, dass SYRIZA ab Juli Treffen mit Wirtschaftskammern und -institutionen abhalten, ab August seine Vorbereitungen aktivieren und an der Internationalen Messe Thessaloniki (DETH) mit einem aktualisierten Wirtschaftsprogramm teilnehmen werde. Eine neue Sitzung des Zentralkomitees sei für September nach der Messe geplant. Er wies auch darauf hin, dass SYRIZA den progressiven Dialog fördere, und verwies auf die kürzliche „Kosmos“-Konferenz.

Unterschiedliche Ansichten zu ELAS

Polakis stellte nach Verlassen der Sitzung öffentlich in Frage, ob Famellos offiziell mit Tsipras bestätigt habe, dass ELAS zur Zusammenarbeit bereit sei, und sagte: „Man kann keine strategische Erklärung der Hellenischen Linkskoalition haben, die besagt, dass wir nicht mit Parteien zusammenarbeiten, nicht mit Abgeordneten, sondern nur mit Einzelpersonen sprechen, und trotzdem darauf bestehen.“

„Der katastrophale Kurs der Partei muss nach der unverständlichen Entscheidung des Zentralkomitees gestoppt werden.“

Pavlos Polakis, SYRIZA-Abgeordneter und führender interner Kritiker
Thanasis Theocharopoulos argumentierte in der Sitzung, dass die Partei ELAS „kritische Unterstützung“ biete, also sowohl Unterstützung als auch Kritik, und dass SYRIZA sich auf alle Szenarien vorbereiten müsse. Dourou fügte hinzu, dass Einigkeit angesichts der derzeitigen Haltung von ELAS nur nach Wahlen erreicht werden könne.

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