Fußball · Manchester, Zürich und Frankfurt

Spitzen der europäischen Fußballligen fordern grundlegende FIFA-Governance-Reform vor der Wahl 2027

Die Spitzen der Premier League, La Liga, Serie A und Bundesliga gaben eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ein dauerhaftes Gremium der Interessengruppen und verfassungsrechtliche Grenzen der Exekutivgewalt fordern.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RFI, il Giornale.it, Il Fatto Quotidiano und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Manchester, Zürich, Frankfurt, Madrid · Vereinigtes Königreich, Schweiz, Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 25.09.Bundesliga, Premier League, La Liga und Serie A veröffentlichen gemeinsames Reformmanifest
  2. 18.11.Bewerbungsschluss für Kandidaten zur FIFA-Präsidentschaftswahl
  3. März 2027FIFA hält Präsidentschaftswahl ab, während Infantino eine weitere Amtszeit anstrebt

Vier europäische Ligen fordern strukturelle Reformen

Die Führungskräfte der deutschen Bundesliga, der englischen Premier League, der spanischen La Liga und der italienischen Serie A veröffentlichten am 25. September 2026 einen gemeinsamen Brief, in dem sie eine umfassende Umstrukturierung der FIFA-Governance forderten. Das zwei Seiten umfassende Manifest mit dem Titel „Um den Fußball zu einen, muss sich die FIFA reformieren“ wurde von Marc Lenz, Richard Masters, Javier Tebas und Luigi De Siervo als Gründungsmitgliedern der European Leagues und der World Leagues Association unterzeichnet. Die Unterzeichner argumentierten, dass die bestehende Verwaltungsstruktur übermäßige regulatorische, kommerzielle und politische Befugnisse im Amt des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino ohne ausreichende Aufsicht konzentriere. Um die Entscheidungsfindung auszugleichen, schlugen die Ligen die Einrichtung eines ständigen repräsentativen Gremiums vor, das nationale Verbände, nationale Wettbewerbe, Vereine und Spielergewerkschaften sowohl im Männer- als auch im Frauenfußball umfasst. Dieser vorgeschlagene Rat würde obligatorische Konsultationsrechte erhalten und direkt an der Genehmigung neuer internationaler Initiativen und Spielpläne beteiligt sein.

Zusammenbruch des kommerziellen Investitionsvehikels

Die koordinierte Herausforderung erfolgt im Anschluss an die Aufgabe der FIFA Forward Enterprise, einer vorgeschlagenen kommerziellen Tochtergesellschaft, die die FIFA am 28. Juli 2026 angekündigt hatte. Im Rahmen dieses Vorschlags plante die FIFA, 20 % der kommerziellen und Übertragungsrechte für zukünftige Ausgaben der Männer-Weltmeisterschaft und der erweiterten Klub-Weltmeisterschaft an private externe Investoren zu übertragen. Die Initiative stieß auf einhelligen Widerstand der kontinentalen Verbände, darunter der UEFA in Europa, der CONCACAF in Nord- und Mittelamerika und der Asiatischen Fußball-Konföderation, was Infantino im Sommer dazu veranlasste, den Plan zurückzuziehen. In ihrer gemeinsamen Erklärung bezeichneten die vier Ligen das Investitionsschema als einen der schwerwiegendsten Machtmissbräuche in der Geschichte der Organisation. Sie wiesen Infantinos anschließendes Angebot einer externen Überprüfung und Konsultationen zurück und argumentierten, dass oberflächliche Verfahrensänderungen nicht die institutionellen Mängel beheben, die die Schaffung des kommerziellen Vehikels ermöglichten.

Disziplinarische Entscheidungen und politische Einflussnahme

Über die kommerzielle Expansion hinaus nannten die Ligen auch Bedenken hinsichtlich politischer Einflussnahme in regulatorischen und rechtlichen Angelegenheiten und verwiesen auf Disziplinarverfahren der jüngsten Weltmeisterschaft in Nordamerika. Das Disziplinarkomitee der FIFA hatte den Stürmer der US-Nationalmannschaft, Folarin Balogun, nach einer Roten Karte gesperrt, was ihn von einem Achtelfinalspiel gegen Belgien ausgeschlossen hätte. Die Sperre wurde anschließend aufgehoben, nachdem der US-Präsident Donald Trump Infantino kontaktiert hatte, um eine Überprüfung des Verbots zu beantragen – ein Austausch, den Trump später öffentlich bestätigte. Die Ligen bestanden darauf, dass Disziplinarkomitees mit nachgewiesener Autonomie gegenüber exekutivem Druck arbeiten müssen. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Bernd Neuendorf, äußerte ähnliche Bedenken hinsichtlich der administrativen Unabhängigkeit, als er sich zur jüngsten Führung des Weltverbandes äußerte.

„Das Vertrauensverhältnis zu Infantino und der FIFA-Führung ist zerstört.“

Bernd Neuendorf, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes

Fristen vor der Präsidentschaftswahl 2027

Die vier Ligen skizzierten spezifische Governance-Benchmarks, die sich an die Kandidaten richten, die bei der für März 2027 angesetzten FIFA-Präsidentschaftswahl antreten. Infantino hat seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit bestätigt, während die UEFA sich darauf vorbereitet, vor der Nominierungsfrist am 18. November 2026 einen Gegenkandidaten zu präsentieren. Die Ligen forderten alle potenziellen Kandidaten auf, sich zu verpflichten, innerhalb der ersten 100 Tage der nächsten Präsidentschaft einen globalen Governance-Kongress einzuberufen. Dieser Kongress, der von einer unabhängigen Vorsitzenden oder einem unabhängigen Vorsitzenden geleitet werden soll, würde die Mitgliedsverbände und breitere Fußball-Interessengruppen zusammenbringen, um innerhalb von sechs Monaten einen verbindlichen öffentlichen Bericht zu erstellen. Die Ligen forderten außerdem, dass künftige Turniererweiterungen oder Terminplanänderungen vor einer formellen Abstimmung veröffentlichten, unabhängigen Bewertungen unterzogen werden müssen, die ihre Auswirkungen auf das Wohlergehen der Spieler, die Vereinsfinanzen und die Spielpläne der nationalen Ligen untersuchen.

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