Diplomatie · Peking, Tokio und Shenzhen
Sanrio beendet Kooperation mit Vivant und entschuldigt sich nach chinesischem Protest gegen Hello-Kitty-Merchandise
Sanrio, das Unternehmen hinter Hello Kitty, hat seine Zusammenarbeit mit dem japanischen Spionagedrama Vivant beendet, nachdem chinesische Staatsmedien die Folterszenen der Serie angegriffen hatten und die Kritik auf die Figuren des Konzerns übergegriffen hatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ΣΚΑΪ, Berliner Zeitung, The Guardian und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Sanrio beendete seine Zusammenarbeit mit dem TBS-Spionagedrama Vivant in einer am späten Mittwoch, dem 28. Oktober, veröffentlichten Erklärung und kündigte an, alle weiteren Projekte und Werbemaßnahmen im Zusammenhang mit der Serie würden eingestellt.
Der chinesische Staatssender CCTV warf den Produzenten vor, China bewusst herabzusetzen, und chinesische Medien brachten die Folterszenen der Serie mit Kriegsverbrechen japanischer Truppen in Verbindung.
Die Beziehungen sind seit den Taiwan-Äußerungen von Premierministerin Sanae Takaichi im November 2025 gesunken; Peking reagierte mit Beschränkungen der Seltene-Erden-Exporte, weniger Tourismus und der Rückholung seiner Pandas.
- November 2025Takaichi erklärt im Parlament, Japan könne seine Selbstverteidigungsstreitkräfte aktivieren, falls China Taiwan angreife
- 4.10.In einer Vivant-Folge schneiden chinesische Agenten einem japanischen Offizier die Finger ab und stechen auf ihn ein
- Mittwochabend, 28. Oktober 2026Sanrio veröffentlicht seine Entschuldigung auf Weibo und beendet die Zusammenarbeit mit Vivant
Der Protest
Chinesische Staatsmedien und Nutzer sozialer Netzwerke griffen Vivant, einen japanischen Spionagethriller, wegen der Darstellung chinesischer Agenten an, die einen japanischen Agenten brutal foltern. Die zweite Staffel läuft seit Juli beim Sender TBS, nachdem die erste Staffel 2023 erschienen war. In der neuen Staffel nehmen chinesische Agenten japanische Spione gefangen und foltern sie; einem Gefangenen werden Finger abgeschnitten, er wird in den Bauch gestochen. Der chinesische Staatssender CCTV warf den Produzenten vor, das Land bewusst herabzusetzen, und chinesische Medien argumentierten, die Serie kehre die Rollen von Tätern und Opfern aus dem Zweiten Weltkrieg um. Die Kritik erreichte anschließend Hello Kitty und ihre Freunde My Melody und Cinnamoroll, die auf Merchandise-Artikeln als Figuren aus der Serie verkleidet aufgetreten waren.
Sanrios Entschuldigung
Sanrio erklärte am späten Mittwoch, dem 28. Oktober, in einem Beitrag auf der chinesischen Plattform Weibo, die Serie habe „Elemente enthalten, die nicht mit den Kernwerten von Sanrio vereinbar sind“, und man habe die Zusammenarbeit beendet. Das Unternehmen entschuldigte sich für die entstandene Besorgnis und erklärte, alle weiteren Projekte und Werbeaktivitäten im Zusammenhang mit der Serie würden eingestellt. In der Erklärung hieß es weiter:
„Seit seiner Gründung hat Sanrio seine Figuren stets genutzt, um Werte wie Fürsorge und Verbundenheit zu vermitteln, und bleibt seiner Unternehmensphilosophie verpflichtet, Harmonie unter allen Menschen zu fördern.“
Das Unternehmen sagte zudem strengere Kontrollen für künftige Partnerschaften zu und erklärte, es werde die Rückmeldungen ernst nehmen und seine Prüfverfahren verschärfen.
„Wir nehmen die Rückmeldungen, die wir zu diesem Vorfall erhalten haben, sehr ernst.“
Nach der Entschuldigung veröffentlichte die staatliche Global Times einen Kommentar, in dem argumentiert wurde, Hello Kitty dürfe nicht mit der japanischen Rechten in Verbindung gebracht werden. Die Zeitung warnte, das Unternehmen riskiere das Vertrauen chinesischer Verbraucher zu verlieren, und China ist einer der größten internationalen Märkte von Sanrio.
Der größere Konflikt zwischen China und Japan
Die Beziehungen zwischen Peking und Tokio sind auf den tiefsten Stand seit Jahren gefallen, seit Japans Premierministerin Sanae Takaichi im November 2025 im Parlament erklärte, Japan könne seine Selbstverteidigungsstreitkräfte aktivieren, falls China Taiwan angreife. Seither setzt Peking Tokio mit Beschränkungen der Seltene-Erden-Exporte, einem Rückgang des Tourismus und der Rückholung seiner Pandas unter Druck. Takaichi sagte Anfang dieses Monats im Parlament, sie habe Vivant-Folgen aufgezeichnet und wolle sie über die Feiertage zum Jahresende ansehen. China wirft ihr vor, Japan in Richtung einer Remilitarisierung zu steuern, die an die 1930er Jahre erinnere, und ihre Weigerung, die Äußerungen zurückzunehmen, fällt mit hohen Zustimmungswerten im Inland zusammen.
Anzeichen einer möglichen Entspannung
Diplomaten und Experten erklärten, beide Seiten hätten zuletzt einen Ausweg aus dem Streit angedeutet. Sie fügten hinzu, ein Handschlag zwischen Xi Jinping und Takaichi am Rande des APEC-Forums im November in Shenzhen werde erwogen. Viele Experten halten beide Regierungschefs für zu tief in ihren Positionen verankert, um eine Deeskalation zu erreichen. Auch die People's Daily hat Vivant ins Visier genommen und argumentiert, die Foltermethoden der Serie kopierten jene der einmarschierenden japanischen Armee. Chinesische Medien erklären, einige der Methoden ähnelten denen, die japanische Truppen im Zweiten Weltkrieg gegen chinesische Zivilisten eingesetzt hätten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ΣΚΑΪHello-Kitty-Firma bricht Zusammenarbeit mit japanischer Serie nach Reaktionen in China abΗ εταιρεία της Hello Kitty διακόπτει τη συνεργασία της με ιαπωνική σειρά μετά από αντιδράσεις στην Κίνα · Original auf Griechisch
- Berliner ZeitungHello Kitty: China-Eklat um Folterszenen - Sanrio stoppt Kooperation
- The GuardianHello-Kitty-Firma bricht Verbindungen zu japanischer Spionageserie nach China-Aufschrei abHello Kitty company cuts ties with Japanese spy show after China outcry · Original auf Englisch
- EL MUNDOVon Mbappé bis Hello Kitty: die Woche der nationalistischen Boykotte in ChinaDe Mbappé a Hello Kitty: la semana de los boicots nacionalistas en China · Original auf Spanisch
- Sanae Takaichi
- Japans Premierministerin, deren Taiwan-Äußerungen den Streit zwischen China und Japan auslösten
- Xi Jinping
- Chinas Staatschef, als möglicher Gegenpart bei einem Handschlag mit Takaichi genannt
- Orte
- Peking, Tokio, Japan, Shenzhen, Volksrepublik China
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