Fußball · Zürich

FIFA lässt Council-Mitglieder vertrauliche FFE-Dokumente in Zürich einsehen

FIFA will Council-Mitgliedern Einblick in zentrale Dokumente zum aufgegebenen FFE-Investorenplan gewähren – allerdings nur persönlich in der Zentrale in Zürich und unter strengen Auflagen. Interessenten müssen sich bis zum 16. November melden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Telegraph, The Independent, The New York Times und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Zürich · Schweiz
Wie es dazu kam
  1. 18.11.Frist für die Einreichung von Bewerbungen
  2. 23.11.Außerordentlicher FIFA-Kongress zur Vergabe der Frauen-Weltmeisterschaften 2031 und 2035
  3. 16.12.Nächste Sitzung des FIFA Council

Dokumente für die Council-Mitglieder

FIFA hat zugesagt, Mitgliedern seines Council zentrale Dokumente zum aufgegebenen Vorschlag einer FIFA Forward Enterprise (FFE) zugänglich zu machen. In einem am Montag, 2. November, versandten Schreiben lud Generalsekretär Mattias Grafstrom die Council-Mitglieder ein, das Material einzusehen. Wer Zugang erhalten will, muss sich bis zum 16. November anmelden und in die FIFA-Zentrale nach Zürich in der Schweiz reisen, wo die Einsichtnahme nur unter bestimmten Auflagen gestattet ist, die der Vertraulichkeit dienen. Nach Angaben von Quellen ist noch unklar, wie viele Dokumente und welche davon die Mitglieder sehen dürfen, da das laufende Gerichtsverfahren der UEFA in den Vereinigten Staaten rechtliche Grenzen setzt. Vorerst betrifft das Material ausschließlich die FFE; eine umfassendere Antwort auf den übrigen Teil des UEFA-Briefs wird zu gegebener Zeit erwartet.

Der FFE-Plan und die Fragen der UEFA

Gianni Infantino wollte FFE schaffen, um die kommerziellen Interessen der Weltmeisterschaft und der übrigen FIFA-Wettbewerbe zu vermarkten, wobei private Investoren eine Minderheitsbeteiligung halten sollten. Drei Kontinentalkonföderationen lehnten den Plan ab, und die UEFA drohte mit einem Boykott der FIFA-Wettbewerbe, woraufhin der Plan im August aufgegeben wurde. Am 19. Oktober schrieb UEFA-Generalsekretär Theodore Theodoridis im Namen der europäischen Mitglieder des FIFA Council an Grafstrom und legte 42 Punkte dar, zu denen Klarheit gefordert wurde. Zu den Fragen gehörte die Entscheidung, Thrive Capital die Exklusivität für die Führung der FFE-Investorengruppe zu geben – eine Firma, die von Joshua Kushner gegründet wurde, dem Bruder des Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump. Der Brief verlangte zudem die Offenlegung von Dokumenten im Disziplinarverfahren gegen Folarin Balogun und Zusicherungen im Umgang mit möglichen Interessenkonflikten. Quellen gehen davon aus, dass die FIFA das Zwei-Wochen-Fenster für die Beantwortung aller 42 Punkte für nicht machbar hält.

Frist verstreicht ohne Antwort

Die UEFA hatte substanzielle Antworten bis zum 2. November verlangt; bis Montagmittag mitteleuropäischer Zeit war bei ihr keine Antwort eingegangen. Die Council-Mitglieder hatten ihre Bedenken erstmals persönlich bei der Sitzung des FIFA Council am 15. Oktober vorgebracht, und die Vorsitzende des englischen Fußballverbands und FIFA-Vizepräsidentin Debbie Hewitt sagte, die Mitglieder seien damals gebeten worden, ihre Fragen schriftlich einzureichen. Theodoridis formulierte in seinem Brief unmissverständlich, worum es geht.

„Diese Fragen verlangen jetzt Antworten.“

Theodore Theodoridis, UEFA-Generalsekretär

Am 20. Oktober erklärte ein FIFA-Sprecher, die Organisation beabsichtige, die Fragen der Council-Mitglieder zu beantworten, werde interne Dokumente aber nicht mit den Medien erörtern. Der Sprecher fügte hinzu:

„Die Governance-Regeln der FIFA sehen vor, dass Sitzungen des Council und die dazugehörigen Unterlagen vertraulich sind.“

FIFA

Wie es weitergeht

Der FIFA Council tritt erst am 16. Dezember wieder zusammen. Bewerbungen für die FIFA-Präsidentschaftswahl müssen bis zum 18. November eingereicht werden. Ein außerordentlicher FIFA-Kongress am 23. November vergibt die Ausrichtung der Frauen-Weltmeisterschaften 2031 und 2035; zudem bereitet die FIFA die erste U-15-Weltmeisterschaft in Aserbaidschan vor, an der 189 Nationen und 3.000 Spieler teilnehmen. Die UEFA hat zugesagt, einen glaubwürdigen Gegenkandidaten zu Infantino für die im März anstehende Präsidentschaftswahl zu benennen.

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