Diplomatie · London
Burnham offen für formelle Entschuldigung für die Sklaverei, schließt Reparationen vor Commonwealth-Gipfel aus
Andy Burnham sagt, er sei offen für eine formelle britische Entschuldigung für den transatlantischen Sklavenhandel, werde aber keine Reparationen zahlen – vor einem Gipfel der Commonwealth-Regierungschefs in der Karibik in der Woche des 2. November.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Telegraph, NOS, The New York Times und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am Freitag, 30. Oktober, sagte Andy Burnham, er sei offen für eine formelle Entschuldigung für den transatlantischen Sklavenhandel, doch eine Erklärung hänge von einem strukturierten Dialog mit betroffenen Ländern und Kampagnengruppen ab.
Burnham schließt finanzielle Reparationen aus, während Barbados' Premierministerin Mia Mottley weiterhin darauf beharrt.
Der frühere Premierminister Gordon Brown soll eine Initiative zur Umschuldung der ärmsten Commonwealth-Länder leiten; Burnham zufolge geben mehr als 40 % von ihnen mehr für Zinsen aus als für Gesundheit.
Burnham nimmt in der Woche des 2. November am Chogm teil, begleitet von Schatzkanzler John Healey und Außenminister Ed Miliband, während König Charles III. die Karibik bereist.
Ein bedingtes Angebot der Entschuldigung
Am Freitag, 30. Oktober, veröffentlichte Premierminister Andy Burnham in The Guardian einen Meinungsbeitrag, in dem er sich offen für eine formelle Entschuldigung des britischen Staates für die Rolle des Landes im transatlantischen Sklavenhandel zeigt. Er knüpfte diese Möglichkeit an einen strukturierten Dialog mit einzelnen Ländern und Kampagnengruppen im In- und Ausland und erklärte, eine formelle Erklärung werde davon abhängen, wie dieser Dialog ausgehe. Burnham drückte zudem seine eigene Trauer und sein Bedauern über das durch den Handel verursachte Leid aus – ein Schritt, den der Guardian als weitergehend beschreibt, als ihn je ein Premierminister zuvor gegangen sei. Er nannte den Handel eine brutale und barbarische Verletzung von Menschen, die als Eigentum behandelt und zu Tode geschunden wurden. Er sagte, das Anhören der Forderungen nach einer Entschuldigung werde ein zentraler Teil des Prozesses sein, und fügte hinzu:
„Das Anhören der Forderungen nach einer formellen Entschuldigung im Namen des britischen Staates wird ein wichtiger Teil dieses Prozesses sein, und ich bin dafür offen.“
Im selben Artikel schrieb er über den Schmerz, den die Geschichte seines Landes bis heute verursacht:
„Ich möchte meine Trauer und mein Bedauern über den Schmerz und das Leid so vieler Millionen Menschen ausdrücken und anerkennen, wie sehr dies unsere Welt bis heute prägt.“
Frühere Regierungen und die Frage der Entschuldigung
Tony Blair drückte 2007 tiefe Trauer und Bedauern aus, doch vollständige Entschuldigungen im Namen der Regierung folgten nie. Der konservative Premierminister Rishi Sunak sagte 2023, die Geschichte des Landes neu aufzurollen sei kein Weg nach vorn. Keir Starmer, Burnhams Labour-Vorgänger, argumentierte, Geschichte lasse sich nicht umschreiben. Burnham erkennt nun an, dass das Erbe der Sklaverei die Welt bis heute prägt, und er glaubt, dass eine direkte Auseinandersetzung mit dem Thema die Bande innerhalb des Commonwealth stärken könnte. Karibische Staaten, unterstützt von einigen afrikanischen Ländern, haben das Vereinigte Königreich, Frankreich und Spanien zu Reparationen gedrängt, die Geld, eine vollständige Entschuldigung, Unterstützung für Gesundheit und Bildung sowie Schuldenerlass umfassen.
Reparationen abgelehnt, Schuldenerleichterung angeboten
Burnham schließt finanzielle Reparationen aus und argumentiert, Menschen, die heute in Großbritannien leben, könnten nicht für Unrecht verantwortlich gemacht werden, das in einer früheren Epoche unter anderen Rechtsregeln begangen wurde und an dem sie persönlich nicht beteiligt waren. Stattdessen will er den früheren Premierminister Gordon Brown bitten, eine Initiative zur Umschuldung der ärmsten Commonwealth-Länder zu leiten, damit diese über einen längeren Zeitraum zu besseren Zinssätzen zurückzahlen können. Der Guardian berichtet, die Schuldendienstkosten der ärmsten und verletzlichsten Commonwealth-Länder seien so hoch wie seit mehr als 25 Jahren nicht mehr. Burnham sagt, mehr als 40 % dieser Länder gäben mehr für Zinszahlungen aus als für Gesundheit. Der IWF soll schließlich in die Bemühungen einbezogen werden. Barbados' Premierministerin Mia Mottley begrüßte den Dialog, forderte aber weiterhin Reparationen.
Der Gipfel und die Reise des Königs
König Charles III. ist auf Karibikreise, und das Thema ist während dieses Besuchs wieder auf die Tagesordnung gerückt. Burnham wird in der Woche des 2. November am Treffen der Commonwealth-Regierungschefs (Chogm) teilnehmen, wo das Thema voraussichtlich dominieren wird. Die New York Times berichtet, der Kurswechsel könnte dem König den Weg ebnen, bei diesem Treffen um Verzeihung zu bitten. Schatzkanzler John Healey und Außenminister Ed Miliband werden Burnham beim Gipfel begleiten, um bei der Schuldenarbeit zu helfen, ebenso wie Gordon Brown. Der Commonwealth hat 56 Mitgliedstaaten, viele davon ehemalige britische Kolonien, in denen Sklaverei erlaubt war. Etwa drei Millionen versklavte Afrikaner wurden im 18. und 19. Jahrhundert auf britischen Schiffen über den Atlantik gebracht, um auf kolonialen Plantagen zu arbeiten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The TelegraphBurnham erwägt formelle Entschuldigung für SklavereiBurnham considering formal slavery apology · Original auf Englisch
- NOSBritischer Premierminister will über Entschuldigungen für Sklaverei diskutieren, schließt aber Reparationen ausBritse premier wil excuses slavernij bespreken, maar sluit herstelbetalingen uit · Original auf Niederländisch
- The New York TimesGroßbritanniens Premierminister sagt, er sei offen für eine formelle Entschuldigung für SklavereiBritain's Prime Minister Says He's Open to a Formal Apology for Slavery · Original auf Englisch
- ObservadorAndy Burnham lässt formelle Entschuldigung für Sklavenhandel zu, lehnt aber finanzielle Reparationen ab. „Sie sind nicht die Lösung“Andy Burnham admite pedido de desculpas formal por comércio de escravos, mas recusa reparações financeiras. "Não são a solução" · Original auf Portugiesisch
- Andy Burnham
- Premierminister des Vereinigten Königreichs, der den Guardian-Artikel mit dem Angebot einer bedingten Entschuldigung verfasste
- Gordon Brown
- Früherer Premierminister, der die Initiative zur Umschuldung leiten soll
- Mia Mottley
- Premierministerin von Barbados, die den Dialog begrüßte, aber an der Forderung nach Reparationen festhält
- King Charles III
- Britischer Monarch auf Karibikreise, bei der die Frage der Entschuldigung beim Chogm zur Sprache kommen könnte
- Tony Blair
- Früherer Premierminister, der 2007 tiefe Trauer und Bedauern ausdrückte
- Rishi Sunak
- Konservativer Premierminister, der 2023 sagte, die Geschichte des Landes neu aufzurollen sei kein Weg nach vorn
- Keir Starmer
- Labour-Premierminister und unmittelbarer Vorgänger Burnhams
- John Healey
- Schatzkanzler, der Burnham beim Commonwealth-Gipfel zur Schuldenarbeit begleiten wird
- Ed Miliband
- Außenminister, der Burnham beim Commonwealth-Gipfel zur Schuldenarbeit begleiten wird
- Orte
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