Regierung · Port-au-Prince und Miami

USA übernehmen 18 Verdächtige im Zusammenhang mit der Ermordung von Haitis Präsident Jovenel Moïse

Ein US-Militärflug transportierte am 20. September 2026 18 Verdächtige, darunter ehemalige kolumbianische Soldaten und einen früheren haitianischen Justizbeamten, von Port-au-Prince nach Miami, wo ihnen Bundesanklagen wegen Verschwörung drohen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, europa press, ZEIT ONLINE und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Port-au-Prince, Miami · Haiti, Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 7.07.Präsident Jovenel Moïse wird in seinem Privathaus in Port-au-Prince ermordet.
  2. Mai 2026Ein Bundesgericht in Miami verurteilt vier Männer, die mit dem Sicherheitsunternehmen CTU in Verbindung stehen, wegen des Komplotts.
  3. 20.09.Achtzehn Verdächtige werden mit einem US-Militärflugzeug von Haiti nach Florida geflogen.
  4. 13.12.Haiti setzt seine ersten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen seit 2016 an.

Überstellung der Verdächtigen nach Florida

Ein US-Militärflugzeug transportierte am 20. September 2026 18 Verdächtige der Ermordung von Haitis Präsident Jovenel Moïse von Port-au-Prince nach Florida. Zu der ausgelieferten Gruppe gehörten 17 ehemalige kolumbianische Soldaten und Joseph Félix Badio, ein früherer Beamter der Anti-Korruptions-Einheit des haitianischen Justizministeriums. Haitianische Ermittler hatten Badio zuvor als den operativen Drahtzieher des Komplotts identifiziert, doch Badio bestritt die Vorwürfe und erklärte, die Behörden hätten ihn zum Sündenbock gemacht. Der Bundesstaatsanwalt Jason Reding Quiñones gab bekannt, dass nun 30 Personen im Zusammenhang mit der Verschwörung zur Ermordung angeklagt seien. Der FBI-Sonderbeauftragte Brett Skiles bestätigte, dass Bundesbeamte am Sonntag koordinierte Festnahmen an mehreren in- und ausländischen Standorten im Rahmen der größeren Operation durchgeführt hätten.

„Heute beginnt die nächste große Phase unseres Strebens nach Rechenschaft für die Ermordung von Präsident Jovenel Moïse.“

Jason Reding Quiñones, US-Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von Florida

Bundesverurteilungen und Details des Komplotts

US-Bundesgerichte begründeten ihre Zuständigkeit in Südflorida damit, dass die Staatsanwaltschaft feststellte, dass wichtige Planungssitzungen, Waffenkäufe und Finanzierungen auf amerikanischem Boden stattfanden. Moïse wurde im Alter von 53 Jahren am 7. Juli 2021 in seinem privaten Schlafzimmer im Stadtteil Pelerin 5 erschossen, während seine Frau Martine Moïse schwere Schusswunden erlitt. Die am Wohnsitz stationierten Sicherheitskräfte des Präsidenten griffen während des Angriffs nicht ein. Im Mai 2026 verurteilte ein Bundesgericht in Miami vier Angeklagte, die mit der CTU Federal Academy, einem in Florida ansässigen privaten Sicherheitsunternehmen, in Verbindung standen. Diesen vier Männern drohen lebenslange Haftstrafen wegen Verschwörung zum Mord oder zur Entführung, Verschwörung zur materiellen Unterstützung und Verstößen gegen den US-Neutralitätsakt. Fünf andere Verschwörer hatten zuvor in US-Bundesgerichten lebenslange Haftstrafen erhalten, darunter zwei pensionierte kolumbianische Soldaten, ein ehemaliger haitianischer Senator und ein haitianisch-amerikanischer Geschäftsmann.

Justizielle Blockade und innenpolitische Reaktion

Die haitianische Polizei nahm nach der Tötung zunächst rund 40 Verdächtige fest, darunter 20 kolumbianische Staatsangehörige, doch die örtlichen Gerichtsverfahren stockten aufgrund politischer Einflussnahme und Drohungen gegen die vorsitzenden Richter. Das haitianische Justizministerium gab bekannt, dass die Regierung die 18 Häftlinge überstellt habe, nachdem sie festgestellt hatte, dass die inländischen rechtlichen Bemühungen auf unüberwindbare Hindernisse gestoßen seien, im Gegensatz zu den Fortschritten, die die US-Bundesstaatsanwaltschaft erzielt habe.

„Die Regierung bekräftigt ihre Entschlossenheit, dafür zu sorgen, dass Präsident Jovenel Moïse, seiner Familie und dem haitianischen Volk Gerechtigkeit widerfährt.“

Patrick Pelissier

Die Auslieferung stieß bei Menschenrechtsbeobachtern in Port-au-Prince auf scharfe Ablehnung. Pierre Espérance, Exekutivdirektor des Nationalen Menschenrechtsverteidigungsnetzwerks, bezeichnete die Übergabe als Schande für das inländische Rechtssystem und forderte eine systemische Justizreform, damit haitianische Gerichte komplexe Strafverfolgungen bewältigen können.

Sicherheitskrise und Wahlvorbereitungen

Das Attentat schuf ein institutionelles Vakuum in Haiti, das das Land mehrere Jahre lang ohne gewählten Präsidenten oder Parlament ließ. Bewaffnete Banden weiteten ihre Kontrolle über Port-au-Prince aus und übernahmen zwischen 80 % und 90 % der Hauptstadt. Die Vereinten Nationen dokumentierten im Jahr 2025 mindestens 8.100 bandenbedingte Tötungen und stellten fest, dass die Gewalt bis Mitte 2026 landesweit etwa 1,5 Millionen Menschen vertrieben hatte. Ernährungsunsicherheit betrifft fast die Hälfte der 11 Millionen Einwohner des Landes, da Banden die Versorgungswege stören. Die haitianischen Übergangsbehörden haben Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sowie ein Verfassungsreferendum für den 13. Dezember 2026 angesetzt, um die ersten landesweiten Wahlen seit 2016 durchzuführen.

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