Konflikte · Port-au-Prince und Cité Soleil

Haitianische Behörden bestätigen Tod des Bandenführers Mathias Saintil bei Polizeieinsatz

Haitis Premierminister erklärte am Freitag, dem 6. November, ein Bandenführer sei tot, und Quellen nannten als Namen Mathias Saintil von der Boston-Bande. Die Darstellungen gehen auseinander, ob ihn ein Drohnenangriff oder Schüsse töteten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NIEZALEZNA.PL, Al Jazeera Online, Deutsche Welle und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Port-au-Prince, Cité Soleil · Haiti
Wie es dazu kam
  1. 18.10.Vier salvadorianische Mitglieder der Einheit zur Bandenbekämpfung werden nach einem Bandenhinterhalt in Croix-de-Bouquets vermisst
  2. 1.11.Bandenführer Wilson Joseph sagt der AP, er habe den UN-Generalsekretär um Vermittlung gebeten
  3. 5.11.Drohnenangriff trifft das Viertel der Boston-Bande in Cité Soleil und soll Saintils Fahrzeug getroffen haben
  4. 6.11.Saintil soll im Krankenhaus gestorben sein, der Premierminister verkündet den Tod eines Bandenführers

Polizeieinsatz in Cité Soleil

Haitianische Behörden bestätigten am Freitag, dem 6. November, dass Mathias Saintil, ein Anführer der Boston-Bande, bei einem Einsatz am Stadtrand von Port-au-Prince getötet wurde. Premierminister Alix Didier Fils-Aimé verkündete den Tod auf X und schrieb, der Kampf um die Befreiung des Landes von den Banditen werde mit unveränderter Entschlossenheit fortgesetzt. Die Nationalpolizei bezeichnete Saintil als mutmaßlichen Bandenführer und erklärte, er sei bei einem jüngsten Einsatz der Sicherheitskräfte neutralisiert worden. Die Boston-Bande ist nach einem Viertel in Cité Soleil benannt, einem verarmten Teil der Hauptstadt, den die Banden weitgehend kontrollieren.

Widersprüchliche Darstellungen seines Todes

Die Darstellungen des Todes gehen auseinander. Reuters berichtete unter Berufung auf einen Bericht des Haitianischen Nationalen Netzwerks zur Verteidigung der Menschenrechte, Saintil habe bei einem Drohnenangriff auf das Boston-Viertel am Donnerstag, dem 5. November, schwere Bauchwunden erlitten und sei am folgenden Tag im Krankenhaus gestorben. Al Jazeera berichtete, die Polizei habe von einem Schusswechsel gesprochen und er sei von mehreren Kugeln getroffen worden, während eine Polizeiquelle sagte, er sei später im Krankenhaus gestorben. Die Deutsche Welle berichtete, eine Kamikaze-Drohne habe am Donnerstagabend das Fahrzeug getroffen, in dem er unterwegs war, und dabei auch weitere Mitglieder seiner Bande getötet. Der Premierminister nannte den Bandenführer in seinem Beitrag nicht namentlich, sodass die Identifizierung auf lokalen Medienberichten und einer anonymen Quelle beruht, die The Independent zitiert.

Annäherung der Bande an die Abrüstungsbehörde

Die Bande 400 Mawozo, die von der Boston-Bande zu unterscheiden ist, erklärte am Freitag, sie habe sich an Haitis Nationale Kommission für Abrüstung, Demobilisierung und Reintegration gewandt, um Frieden, Stabilität und nationale Versöhnung zu erreichen. In einer dreiseitigen Erklärung an die Associated Press bezeichnete sie den Dialog als patriotische Pflicht zum Schutz von Leben. Die Vereinten Nationen und Menschenrechtsgruppen werfen der Bande Vergewaltigungen, Tötungen und Entführungen vor, was sie bestreitet. Ihr Anführer Wilson Joseph sagte der AP am 1. November, er habe an den UN-Generalsekretär geschrieben und um eine vermittelnde Delegation gebeten, aus Sorge, salvadorianische Truppen könnten die Gewalt eskalieren lassen. Die Bande erklärte, sie wolle sich später in diesem Monat einer friedlichen Demonstration anschließen, und ein Sprecher sagte, sie sei zu Verhandlungen bereit, während Abrüstung ein Prozess sei. Die Kommission reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

Salvadorianische Truppen und die Sicherheitsoffensive

Die Deutsche Welle berichtete, Salvadorias Präsident Nayib Bukele habe mehr als 2.000 Soldaten nach Port-au-Prince entsandt, um nach vier salvadorianischen Mitgliedern der Einheit zur Bandenbekämpfung zu suchen, die seit dem 18. Oktober nach einem Hinterhalt bewaffneter Banden im Gebiet Santo in Croix-de-Bouquets vermisst werden. Tausende Menschen demonstrierten am selben Tag, an dem die Nachricht von Saintils Tod bekannt wurde, in Port-au-Prince und anderen Städten zur Unterstützung dieser Soldaten. Seit ihrer Ankunft haben die salvadorianischen Truppen die Einsätze gegen Banden in mehreren Vierteln der Hauptstadt intensiviert. Reuters merkte an, die haitianischen Behörden hätten in den Wochen vor dem Einsatz eine festere Haltung gegenüber den Banden eingenommen. Die Einheit zur Bandenbekämpfung war im April 2026 in Haiti eingetroffen, mit dem Auftrag, Banden zu neutralisieren, zu isolieren und abzuschrecken.

Humanitäre Bilanz

Die UN zählte 1.123 Menschen, die zwischen Juli und Oktober 2026 bei Bandengewalt getötet wurden, weitere 440 wurden verletzt. Die Rate sexueller Gewalt bleibt hoch: Zwischen Juli und August wurden 689 Fälle von Vergewaltigungen mit Bandenbeteiligung registriert. Mindestens 1,4 Millionen Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben, vor allem im Gebiet der Hauptstadt. Die UN schätzt, dass die Hälfte der Bandenmitglieder des Landes Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind, da die Banden junge Menschen oft mit Versprechen von Essen, Einkommen und Schutz anwerben.

Opfer von Bandengewalt in Haiti, Juli bis Oktober 2026Menschen
Getötete
1123 Menschen
Verletzte
440 Menschen

Daten aus dem Artikeltext

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