Diplomatie · London, St. John's und Manchester

Burnham öffnet Tür für Entschuldigung für Sklaverei, Miliband schließt Reparationen aus

Premierminister Andy Burnham hat Bereitschaft erkennen lassen, sich für den transatlantischen Sklavenhandel formell zu entschuldigen, während Außenminister Ed Miliband betont, die Steuerzahler würden keinen Penny mehr zahlen und Reparationen seien vom Tisch.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LBC, The Scotsman, BBC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London, St. John's, Manchester · Vereinigtes Königreich, Antigua und Barbuda

Ein Wandel bei der Entschuldigungsfrage

Premierminister Andy Burnham hat Bereitschaft erkennen lassen, sich für die Rolle Großbritanniens im transatlantischen Sklavenhandel formell zu entschuldigen – eine Abkehr von der langjährigen Regierungspolitik. Minister beginnen einen „strukturierten Dialog“ mit den Commonwealth-Nationen, der laut Außenminister Ed Miliband voraussichtlich innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein dürfte. Auf die Frage, ob eine formelle Entschuldigung bis zu dem Zeitpunkt möglich sei, an dem Großbritannien im November 2027 den G20-Gipfel in Manchester ausrichtet, antwortete Miliband: „Im Großen und Ganzen ja.“ Er sagte, frühere Regierungen hätten dazu geneigt, das Thema Sklaverei „unter den Teppich zu kehren“, und der geänderte Ton solle dazu dienen, sich dem Thema zu stellen statt es zu meiden.

Steuerzahler und Reparationen

Miliband betonte, der neue Ansatz werde die britischen Steuerzahler keinen Penny mehr kosten. Er sagte, die Regierung habe ihren Partnern im Voraus mitgeteilt, dass sie bereit sei, über eine Entschuldigung zu sprechen, ihre Haltung zu Reparationen aber nicht ändern werde. Zu diesem Punkt war er unverblümt:

„Für uns kommt das nicht infrage. Das ist nicht die richtige Antwort. Das ist nicht praktikabel. Das ist für uns nicht machbar.“

Ed Miliband, Britischer Außenminister

Burnham seinerseits wollte nicht sagen, ob der Wandel höhere Kosten für die Steuerzahler bedeuten könnte. The Telegraph berichtete, er habe beim Commonwealth-Gipfel in Antigua dreimal abgelehnt zu sagen, dass Großbritannien den Commonwealth-Ländern kein zusätzliches Geld geben werde. Außerdem berichtete die Zeitung, er habe am Montag, dem 2. November, 40 Mio. £ für karibische Projekte zugesagt. Die beiden Darstellungen der Regierungsposition wurden nicht in Einklang gebracht.

Blair, Badenoch und der Gipfel 2024

Miliband beschrieb die Haltung des früheren Premierministers Tony Blair als eine Situation des „sorry not sorry“. Er bezog sich auf Blairs Ausdruck „tiefer Trauer und Reue“ über die britische Beteiligung am Sklavenhandel, den LBC auf 2006 und die BBC auf 2007 datiert. Miliband sagte, Blairs Worte seien später von der Downing Street zurückgenommen worden. Die konservative Parteivorsitzende Kemi Badenoch sagte laut einem Meinungsbeitrag in The Scotsman, es bestehe keine Notwendigkeit, Blairs Erklärung etwas hinzuzufügen. Miliband fügte hinzu, die Premierministerin von Barbados, Mia Mottley, habe die Blair-Äußerungen in einem Gespräch mit Burnham zur Sprache gebracht. Er sagte zudem, das Commonwealth-Treffen der Regierungschefs 2024 in Samoa habe in einer – wie er es nannte – „verbalen Schlägerei“ über das Thema geendet.

König Charles und die Royal Navy

Als Oberhaupt des Commonwealth sagte König Charles vor den in Antigua versammelten Staats- und Regierungschefs, der transatlantische Handel sei für ihn eine Quelle tiefer persönlicher Trauer, doch eine Entschuldigung sprach er nicht aus. Er schrieb der Royal Navy eine führende Rolle bei der Beendigung des Handels zu und sagte, sein Engagement, Wege zur Aufarbeitung vergangenen Unrechts zu finden, sei gewachsen. Er sagte zu den Staats- und Regierungschefs:

„Unsere Geschichte inspiriert uns, kann uns entsetzen, doch sie kann uns immer lehren.“

König Charles

Ein Meinungsbeitrag in The Scotsman argumentiert, die Bilanz der Royal Navy verdiene mehr Gewicht in der Debatte. Er verweist auf 1.600 aufgebrachte Sklavenschiffe und 150.000 Afrikaner, die nach der Abschaffung 1807 befreit wurden. Zudem beziffert er die Kosten der Westafrika-Staffel auf geschätzt 2 % des britischen BIP und führt an, Aufzeichnungen zufolge seien 17.000 Seeleute bei diesem Einsatz gestorben.

Karibisches Engagement und die Entschädigung von 1833

Der Premierminister von St. Lucia, Philip J Pierre, der den Vorsitz der 15 Mitglieder umfassenden Karibischen Gemeinschaft innehat, soll gesagt haben, der Zusammenschluss sei bereit, sich an dem strukturierten Dialog zu beteiligen. Die Rufe nach einer Entschuldigung und Reparationen aus Großbritannien sind in den vergangenen Jahren lauter geworden. Ein Leserbrief in The Guardian von Giselle Dye aus Edinburgh argumentiert, die Verantwortung des Staates sei nicht beendet. Darin heißt es, die Regierung habe 1833 20 Mio. £ aufgenommen, um Sklavenhalter zu entschädigen, es seien rund 40.000 Ansprüche geltend gemacht worden, und die daraus entstandene Schuld sei erst 2015 getilgt worden. Der Brief fügt hinzu, etwa 3.000 Menschen in Großbritannien hätten rund die Hälfte des Entschädigungsfonds erhalten.

Wie es weitergeht

Der Dialog dürfte laut Miliband innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein, und die BBC berichtet, eine Entschuldigung könnte etwa zu dem Zeitpunkt kommen, an dem der Premierminister im November 2027 den G20-Gipfel in Manchester ausrichtet. Miliband sagte, die Regierung habe sich entschieden, sich dem Thema zu stellen, statt so zu tun, als existiere es nicht.

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