- 8.10.Nicht öffentliche CAS-Anhörung in Lausanne
- 19.10.Das CAS teilt mit, dass ein vollständiger Schiedsspruch Ende November 2026 erwartet wird
- Ende November 2026Erwarteter Termin für den CAS Award
Zeitpunkt der Entscheidung
Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) teilte am Montag, 19. Oktober 2026, mit, dass seine Entscheidung über Senegals Einspruch gegen den Beschluss der Confédération Africaine de Football (CAF), den Afrika-Cup Marokko zuzusprechen, voraussichtlich Ende November 2026 ergeht. Das Tribunal hatte am 8. Oktober eine nicht öffentliche Anhörung an seinem Sitz in Lausanne abgehalten, seither berät das Gremium. Das CAS hatte zunächst eine Entscheidung innerhalb weniger Tage erwartet, sich nun aber entschieden, einen vollständigen Schiedsspruch mit rechtlicher Begründung zu erlassen, der als CAS Award bezeichnet wird. Bei der Anhörung wurden auch die Argumente Marokkos und der Confédération Africaine de Football angehört.
„Dieser Prozess wird mehrere Wochen dauern, der CAS Award wird Ende November 2026 erwartet.“
Was im Finale geschah
Senegal besiegte Marokko am 18. Januar 2026 in Rabat im Finale mit 1:0 nach Verlängerung, Pape Gueye erzielte das einzige Tor. Das Spiel wurde kurz vor Ende der regulären Spielzeit unterbrochen, als der Schiedsrichter Marokko einen Elfmeter zusprach und Senegals Spieler aus Protest den Platz verließen. Die Quellen nennen unterschiedliche Längen der Unterbrechung: AP berichtet von einer 15-minütigen Verzögerung, Al Jazeera von 14 Minuten, während RTS von etwa einer Viertelstunde spricht. Laut Polsat Sport kehrten die Spieler vor allem auf Drängen von Sadio Mané zurück. Der Schiedsrichter ließ das Spiel fortsetzen, Brahim Díaz' Strafstoß wurde von Torhüter Mendy gehalten, und das Spiel ging in die Verlängerung.
Vom CAF-Beschluss zum CAS-Einspruch
Im März hob die CAF das Ergebnis nach einer Beschwerde des marokkanischen Verbands auf und sprach Marokko einen 3:0-Sieg am Grünen Tisch zu. Quellen datieren diesen Beschluss auf den 17. März. Die CAF stützte sich auf eine Wettbewerbsregel, die es einer Mannschaft untersagt, den Platz vor dem Ende der regulären Spielzeit ohne Erlaubnis des Schiedsrichters zu verlassen. Senegals Fußballverband legte am 25. März Einspruch beim CAS ein und forderte, den Titel zu annullieren und Senegal erneut zum Sieger zu erklären. Vor der Anhörung am 8. Oktober räumte CAS-Generaldirektor Matthieu Reeb ein, wie lange die Fans warten mussten.
„Ich weiß, dass es für die Fans eine lange Wartezeit ist, einige Monate nach dem Finale zwischen Senegal und Marokko.“
Die Abfolge der wichtigsten Daten ist unten dargestellt.
Das Gremium und das weitere Vorgehen
Den Vorsitz des Gremiums führt Gerald Simon, ein französischer Experte für Sportrecht, unterstützt von Luigi Fumagalli, einem italienischen Professor für Völkerrecht, und Ulrich Haas, einem in Hamburg ansässigen Anwalt, der zugleich Professor an der Universität Zürich ist. Senegals Argumentation stützt sich darauf, dass die Entscheidung des Schiedsrichters endgültig sei und er das Spiel zu Ende bringen ließ. CAS-Entscheidungen werden als Awards bezeichnet und haben denselben Wert wie ein Urteil eines staatlichen Gerichts. Je nach Umständen können sie von Sportverbänden oder von staatlichen Gerichten durchgesetzt werden. Der Schiedsspruch wird klären, ob die 3:0-Niederlage am Grünen Tisch Bestand hat oder ob das 1:0 auf dem Platz für Senegal wiederhergestellt wird.