Diplomatie · Salamanca

Guterres erhält Ehrendoktorwürde in Salamanca: Mandate vergehen, der Kampf für den Frieden geht weiter

In Salamanca warnte der scheidende UN-Generalsekretär, die UN-Charta zeige Risse, und benannte fünf entscheidende Prüfungen für seinen Nachfolger.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Diário de Notícias, Correio da Manha, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Salamanca · Spanien

Eine Ehrendoktorwürde in Salamanca

Am Freitag, 6. November, verlieh die Universität Salamanca in Spanien António Guterres, dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, in einer feierlichen Sitzung die Ehrendoktorwürde (doutoramento honoris causa). Die Zeremonie wurde vom Rektor der Universität, Juan Manuel Corchado, geleitet; anwesend waren auch Portugals Staatspräsident António José Seguro sowie mehrere Vertreter der spanischen Regierung. Ebenso nahmen die Rektoren der Universität Aveiro und der Päpstlichen Universität Salamanca teil. Die Universität erklärte, die Auszeichnung sei Teil der Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Schule von Salamanca. Zum Abschluss wurde im unteren Kreuzgang eine Ehrung für Guterres unter dem Motto „Die Menschenrechte sind der Sauerstoff der Menschheit“ enthüllt.

Der Vizerektor der Universität, José Miguel Mateos Roco, sagte, die Person Guterres trage die strategischen Ideale der Institution durch ethische Verpflichtungen in die Gesellschaft, die auf sozialer Gerechtigkeit, Zusammenleben und der Verteidigung individueller Rechte beruhten. Er beschrieb Guterres als Intellektuellen und Staatsmann, der seine Laufbahn der Humanisierung der globalen Governance gewidmet habe. Die Universität fügte hinzu, die Ehrendoktorwürde sei die höchste akademische Auszeichnung, die sie vergebe, und bleibe Persönlichkeiten von anerkanntem internationalem Ansehen vorbehalten.

Ein Abschied zwei Monate vor dem Ende der Amtszeit

Guterres, ein ehemaliger portugiesischer Premierminister, scheidet zum Ende dieses Jahres aus dem UN-Amt aus, also in zwei Monaten. In seiner Rede sagte er, es sei ein Privileg gewesen, der Organisation 20 Jahre lang zu dienen, als Generalsekretär und als UN-Hochkommissar für Flüchtlinge. Er erinnerte an Begegnungen mit Menschen, die alles verloren hatten außer der Hoffnung – in von Kriegen zerstörten Städten, in Flüchtlingslagern und auf Inseln, die vom Meer bedroht sind –, und sagte, sie hätten ihn gelehrt, dass Würde ein Gesicht und einen Namen hat. Er widmete die Auszeichnung auch diesen Menschen und den UN-Mitarbeitern, die ihnen jeden Tag zur Seite stehen, oft um den Preis des eigenen Lebens.

Er ordnete seine Ausführungen um einen einzigen Satz über Macht und Zeit:

„Mandate vergehen. Der Kampf für Frieden, Würde und Gerechtigkeit geht weiter. Was wir gestern gesagt haben, werden wir auch morgen sagen und verteidigen.“

António Guterres, UN-Generalsekretär

Fünf Prüfungen für seinen Nachfolger und eine Warnung zur Charta

Guterres sagte, das multilaterale System stehe bei seiner Amtsübergabe vor fünf entscheidenden Prüfungen: der Prävention, der Suche nach Frieden und dessen Erhalt; der Gewährleistung der Würde aller Menschen; der Gerechtigkeit; der Klimagerechtigkeit; sowie der Kontrolle und Regulierung der technologischen Revolution im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz. Er fasste sie in einer einzigen Forderung zusammen:

„Fünf Prüfungen und im Grunde eine einzige Forderung: die Gewalt dem Recht und die Macht dem Gemeinwohl zu unterwerfen.“

António Guterres, UN-Generalsekretär

Laut ABC warnte er, die UN-Charta zeige angesichts der Anwendung von Gewalt Risse. Er prangerte den illegalen Einsatz von Gewalt an, die Neuzeichnung von Grenzen mit Waffengewalt und eine aus seiner Sicht selektive Anwendung des Völkerrechts durch zahlreiche Staaten. Er sagte, die UN spiegelten noch immer die Welt von 1945, dem Jahr des Endes des Zweiten Weltkriegs, und ein Versuch zur Reform der Organisation sei im Gange. Er forderte Änderungen in der Zusammensetzung des Sicherheitsrats, ein stärkeres Engagement der Regierungen beim Klimawandel und warnte vor technologischen Fortschritten, die sich in den Händen weniger Unternehmen und Länder konzentrierten.

Er sagte zudem, Universitäten seien unersetzlich, weil sie Studierende lehrten zu zweifeln, zu prüfen und zu debattieren, und er rief dazu auf, die akademische Freiheit und die Unabhängigkeit der Forschung zu schützen.

Reaktionen in Portugal

Seguro sagte vor Journalisten in Salamanca, die Auszeichnung sei eine Sache des nationalen Stolzes:

„Es ist eine große Ehre für Portugal. Es ist in der Tat erfreulich zu sehen, wie diese honoris causa von der Universität Salamanca einstimmig verliehen wurde.“

António José Seguro, Staatspräsident Portugals

Er sagte, er sei im Namen des portugiesischen Volkes anwesend gewesen, und beschrieb die Zeremonie als bewegend. Er sprach von Werten, die mit der Achtung der Menschenwürde und der Beendigung von Leid verbunden seien, und erinnerte daran, dass Menschen nach früheren Leidensperioden versprochen hätten, dass solche Gräuel nicht zurückkehren würden. Heute aber würden Regeln und Normen, die einst als dauerhaft galten, gebrochen, fügte er hinzu.

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