Wahlen · Washington
Republikaner machen Iran-Krieg für Niederlage bei Zwischenwahlen verantwortlich – Hegseth unter Druck
Die Demokraten haben am Dienstag, 3. November, Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses gewonnen, und die Republikaner suchen nun nach einem Schuldigen. Verteidigungsminister Pete Hegseth, ein führender Befürworter des Krieges im Iran, ist zum Hauptziel geworden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, EL PAÍS, LaSexta und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Demokraten haben bei den Zwischenwahlen am Dienstag, 3. November, Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat gewonnen und den Republikanern die Kontrolle über beide Kammern entzogen.
Vance sagte am Mittwoch, 4. November, der Krieg sei der Grund für die Niederlage der Republikaner gewesen, und Trump erklärte, es sei weitgehend richtig, dass der Konflikt zu den Verlusten beigetragen habe.
Der Abgeordnete Thomas Massie reichte im September acht Anklagepunkte für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Hegseth ein und will sie wieder aufnehmen, wenn der Kongress am 9. November zusammentritt, sofern Hegseth nicht zurücktritt.
Trump sagte, Hegseth mache einen sehr guten Job, während die Washington Post berichtete, Trump erwäge General Dan Caine und Admiral Brad Cooper als Alternativen.
Pentagon-Sprecher Sean Parnell sagte, Hegseth werde nicht zurückweichen und sei zu 100 Prozent entschlossen, das Ministerium bis zum Ende von Trumps Amtszeit zu leiten.

- 3.11.Zwischenwahlen; Demokraten gewinnen Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses
- 4.11.Trump sagt, Hegseth mache einen sehr guten Job; Vance macht den Iran-Krieg verantwortlich
- 9.11.Kongress tritt zusammen; Massie will die Amtsenthebungsanklage wieder aufnehmen, sofern Hegseth nicht zurücktritt
Eine Niederlage, für die die Republikaner den Iran-Krieg verantwortlich machen
Die Demokraten haben bei den Zwischenwahlen am Dienstag, 3. November, Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses gewonnen und den Republikanern die Kontrolle über Senat und Repräsentantenhaus entzogen. Der Iran-Krieg, der am 28. Februar begann, ist innerhalb der Partei zur wichtigsten Erklärung geworden. Trumps erste Reaktion, ein Truth-Social-Beitrag um 22:37 Uhr am Wahlabend, machte schwache Kandidaten verantwortlich und erklärte, er selbst habe nicht auf dem Stimmzettel gestanden – obwohl er ausdrücklich 280 Kandidaten für den Kongress oder das Gouverneursamt unterstützt hatte.
Am Mittwoch, 4. November, machte Vizepräsident JD Vance, ein möglicher Nachfolger Trumps, den Krieg und dessen Wirkung auf die Inflation für die Niederlage verantwortlich und wurde deutlich:
„Der Grund, warum wir verloren haben, ist der Krieg.“
Trump sagte später, es sei „weitgehend richtig“, dass der Konflikt seiner Partei Sitze gekostet habe. Er fügte hinzu, er würde die Operation erneut anordnen, weil Teheran keine Atombombe haben dürfe, und räumte ein, dass der Krieg einer der Faktoren bei der Wahl gewesen sei.
Massies Vorstoß für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Hegseth
Pete Hegseth, ein ehemaliger Fox-News-Moderator, der das Verteidigungsministerium seit Anfang 2025 leitet, steht in der schärfsten Kritik. Der Abgeordnete Thomas Massie aus Kentucky, einer der Republikaner, die sich gegen die Intervention im Iran ausgesprochen hatten, reichte im September acht Anklagepunkte für ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn ein. Massie wirft Hegseth vor, den Krieg ohne Genehmigung des Kongresses begonnen, die Gesetze bewaffneter Konflikte verletzt und die Aufsicht des Kongresses behindert zu haben. Das Repräsentantenhaus setzte seine Sitzungen aus, bevor über die Anklagepunkte abgestimmt werden konnte, und Massie hat angekündigt, sie wieder aufzunehmen, wenn der Kongress am 9. November zusammentritt, sofern Hegseth nicht zurücktritt.
Senator Thom Tillis stellte Anfang November die Führung Hegseths infrage und sagte, der Verteidigungsminister müsse dem Kongress für seine Entscheidungen Rechenschaft ablegen. Der Abgeordnete Jason Crow, ein Demokrat im Verteidigungsausschuss des Repräsentantenhauses, wurde deutlicher:
„Ich gehe Pete Hegseth an. Er ist nicht nur inkompetent und korrupt, er untergräbt auch unsere nationale Sicherheit und die Sicherheit unserer Truppen.“
Trump stützt Hegseth, doch Berichte deuten auf Alternativen
Trump sagte am Mittwoch, er plane nicht, Hegseth zu ersetzen, und der Verteidigungsminister mache „einen sehr guten Job“. Mehrere US-Medien berichteten, Trump frage seine Berater, was mit Hegseth geschehen solle. Die Washington Post berichtete, Trump sei irritierter über hochrangige Beamte, von denen er glaube, sie hätten ihm während des Konflikts möglicherweise nicht alle nötigen Informationen gegeben, als über den Krieg selbst. Als weitere Namen, die Trump angeblich abwägt, gelten General Dan Caine, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs, und Admiral Brad Cooper, Kommandeur des US-Zentralkommandos.
Pentagon-Sprecher Sean Parnell sagte am Donnerstag, Hegseth werde „nicht zurückweichen und sich nicht von Politikern einschüchtern lassen“, die auf parteipolitische Punkte aus seien, und der Minister sei zu 100 Prozent entschlossen, das Ministerium bis zum Ende von Trumps Amtszeit zu leiten. Einige Medien berichteten, Hegseth könnte sich um den Senatssitz von Tennessee bewerben, der frei wird, weil Marsha Blackburn am Dienstag zur Gouverneurin gewählt wurde.
Der Krieg hinter den Verlusten
Der Krieg hat die Straße von Hormus teilweise blockiert, und seine Wirkung auf die Energiepreise hat die amerikanischen Wähler hart getroffen. Er hat zudem amerikanische Menschenleben gekostet und teure Munition verbraucht, deren Ersatz die USA Jahre kosten wird. Zu seiner Bilanz gehören außerdem Angriffe auf mutmaßliche Drogenschmugglerboote in der Karibik und im Pazifik sowie die Entlassung Dutzender hochrangiger Offiziere, die seine Prioritäten nicht teilten.
Wie es weitergeht
Der Kongress tritt am 9. November zusammen. Da die Demokraten in beiden Kammern die Mehrheit halten, können sie Untersuchungen einleiten und Schritte unternehmen, um die Mittel für das Verteidigungsministerium und den Iran-Krieg zu begrenzen. Der Abgeordnete Adam Smith, der führende Demokrat im Verteidigungsausschuss des Repräsentantenhauses, sagte, die Aufsicht über das Ministerium und über den „illegalen Krieg gegen den Iran“ werde oberste Priorität des Ausschusses sein.
Über das Pentagon hinaus haben die Republikaner begonnen, über die Ausrichtung der Partei im Vorfeld des Präsidentschaftswahlkampfs 2028 zu diskutieren, wobei JD Vance und Marco Rubio als mögliche Anwärter genannt werden.
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Quellen und Kontext
- La RazónRepublikanische Niederlage entfacht internen Krieg um Iran und eröffnet Kampf um Trump-NachfolgeLa derrota republicana desata una guerra interna por Irán y abre la batalla por suceder a Trump · Original auf Spanisch
- EL PAÍSVerteidigungsminister Pete Hegseth im Visier der Republikaner wegen seiner Rolle im Iran-KriegEl secretario de Defensa, Pete Hegseth, en el punto de mira de republicanos por su papel en la guerra de Irán · Original auf Spanisch
- LaSextaPete Hegseth im Visier nach einer republikanischen Niederlage, die viele dem Iran-Krieg zuschreibenPete Hegseth, en el punto de mira ante un derrota republicana que muchos atribuyen a la guerra en Irán · Original auf Spanisch
- LaVanguardiaRepublikaner schütteln Verantwortung ab, um das Wahldebakel zu verdauenLos republicanos se sacuden responsabilidades para digerir la debacle electoral · Original auf Spanisch
- Pete Hegseth
- US-Verteidigungsminister, ehemaliger Fox-News-Moderator, wegen des Iran-Kriegs unter Druck
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Partei bei den Zwischenwahlen die Kontrolle über den Kongress verlor
- JD Vance
- US-Vizepräsident, der den Iran-Krieg für die Niederlage der Republikaner verantwortlich machte
- Thomas Massie
- Republikanischer Abgeordneter aus Kentucky, der Anklagepunkte für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Hegseth einreichte
- Thom Tillis
- Republikanischer Senator, der die Führung Hegseths infrage stellte
- Jason Crow
- Demokratischer Abgeordneter im Verteidigungsausschuss des Repräsentantenhauses, der Hegseth kritisiert
- Sean Parnell
- Pentagon-Sprecher, der Hegseth verteidigt
- Dan Caine
- General, der Berichten zufolge als möglicher Nachfolger Hegseths gehandelt wird
- Brad Cooper
- Admiral und CENTCOM-Kommandeur, der Berichten zufolge als möglicher Nachfolger Hegseths gehandelt wird
- Adam Smith
- Führender Demokrat im Verteidigungsausschuss des Repräsentantenhauses
- Marco Rubio
- Außenminister, der als möglicher republikanischer Anwärter für 2028 genannt wird
- Marsha Blackburn
- Senatorin aus Tennessee, die am Dienstag zur Gouverneurin gewählt wurde und damit einen Senatssitz freimacht
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