Fußball · Paris, Nanterre und Boulogne-Billancourt

Französischer Kassationshof weist Berufung von Achraf Hakimi zurück und bestätigt Prozess wegen Vergewaltigung

Das höchste französische Gericht hat die letzte Berufung von Achraf Hakimi verworfen und den 27-jährigen Verteidiger von Paris Saint-Germain angewiesen, sich wegen eines angeblichen Vergewaltigungsvorfalls aus dem Jahr 2023 in Boulogne-Billancourt vor dem Strafgericht von Hauts-de-Seine zu verantworten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, La Repubblica.it, The New York Times und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Paris, Nanterre, Boulogne-Billancourt · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 24.02.Die französische Justiz ordnet an, dass Hakimi vor dem Strafgericht erscheinen muss.
  2. 19.06.Das Berufungsgericht von Versailles lehnt Hakimis Berufung ab und bestätigt den Prozessbefehl.
  3. 23.09.Der Kassationshof weist die letzte Berufung zurück und überweist den Fall an das Strafgericht.

Letzte Berufung abgelehnt

Der Kassationshof, das höchste französische Gericht für Strafsachen, wies am 23. September 2026 die Berufung des Paris-Saint-Germain-Verteidigers Achraf Hakimi zurück. Das Urteil bestätigt, dass sich der 27-jährige marokkanische Nationalspieler vor dem Strafgericht des Departements Hauts-de-Seine, voraussichtlich in Nanterre, verantworten muss. Hakimi hatte versucht, eine Entscheidung vom 19. Juni 2026 des Berufungsgerichts von Versailles aufzuheben, die einen ursprünglichen Februar-Beschluss bestätigt hatte, den Fall vor Gericht zu bringen. Mit der Entscheidung des Kassationshofs hat der Fußballer keine rechtlichen Möglichkeiten mehr, den Prozess zu verhindern.

Die Vorwürfe von 2023

Der Fall geht auf einen Vorfall zurück, der sich in der Nacht des 24. Februar 2023 in Hakimis Wohnsitz in Boulogne-Billancourt westlich von Paris ereignete. Laut Gerichtsakten hatte die damals 24-jährige Beschwerdeführerin Hakimi im Januar 2023 auf Instagram kennengelernt und war mit einem vom Spieler bestellten Taxi zu seinem Haus gefahren. Die Frau meldete der Polizei am folgenden Tag in Val-de-Marne, dass Hakimi sie auf den Mund geküsst, ihre Kleidung hochgeschoben, ihre Brüste geküsst und sie ohne Einverständnis digital penetriert habe. Sie gab an, dass sie sich durch einen Tritt von ihm befreite und eine Textnachricht an einen Freund schickte, der sie abholte. Hakimi wurde wenige Tage nach der ersten Polizeimeldung formell wegen Vergewaltigung angeklagt.

Hakimi hat die Vergewaltigungsvorwürfe während der dreieinhalbjährigen Ermittlungen stets entschieden bestritten und nur gegenseitiges Küssen und einvernehmlichen Kontakt eingeräumt.

Zeugenaussage und Beweisstreit

Der Stürmer von Real Madrid, Kylian Mbappé, ein enger Freund und ehemaliger PSG-Teamkollege von Hakimi, könnte als Zeuge im Strafprozess geladen werden. Die Verteidigung hatte zuvor Mbappés Aussage während des Berufungsverfahrens vorgelegt, um zu belegen, dass die Interaktion zwischen Hakimi und der Beschwerdeführerin einvernehmlich gewesen sei. Mbappé sagte den Ermittlern, Hakimi habe ihm gegenüber beschrieben, die Frau in jener Nacht geküsst und berührt zu haben, ohne dass sie sich zurückgezogen habe, bevor er später erklärte, die Berührungen hätten nicht die intimen Bereiche betroffen. Das Gericht in Nanterre wies diese überarbeitete Darstellung in früheren Verfahren zurück.

Nach der Berufungsentscheidung im Juni äußerte Hakimi in den sozialen Medien den Wunsch, sich direkt zu dem Fall zu äußern.

„Endlich werde ich sprechen können.“

Achraf Hakimi, Verteidiger von Paris Saint-Germain und Marokko

Reaktionen der Anwälte

Nach der Entscheidung des obersten Gerichts gab die Anwältin der Beschwerdeführerin, Rachel-Flore Pardo, eine Erklärung ab, in der sie die Entschlossenheit ihrer Mandantin nach umfangreichen rechtlichen Verfahren betonte.

„Achraf Hakimi wird sich daher wegen Vergewaltigung vor Gericht verantworten müssen. Nach dreieinhalb Jahren Verfahren, nachdem meine Mandantin von der Verteidigung Achraf Hakimis verleumdet und durch den Dreck gezogen wurde, ist sie entschlossen, Gerechtigkeit zu erlangen und wird bis zum Ende kämpfen.“

Rachel-Flore Pardo

Pardo fügte hinzu, dass ihre Mandantin hoffe, der Prozess werde anderen Frauen helfen und die Festung des Leugnens rund um sexuelle Gewalt im Profifußball knacken. Bertrand Périer, der die Zivilpartei vor dem Berufungsgericht vertrat, erklärte, das Urteil bestätige die Stärke der Berufungsbegründung. Hakimis Verteidigerin Fanny Colin erklärte, der Kassationshof habe nur über das Verfahren und nicht über die Substanz der Anschuldigungen entschieden.

„Die Vorwürfe gegen Achraf Hakimi, die er seit Beginn entschieden bestreitet, wurden vom Kassationshof nicht geprüft. Sie werden im Prozess behandelt, in dem alle Beweise, die die Verteidigung von Herrn Achraf Hakimi stützen, öffentlich und in Anwesenheit beider Parteien vorgelegt werden.“

Fanny Colin

Colin wiederholte, dass Hakimi, der kürzlich für den Ballon d'Or nominiert wurde, dessen Verleihung im Oktober in London stattfindet, während der gesamten Ermittlungen vollumfänglich mit den Behörden kooperiert habe. Der Prozesstermin steht noch nicht fest, die Verhandlung könnte im nächsten Jahr stattfinden.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen