Sicherheit · Zacapa
Bewaffneter Angriff auf den guatemaltekischen Abgeordneten Julio Portillo: drei Tote, widersprüchliche Berichte über sein Schicksal
Ein bewaffneter Angriff auf den Oppositionsabgeordneten Julio Portillo hat am Freitag, 6. November, in der Provinz Zacapa im Osten Guatemalas drei Menschen das Leben gekostet. Die Angaben zum Zustand des Abgeordneten widersprechen sich: Einige Berichte besagen, er sei ohne schwere Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, andere melden, er sei dort gestorben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Monde.fr, Mediapart, Η Ναυτεμπορική und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der bewaffnete Angriff auf Julio Portillo, einen 35-jährigen Abgeordneten aus Zacapa, ereignete sich am Freitag, 6. November, in Río Hondo, wie ein Vertreter der Feuerwehr damals gegenüber lokalen Medien erklärte.
Ein Regierungsministerium bestätigte den Tod von drei Beamten der Nationalen Zivilpolizei, während EL PAÍS unter Berufung auf die Behörden von zwei Polizisten und einem Leibwächter des Abgeordneten berichtete.
EL PAÍS meldete, Portillo sei ohne schwere Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, doch Deutsche Welle berichtete später von seinem Tod in einem Krankenhaus, die Ursache sei weiterhin unbekannt.
Am 27. September wurden bei Zusammenstößen zwischen Banden acht Menschen getötet; Zacapa gilt als vom Kartell der Familie Lorenzana kontrolliert, das mit dem Sinaloa-Kartell verbunden ist.
Präsident Bernardo Arévalo entband zwei hochrangige Militärkommandeure von ihren Aufgaben und stellte den Staatsanwälten rund 100 Soldaten zur Verfügung; zudem entließ er den Direktor und den stellvertretenden Direktor der Nationalen Zivilpolizei.
Der Angriff in Zacapa
Ein bewaffneter Angriff auf den Oppositionsabgeordneten Julio Portillo ereignete sich am Freitag, 6. November, in dem Dorf Río Hondo in der Provinz Zacapa im Osten Guatemalas, einer Region, in der der Drogenhandel tief verwurzelt ist. Die Behörden erklärten, die Täter seien unbekannt und geflohen, ohne identifiziert worden zu sein. Der 35-jährige Abgeordnete gewann seinen Sitz 2023 für die oppositionelle Partei Cabal, ist aber seither zur Partei Nationale Einheit der Hoffnung (UNE) übergetreten, die von der früheren First Lady Sandra Torres gegründet wurde. Ein Vertreter der Feuerwehr erklärte zunächst, der Abgeordnete habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs in Río Hondo aufgehalten und sei nicht verletzt worden.
Widersprüchliche Berichte über die Toten
Ein Regierungsministerium bestätigte, dass es sich bei den drei Getöteten um Beamte der Nationalen Zivilpolizei handelte, die durch Schüsse starben, als sie das abwehrten, was das Ministerium einen direkten Angriff auf den Gesetzgeber nannte. EL PAÍS nannte unter Berufung auf die Behörden eine andere Aufteilung: zwei Polizisten und einer der Leibwächter des Abgeordneten. Derselbe Bericht besagte, Portillo sei ohne schwere Verletzungen in ein örtliches Krankenhaus gebracht worden, und Polizeikreise gingen davon aus, dass er außer Lebensgefahr sei. Deutsche Welle meldete später, sein Tod sei in einem Krankenhaus bekannt gegeben worden, die Todesursache sei jedoch noch unbekannt; der Kongress schrieb auf X, er trauere um den Abgeordneten Julio César Portillo Paz. Die Berichte widersprechen sich somit sowohl bei der Zahl der getöteten Beamten als auch beim Zustand des Abgeordneten, und die Todesursache war in den vorliegenden Berichten nicht geklärt.
Zacapa und der Kartell-Hintergrund
Deutsche Welle beschreibt Zacapa als Gebiet, das von dem Kartell der Familie Lorenzana kontrolliert wird, das mit dem mexikanischen Sinaloa-Kartell verbunden ist. Am 27. September wurden acht Menschen bei Zusammenstößen getötet, die die Behörden Rivalitäten zwischen Banden zuschrieben, und Deutsche Welle merkte an, dass die Kämpfe mehr als einen Monat vor dem Angriff stattfanden. Zwei Wochen vor dem Angriff wurde der frühere Staatsanwalt Juan Francisco Solórzano Foppa, 43, nach Angaben von EL PAÍS vor seinem Sohn auf einem Sportgelände erschossen. Zwei Verdächtige in diesem Fall wurden kurz darauf mangels hinreichenden Tatverdachts freigelassen – eine Entwicklung, die EL PAÍS mit Kritik am Vorgehen der Polizei während der Ermittlungen in Verbindung bringt. Der Angriff hat die Besorgnis über politische Gewalt in einem Land neu entfacht, das im kommenden Jahr Wahlen abhält, um Präsident, Vizepräsident, Bürgermeister und Abgeordnete zu wählen.
Reaktion von Regierung und Kongress
Präsident Bernardo Arévalo entband laut Deutsche Welle zwei hochrangige Militärkommandeure wegen der acht Tötungen von ihren Aufgaben und stellte den Staatsanwälten rund 100 Soldaten zur Unterstützung der Ermittlungen zur Verfügung. EL PAÍS berichtete separat, Arévalo habe den Direktor und den stellvertretenden Direktor der Nationalen Zivilpolizei entlassen, nachdem Kritik am Vorgehen der Polizei bei der Tötung des früheren Staatsanwalts laut geworden war. In einer Erklärung sagte der Kongresspräsident Luis Alberto Contreras:
„Das Parlament weist diese Gewalttat zurück und verurteilt sie.“
Die Abgeordneten forderten die Behörden auf, eine zügige, transparente und unparteiische Untersuchung durchzuführen. In den bisherigen Berichten wurden keine Verdächtigen für den Angriff auf den Abgeordneten identifiziert.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Le Monde.frIn Guatemala ein Abgeordneter und drei Polizisten bei einem bewaffneten Angriff getötetAu Guatemala, un député et trois policiers tués dans une attaque armée · Original auf Französisch
- MediapartGuatemala: Ein Abgeordneter und drei Polizisten bei einem bewaffneten Angriff getötetGuatemala : un député et trois policiers tués dans une attaque armée · Original auf Französisch
- Η ΝαυτεμπορικήGuatemala: Bewaffneter Angriff auf OppositionsabgeordnetenΓουατεμάλα: Ένοπλη επίθεση εναντίον βουλευτή της αντιπολίτευσης - Νεκροί τρεις αστυνομικοί · Original auf Griechisch
- Deutsche WelleEin Abgeordneter und drei Polizisten sterben bei bewaffnetem Angriff in GuatemalaUn diputado y tres policías mueren en ataque armado en Guatemala · Original auf Spanisch
- Bernardo Arévalo
- Präsident Guatemalas, der nach den jüngsten Tötungen Militärkommandeure und Polizeiführung entließ
- Sandra Torres
- Frühere First Lady und Gründerin der UNE-Partei, der Portillo beigetreten ist
- Juan Francisco Solórzano Foppa
- Früherer Staatsanwalt, der rund zwei Wochen vor dem Angriff erschossen wurde
- Orte
- Guatemala
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