Wirtschaft · Villach und München
Infineon investiert 1,1 Milliarden Euro in Galliumnitrid-Chipwerk in Villach in Österreich
Der Chiphersteller baut in Kärnten die weltweit erste Großserienfertigung für Galliumnitrid-Leistungschips auf 300-mm-Wafern; die Produktion soll Ende 2027 anlaufen, dazu kommen 319 Mio. Euro staatliche Beihilfen mit EU-Genehmigung.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, The Next Web, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Infineon investiert 1,1 Milliarden Euro am Standort Villach in Kärnten; die Ausgaben laufen bis 2034, die Produktion soll Ende 2027 starten.
Die Europäische Kommission genehmigte 319 Millionen Euro Beihilfen nach dem EU-Chips-Gesetz, das österreichische Wirtschaftsministerium muss noch förmlich zustimmen.
Jeder 300-mm-Wafer trägt 2,3-mal so viele Chips wie ein 200-mm-Wafer; Infineon fertigte 2024 erstmals 300-mm-GaN-Wafer.
- Ende 2027Geplanter Produktionsstart
- 2031Geschätzter weltweiter GaN-Chipmarkt erreicht 3,5 Milliarden Euro
- 2034Geplantes Ende der Investitionsperiode
Die Investition und ihr Umfang
Infineon investiert 1,1 Milliarden Euro in seinen Standort Villach in Kärnten, Österreich, um dort nach eigenen Angaben die weltweit erste Großserienfertigung für Leistungschips aus Galliumnitrid (GaN) aufzubauen. Der Münchner Konzern kündigte den Plan am Dienstag, 27. Oktober 2026, an; die Ausgaben reichen nach seinen Angaben bis 2034. Statt eines Neubaus wird Infineon die neuen Linien in bereits betriebene Reinräume in Villach integrieren – eine Entscheidung, die den Ausbau nach Konzernangaben günstiger macht als eine neue Fabrik. Bloomberg berichtet, die 1,1 Milliarden Euro (1,2 Milliarden Dollar) würden über acht Jahre ausgegeben. Sobald die Linien laufen, will das Unternehmen die Produktion im Gleichschritt mit der Nachfrage hochfahren.
Warum Galliumnitrid zählt
Die meisten Leistungschips, die den Stromfluss in Geräten von Ladegeräten bis zu Servern steuern, werden noch immer aus Silizium gefertigt. Infineon zufolge schalten GaN-Bauteile schneller und verschwenden weniger Energie, was sie überall dort nützlich macht, wo große Leistungen effizient bewältigt werden müssen. Das Unternehmen richtet die Chips auf KI-Rechenzentren, Energienetze, Elektroautos und Roboter aus. Der Wechsel von 200-mm- auf 300-mm-Wafer soll die Produktionskosten senken, da jeder Wafer 2,3-mal so viele Chips liefert. Infineon fertigte 2024 erstmals 300-mm-GaN-Wafer. Schätzungen zufolge wird der weltweite GaN-Chipmarkt bis 2031 auf 3,5 Milliarden Euro wachsen, ein Anstieg um das Sechsfache.
Zur Nachfrage nach Galliumnitrid sagte Hanebeck:
„Die Welt hat Hunger nach Energie.“
Er verknüpfte das Werk mit der weiteren Verbreitung des Materials und sagte:
„Damit ebnen wir den Weg dafür, dass Galliumnitrid in vielen Schlüsselanwendungen breit genutzt wird, etwa in der KI, in der Energieinfrastruktur, in der Elektromobilität und in der Robotik.“
Finanzierung und Zeitplan
Die Produktion soll Ende 2027 beginnen, das Investitionsprogramm läuft bis 2034. Die Europäische Kommission genehmigte 319 Millionen Euro staatliche Beihilfen nach dem EU-Chips-Gesetz, das österreichische Wirtschaftsministerium muss noch die förmliche Zustimmung erteilen. Bundeskanzler Christian Stocker erläuterte die Subvention und verwies auf die Vorteile für die österreichische Wirtschaft. Das Projekt reiht sich in weitere EU-geförderte Chipfabriken ein, darunter das TSMC-Werk in Dresden.
Stocker betonte den Beschäftigungseffekt:
„Jeder Arbeitsplatz bei Infineon sichert fast drei weitere in Österreich.“
- Gesamtinvestition
- 1100 Mio. €
- Staatliche Beihilfe nach dem EU-Chips-Gesetz
- 319 Mio. €
Daten aus dem Artikeltext
Belegschaft, Strategie und Märkte
Hanebeck nannte die Qualifikation der Belegschaft und ein verlässliches politisches Umfeld als ausschlaggebend dafür, dass die Entscheidung zugunsten von Villach fiel. Infineon beschäftigt in Villach rund 4.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und in ganz Österreich etwa 5.800, nannte aber keine Zahl für die Arbeitsplätze, die die neue Linie schaffen würde. Vor drei Jahren kaufte Hanebeck den kanadischen Chipdesigner GaN Systems für 830 Millionen Dollar, im Sommer eröffnete er ein 5 Milliarden Euro teures Werk in Dresden. GaN ist weiterhin deutlich teurer als vergleichbare Mengen Silizium, größere Wafer sollen die Stückkosten senken. Die Aktie legte am Dienstag im frühen Frankfurter Handel um knapp unter 1 Prozent zu. Zuvor hatte das Papier seit Mitte Juni rund 40 Prozent verloren.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- tagesschau.deInfineon baut für über eine Milliarde Euro Werk in Österreich aus
- The Next WebInfineon investiert 1,1 Mrd. Euro in österreichisches Werk für Galliumnitrid-ChipsInfineon to invest €1.1bn in Austrian plant for gallium nitride chips · Original auf Englisch
- N-tv"Damit ebnen wir den Weg": Infineon plant Milliarden-Investition in Österreich
- Bloomberg BusinessInfineon investiert 1,1 Milliarden Euro in wichtige österreichische ChipfabrikInfineon to Invest €1.1 Billion in Key Austrian Chip Factory · Original auf Englisch
- Christian Stocker
- Österreichischer Bundeskanzler, der die staatliche Beihilfe und ihre Vorteile für Österreich erläuterte
- Orte
- Österreich, München
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