Regierung · Jerusalem
Herzog beginnt nach beglaubigten israelischen Wahlergebnissen Koalitionsgespräche – Eisenkot erhält Rückhalt arabischer Partei
Israels Präsident Isaac Herzog hat am Mittwoch die beglaubigten Ergebnisse der Wahl vom 27. Oktober angenommen und Konsultationen zur Regierungsbildung begonnen. Raam, eine der beiden arabisch geführten Parteien, erklärte, sie werde den Zentristen Gadi Eisenkot für die Bildung der nächsten Regierung empfehlen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von POLITICO, Spiegel Online, La Libre.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Herzog nahm am 4. November die beglaubigten Ergebnisse der Wahl vom 27. Oktober als rechtsverbindlich an; die Konsultationen der Parteien dauern bis Donnerstagabend.
Netanjahus Block kommt auf 53 Sitze, der Oppositionsblock um Eisenkot auf 48, Raam und die Vereinigte Liste zusammen auf 19 – zu wenig für die 61 Sitze, die für eine Mehrheit nötig sind.
Raam erklärte, ihre Fraktion habe beschlossen, Eisenkot zu empfehlen; laut 7sur7 bringt das seinen Block auf 56 Sitze, laut Spiegel sind es mit beiden arabisch geführten Parteien 67.
Netanjahu und seine Anhänger erheben unbegründete Vorwürfe, arabisch geführte Parteien hätten die Wahl gestohlen, während die Opposition ihm vorwirft, ein Ergebnis diskreditieren zu wollen, das er nicht gewonnen hat.

- 27.10.Parlamentswahl findet statt
- 4.11.Herzog nimmt die beglaubigten Ergebnisse als rechtsverbindlich an
- 4. November, Erklärung von RaamRaam erklärt, sie werde Gadi Eisenkot für die Bildung der nächsten Regierung empfehlen
- 5.11.Konsultationen mit den Parteivertretern sollen am Donnerstagabend enden
Beglaubigte Ergebnisse und erste Konsultationen
Am Mittwoch, dem 4. November, nahm Israels Präsident Isaac Herzog die beglaubigten Ergebnisse der Parlamentswahl vom 27. Oktober als rechtsverbindlich an. Der Vorsitzende des Zentralen Wahlausschusses, Noam Solberg, übergab ihm die Ergebnisse. Anschließend begann Herzog mit den Konsultationen der Parteivertreter, die bis Donnerstagabend in seiner Residenz in Jerusalem dauern sollen. Er erklärte, er wolle offene, aufrichtige und kritische Gespräche führen und den Parteien schwierige Fragen stellen. Eine Neuwahl wolle er nach Möglichkeit vermeiden.
Die Annahme der Ergebnisse war ein Rückschlag für Benjamin Netanjahus Bemühungen, die Wahl zu diskreditieren, bei der er und seine Verbündeten ihre Mehrheit in der Knesset verloren. Herzog brachte die Lage deutlich auf den Punkt.
„Die Wahlen sind vorbei. Jetzt ist die Zeit, sich der Realität zu stellen.“
Sitze und Blöcke
Die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu gewann 27 der 120 Sitze und damit die meisten Mandate aller Parteien. Gadi Eisenkots Partei Jaschar kam mit 21 Sitzen auf den zweiten Platz, und beide führenden Parteien sind Bündnisse mit kleineren Partnern eingegangen. Netanjahus rechtsreligiöser Block kommt auf 53 Sitze, der Oppositionsblock um Eisenkot auf 48. Raam und die Vereinigte Liste gewannen zusammen 19 Sitze, und keine der beiden Seiten erreichte die 61 Sitze, die für eine Mehrheit in der Knesset nötig sind.
- Block Netanjahu
- 53 Sitze
- Oppositionsblock Eisenkot
- 48 Sitze
- Arabisch geführte Parteien (Raam und Vereinigte Liste)
- 19 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
- Likud
- 27 Sitze
- Jaschar
- 21 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Raam unterstützt Eisenkot
Am Mittwoch erklärte Raam, ihre Fraktion habe beschlossen, Eisenkot für die Bildung der nächsten Regierung zu empfehlen, und sie wolle diese Empfehlung am Donnerstag Herzog vorlegen. Laut 7sur7 würden Raams acht Sitze Eisenkots Block auf 56 Sitze bringen und damit über die 53 Sitze von Netanjahus Block heben. Der Spiegel rechnet vor, dass Eisenkots Allianz mit der Unterstützung beider arabisch geführter Parteien 67 Sitze erreichen könnte. Die Oppositionsparteien sind sich uneinig darüber, ob arabische Parteien an einer Regierung beteiligt sein sollten.Die Times of Israel berichtete unter Berufung auf 7sur7, die Vereinigte Liste könnte sich enthalten, statt Eisenkot offen zu unterstützen.
Netanjahu-Lager bestreitet das Ergebnis und regionale Spannungen
Netanjahu und seine Anhänger haben wiederholt unbegründete Behauptungen aufgestellt, arabisch geführte Parteien hätten die Wahl gestohlen, möglicherweise mit ausländischer Hilfe. Das Netanjahu-Lager wirft den arabischen Parteien, die 19 Sitze gewannen, massiven Betrug vor. Die Opposition hält dem Ministerpräsidenten vor, er versuche eine Wahl zu diskreditieren, die er nicht gewonnen habe. Die Gespräche finden vor dem Hintergrund angespannter regionaler Lage im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt statt, die sich verschärfen könnte, falls neue Angriffe auf den Iran erfolgen – Angriffe, die Netanjahu befürwortet. Eisenkot erklärte auf X, unter seiner Führung werde die Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten erneuert und gestärkt, und er äußerte den Wunsch, konstruktiv mit Präsident Donald Trump zusammenzuarbeiten.
Wie es weitergeht
Nach den Konsultationen wird Herzog entscheiden, wen er mit der Regierungsbildung beauftragt, und diese Wahl muss nicht auf den Vorsitzenden der größten Partei fallen. Der Spiegel berichtet von Erwartungen, dass Eisenkot das Mandat zuerst erhalten könnte, weil er möglicherweise die meisten Empfehlungen bekommt. Demonstranten in Israel haben eine Koalition mit den arabischen Parteien gefordert. Die Empfehlung von Raam soll Herzog am Donnerstag vorgelegt werden – am selben Tag, an dem die Konsultationen enden sollen.
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- 04.11Herzog begann Koalitionskonsultationen; Raam will Eisenkot als nächsten Premierminister empfehlen
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Quellen und Kontext
- POLITICOIsraels Präsident unternimmt erste Schritte zur Bildung einer neuen RegierungIsrael's president takes first steps on building new government · Original auf Englisch
- Spiegel OnlineIsrael: Präsident Isaac Herzog sucht Regierungschef, arabische Partei unterstützt Eisenkot
- La Libre.beParlamentswahlen in Israel: Eisenkot verpflichtet sich zur Erneuerung der Beziehungen zu Washington, falls er Premierminister wirdLégislatives en Israël : Eisenkot s'engage à renouveler les relations avec Washington s'il devient Premier ministre · Original auf Französisch
- La Libre.beParlamentswahlen in Israel: Die arabische Partei Raam empfiehlt den Zentristen Eisenkot für die Bildung der nächsten RegierungElections législatives en Israël : le parti arabe Raam recommande le centriste Eisenkot pour former le prochain gouvernement · Original auf Französisch
- Isaac Herzog
- Israels Präsident, der die beglaubigten Wahlergebnisse annahm und die Konsultationen zur Regierungsbildung leitet
- Benjamin Netanyahu
- Ministerpräsident, dessen Likud-Partei 27 Sitze gewann und dessen Block 53 Sitze hält
- Gadi Eisenkot
- Ehemaliger Generalstabschef und Vorsitzender der Partei Jaschar sowie des Oppositionsblocks, von Raam für die Bildung der nächsten Regierung empfohlen
- Noam Solberg
- Vorsitzender des Zentralen Wahlausschusses, der dem Präsidenten die beglaubigten Ergebnisse übergab
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