TSMC meldet sechsten Rekordquartalsgewinn in Folge dank KI-Chipnachfrage
Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. hat für Juli bis September einen Nettogewinn von 763,1 Milliarden NT$ ausgewiesen, rund 69 Prozent mehr als im Vorjahr und über den Analystenprognosen. Für das vierte Quartal stellt das Unternehmen einen Umsatz von 52,3 bis 54,3 Milliarden US-Dollar in Aussicht.
Rekordgewinn dank KI-Chipnachfrage
Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) hat für Juli bis September einen Nettogewinn von 763,1 Milliarden NT$ (rund 23,6 Milliarden US-Dollar) ausgewiesen, etwa 69 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Wert übertraf die LSEG-SmartEstimate von 746,3 Milliarden NT$, die aus den Schätzungen von 16 Analysten ermittelt wurde, und markiert den sechsten Quartalsrekord in Folge für das Unternehmen. Der Umsatz des Quartals stieg um 51 Prozent auf 1,49 Billionen NT$, die Bruttomarge erreichte 66,4 Prozent. Aufträge für KI-Rechenzentren, vor allem in den Vereinigten Staaten, trieben die Zuwächse, und der Chiphersteller zählt Nvidia, AMD und Apple zu seinen Kunden.
- Q2 2026
- 706.6 Mrd. NT$
- Q3 2026
- 763.1 Mrd. NT$
Ausblick und Investitionen
Für das vierte Quartal erwartet TSMC einen Umsatz von 52,3 bis 54,3 Milliarden US-Dollar und eine Bruttomarge von 65 bis 67 Prozent, eine Spanne im Rahmen der Markterwartungen. Die Prognose für die Investitionen 2026 beließ das Unternehmen bei 60 bis 64 Milliarden US-Dollar. Derzeit baut oder erneuert TSMC 20 Fabriken gleichzeitig, und die geplanten US-Investitionen in Arizona belaufen sich auf insgesamt 265 Milliarden US-Dollar, einschließlich weiterer 100 Milliarden US-Dollar, die im Juli vorgestellt wurden. Der Morgan-Stanley-Analyst Charlie Chan sagte, diese Summe könne angesichts der schnell wachsenden Nachfrage nicht ausreichen. Reuters berichtete im September, TSMC prüfe eine mögliche Investition in Texas.
Aktien und der breitere KI-Ausverkauf
Die in Taipeh notierten Aktien von TSMC schlossen vor der Veröffentlichung 2 Prozent niedriger, im Zuge eines breiteren Ausverkaufs im Technologiesektor. Anleger befürchten, dass weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve die zinssensiblen KI-Aktien belasten könnten. Die Aktien von Samsung Electronics und SK Hynix fielen um mehr als 10 Prozent. Das Handelsblatt berichtete, der Kurs von Samsung habe am Donnerstagmorgen bei 214.500 Won gelegen, 20 Prozent unter dem Stand der Vorwoche und 42,7 Prozent unter dem Allzeithoch vom Juli, obwohl Samsung am 8. Oktober vorläufige Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht hatte. Gartner prognostiziert, dass die Branche zwischen 2026 und 2030 rund 7 Billionen US-Dollar in KI-Infrastruktur investieren, aber nur 3,6 Billionen US-Dollar mit ihren Rechenzentren verdienen wird. Intel-Chef Lip-Bu Tan bezeichnete auf einer Konferenz in Singapur das Kapital und dessen Kosten als größte Herausforderung. Die Rendite unbesicherter Anleihen des KI-Cloud-Anbieters CoreWeave erreichte diese Woche 15 Prozent.
- TSMC stellt zusätzliche Investitionen von 100 Milliarden US-Dollar für Arizona vor
- Reuters berichtet, TSMC prüfe eine mögliche Investition in Texas
- Samsung Electronics veröffentlicht vorläufige Ergebnisse für das dritte Quartal
- ASML gibt einen optimistischen Ausblick
- TSMC meldet den sechsten Quartalsrekordgewinn in Folge
Terafab und Texas
Tesla-Chef Elon Musk hat erklärt, seine Unternehmen würden den KI-Chipkomplex Terafab bauen und betreiben, und TSMC könne einen Teil davon untervermieten. Bloomberg berichtete, TSMC führe Gespräche über eine Zusammenarbeit mit dem Terafab-Projekt, doch der Chiphersteller betonte, er müsse in jeder Allianz die Kontrolle über seine Chipfertigung behalten.
