Musik · Göteborg, Leipzig und Dresden
Dirigent Herbert Blomstedt stirbt mit 99 Jahren in Göteborg, Schweden, zu Hause im Kreise seiner Familie
Der schwedische Dirigent Herbert Blomstedt ist zu Hause in Göteborg im Kreise seiner Familie gestorben, wie das Leipziger Gewandhaus und seine Agentur mitteilten. Er leitete die Sächsische Staatskapelle Dresden und das NDR Sinfonieorchester und war Ehrendirigent in Leipzig.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von newsORF.at, RP Online, tagesschau.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Blomstedt starb am 4. November 2026 im Alter von 99 Jahren in Göteborg, wie das Leipziger Gewandhaus und seine Agentur Künstlersekretariat am Gasteig mitteilten.
Von 1998 bis 2005 war er Gewandhauskapellmeister in Leipzig, ab 1975 leitete er die Sächsische Staatskapelle Dresden, und von 1996 bis 1998 war er Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters.
Laut NDR wollte Blomstedt bis ins hohe Alter dirigieren, musste sich aber aus gesundheitlichen Gründen von der Bühne zurückziehen.

- 2017Erhält die Ehrenmedaille der Stadt Leipzig
- 2022Erhält das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland
- 4.11.Stirbt im Alter von 99 Jahren zu Hause in Göteborg
Tod zu Hause in Göteborg
Herbert Blomstedt starb am 4. November 2026 im Alter von 99 Jahren in Göteborg, Schweden. Das Leipziger Gewandhaus gab seinen Tod bekannt, und seine Agentur, das Künstlersekretariat am Gasteig, teilte mit, er sei friedlich zu Hause im Kreise seiner Familie gestorben. Er wurde in den Vereinigten Staaten geboren, gilt aber als Schwede.
Verbindungen zu Leipzig und Dresden
Blomstedt war von 1998 bis 2005 Gewandhauskapellmeister in Leipzig und wurde später Ehrendirigent des Orchesters. Die Sächsische Staatskapelle Dresden leitete er ab 1975 – ein Posten, der ihn als Westeuropäer hinter den Eisernen Vorhang führte. Von 1996 bis 1998 war er Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters. Mit 90 Jahren spielte er mit dem Gewandhausorchester noch einmal alle Beethoven-Sinfonien ein. Das Gewandhaus erklärte in seiner Mitteilung, mit seinem Tod verliere es:
„einen der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit, einen außergewöhnlichen Musiker und einen Menschen von seltener Bescheidenheit, Integrität und Güte“
Karriere und Ehrungen
Berichten zufolge stand er auch im hohen Alter noch am Pult der führenden Orchester der Welt. Er wollte bis ins hohe Alter dirigieren, doch laut NDR musste er sich aus gesundheitlichen Gründen von der Bühne zurückziehen. Regelmäßig dirigierte er die Wiener Philharmoniker, 2017 verlieh ihm Leipzig seine Ehrenmedaille. 2022 erhielt er das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland.
Frühe Jahre und Haltung
Andreas Schulz, Intendant des Gewandhauses, sagte, Musik sei für Blomstedt nie ein Mittel der Selbstdarstellung gewesen, sondern ein geheimnisvoller Kosmos, der immer wieder neu zu entdecken sei. Schulz datierte sein erstes Konzert auf den 3. Februar 1954 in Stockholm, als das Programm Hindemiths Oper Mathis der Maler und vor allem Bachs h-Moll-Suite umfasste. Schulz nannte ihn zudem einen der Pioniere der historisch informierten Aufführungspraxis in Nordeuropa. Blomstedt sagte, er habe mit dem Wechsel nach Dresden gezögert, denn ein totalitärer Staat sei nicht das gewesen, was er gewollt habe.
Charakter und Würdigungen
Der NDR, bei dem er von 1996 bis 1998 Chefdirigent war, erinnert sich an ihn wegen seiner musikalischen Präzision, seiner Beherrschung der Partitur und seiner Bescheidenheit. Die Tagesschau beschreibt ihn als Asketen, der jeden Tag mit einem Glas Wasser und Gröt begann, dem schwedischen Haferbrei. Er war Siebenten-Tags-Adventist, trank keinen Alkohol und ernährte sich streng vegetarisch. In einem Interview nannte er als seinen größten Erfolg den Moment, etwa im Alter von 13 oder 14 Jahren, als er begriff, dass er nicht nur an sich selbst denken konnte. Über sein Verständnis von Musik sagte er:
„Ich bin ein Musiker unter Musikern. Ich gebe etwas, und sie geben etwas zurück.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Herbert Blomstedt
- Schwedisch-amerikanischer Dirigent, der am 4. November 2026 im Alter von 99 Jahren in Göteborg starb
- Andreas Schulz
- Intendant des Leipziger Gewandhauses
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