BerichtUS-Zwischenwahlen

Wahlen · Austin und McAllen

Demokratin Gina Hinojosa gewinnt laut Prognosen das Rennen um das Gouverneursamt in Texas gegen Greg Abbott

Die Demokratin Gina Hinojosa wird laut Prognosen den Republikaner Greg Abbott ablösen, der eine vierte Amtszeit anstrebte. Auch James Talarico wird als Sieger im Senatsrennen in Texas gesehen. Hinojosas Sieg beendet mehr als drei Jahrzehnte ohne einen landesweiten Wahlsieg der Demokraten in Texas.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von in.gr, EL PAÍS, Tgcom24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Austin, McAllen · Vereinigte Staaten

Ein demokratischer Überraschungssieg in Texas

Die Demokratin Gina Hinojosa wird laut Prognosen das Rennen um das Gouverneursamt in Texas gewinnen und damit den Republikaner Greg Abbott besiegen, der eine vierte aufeinanderfolgende Amtszeit anstrebte. Die Prognose stammt aus den Hochrechnungen der Sender CNN und NBC. Bei 67,7 % ausgezählter Stimmen lagen die AP-Zahlen laut El País bei 57 % für Hinojosa und 41,8 % für Abbott. Eine frühere Auszählung, über die Bloomberg berichtete, zeigte bei 66 % ausgezählten Stimmen 57 zu 42 Prozent.

Stimmenanteile im Gouverneursrennen in Texas%
Gina Hinojosa (Demokratin)
57 %
Greg Abbott (Republikaner)
41.8 %

Daten aus dem Artikeltext

Wer Hinojosa ist

Hinojosa, 52, wurde laut El Mundo 1973 in McAllen geboren und wuchs in Brownsville nahe der mexikanischen Grenze auf. Sie ist die Tochter von Gilberto Hinojosa, ebenfalls Politiker, und begann ihre Karriere als Bürgerrechtsanwältin. Nach vier Jahren im Schulrat von Austin gewann sie 2016 einen Sitz im Repräsentantenhaus von Texas, den sie seit 2017 innehat. Sie hat sich kritisch zu Schulgutscheinen und den standardisierten STAAR-Tests geäußert. Ihr Wahlkampf konzentrierte sich laut El País auf Bildung, Korruption, den Ausbau von Rechenzentren in Texas und niedrigere Grundsteuern. Im Gespräch mit der New York Times im September sagte sie, die allgemeine Auffassung sei gewesen, dass niemand Abbott schlagen könne, doch sie habe dennoch kandidiert, weil sie keinen anderen Demokraten gesehen habe, der es versuchen wollte. Das Rio Grande Valley, das 2024 Donald Trump unterstützt hatte, kehrte zu den Demokraten zurück – ein Wandel, den Diário de Notícias als entscheidend dafür bezeichnete, die jüngsten Zugewinne der Republikaner bei hispanischen Wählern zu stoppen.

Geld und Vorsprung

Hinojosa gab laut El Mundo 36,8 Millionen Dollar im Wahlkampf aus, Abbott 281 Millionen Dollar – etwa ein Achtel seines Budgets. Abbott hatte als Gouverneur nie eine Wahl verloren und war zwölf Jahre im Amt. El Mundo führte das Ergebnis zu einem großen Teil auf eine Protestwahl gegen Abbott und den Trumpismus zurück, getrieben von der Wirtschaftslage und hohen Benzinpreisen. Zugeschrieben wurde es auch Hinojosas populistischem statt progressivem Auftreten, das auf unentschlossene Wähler zielte. Nach dieser Zählung lag sie mit rund einer Million Stimmen vor Abbott.

Wahlkampfausgaben im Gouverneursrennen in TexasMio. USD
Gina Hinojosa (Demokratin)
36.8 Mio. USD
Greg Abbott (Republikaner)
281 Mio. USD

Daten aus dem Artikeltext

Das Senatsrennen und die weitere Bilanz

James Talarico, 37, wird laut Prognosen das Rennen um einen Sitz im US-Senat in Texas gewinnen und dabei den Republikaner Ken Paxton besiegen, den Generalstaatsanwalt des Bundesstaates. Sollte sich das bestätigen, wäre er der erste Demokrat, der seit 38 Jahren – seit Lloyd Bentsens Wiederwahl 1988 – aus Texas in den US-Senat gewählt wird, und der erste Demokrat, der seit 1994 ein landesweites Rennen in Texas gewinnt. Donald Trump hatte Texas 2024 mit rund 14 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen. Talarico trat gemeinsam mit Hinojosa im ganzen Bundesstaat auf, und demokratische Größen pumpten in der Schlussphase Geld in ihren Wahlkampf.

In den Bundesstaaten, in denen am Dienstag, dem 3. November, Gouverneurswahlen stattfanden, lagen die Demokraten nach der am frühen Mittwoch, dem 4. November, verfügbaren Auszählung in 10 und die Republikaner in 5 vorn. Die Demokraten hatten in dieser Zählung zudem vier Bundesstaaten hinzugewonnen.

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