Regierung · Athen

Griechische Regierung zieht umstrittenen Artikel 23 aus dem Gesetzentwurf zu Privatschulden zurück

Die Vorschrift hätte Gläubigern erlaubt, einen Schuldenvergleich als Vollstreckungstitel durchzusetzen – ohne Zahlungsbefehl oder Gerichtsurteil. Vize-Finanzminister Dimitris Markopoulos gab den Rückzug am 30. Oktober im Parlament bekannt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Η Ναυτεμπορική, iefimerida.gr, NEWS 24/7 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Athen · Griechenland

Was die Regierung zurückzog

Das Finanzministerium nahm Artikel 23 aus seinem Gesetzentwurf zu Privatschulden heraus, während der Text im Parlament beraten wurde; Vize-Finanzminister Dimitris Markopoulos verkündete die Entscheidung am 30. Oktober im Plenum. Der Artikel hätte einen neuen Artikel 63E in das Gesetz 5072/2023 eingefügt. Danach hätte ein Schuldner, der mit mehr als drei Raten in Verzug gerät, dem Gläubiger das Recht gegeben, die Vereinbarung zu kündigen und die ursprüngliche Schuld abzüglich der bereits geleisteten Zahlungen wiederaufleben zu lassen. Der Vergleichsvertrag selbst wäre zu einem Vollstreckungstitel geworden, sodass ein Gläubiger die Zwangsvollstreckung beginnen könnte, ohne zuvor einen Zahlungsbefehl oder ein Gerichtsurteil zu erwirken.

Warum die Oppositionsparteien Einspruch erhoben

Anwaltsverbände und Oppositionsparteien argumentierten, die Klausel erlaube es Servicern und Fonds, Pfändungen anzuordnen und Versteigerungen voranzutreiben – allein auf Grundlage einer privaten Vereinbarung. Der PASOK-Vorsitzende Nikos Androulakis beschrieb das Risiko konkret: Wenn der Gläubiger die geschuldete Summe selbst berechnet, könne eine kurze Verzögerung bei einer einzigen Rate zur Pfändung und Versteigerung des Vermögens eines Schuldners oder Bürgen führen. ELAS und PASOK erklärten beide, die Vollversammlung der Anwaltskammern sei von der Anhörung ausgeschlossen worden. Im Mittelpunkt der Kritik stand der Wegfall der richterlichen Kontrolle, die Kreditnehmer normalerweise vor dem Beginn der Vollstreckung schützt.

Reaktionen der Parteien

Die PASOK-Sektorleiterin und Abgeordnete Miliena Apostolaki nannte den Rückzug chaotisch und erklärte, er reiche nicht aus. Sie argumentierte, die Regierung habe zunächst versucht, günstige Bedingungen für die Mächtigen gesetzlich zu verankern, und sei dann unter Druck zurückgewichen; sie forderte das Ministerium auf, eine Reihe weiterer Vorschriften zu ändern. Sie wies zudem darauf hin, dass der PASOK-Vorsitzende den Rückzug der Vorschrift gefordert habe, und bat darum, den Gesetzentwurf der PASOK ins Plenum zu bringen.

„Der Rückzug der provokativen Vorschrift reicht nicht aus.“

Miliena Apostolaki

SYRIZAs Nikos Pappas, zuständig für den Bereich Wirtschaft, sagte, der Kampf um Artikel 23 sei innerhalb und außerhalb des Parlaments gewonnen worden. Er warf der Regierung vor, Fonds das Gesetzeschreiben und Räumungen in eigener Regie zu ermöglichen. Pappas fügte hinzu, SYRIZA werde weiter für die Abschaffung des Programms „Herakles“ und für einen Untersuchungsausschuss dazu kämpfen.

„Der Kampf um den Rückzug von Artikel 23 wurde innerhalb und außerhalb des Parlaments gewonnen.“

Nikos Pappas, SYRIZA-Sektorleiter für Wirtschaft und Abgeordneter

Der ELAS-Sektorleiter für Wohnen, Dimitris Lyritsis, sagte, die Regierung sei ertappt worden und in Unordnung geflohen. Er argumentierte, der Rückzug verberge ihre wahren Absichten nicht, die er als mehr Macht für Fonds und Servicer und weniger Garantien für Kreditnehmer beschrieb.

Reaktion der Regierung und das weitere Vorgehen

Markopoulos forderte die Oppositionsparteien auf, für die übrigen Artikel des Gesetzentwurfs zu stimmen, und sagte, die neuen Regeln würden der von ihm so bezeichneten Rücksichtslosigkeit der Servicer ein Ende setzen. Die übrigen Artikel lagen noch im Parlament, als der Rückzug angekündigt wurde.

„Wir ziehen ihn zurück, damit es Ihrerseits keine Ausrede gibt.“

Dimitris Markopoulos

Lyritsis sagte, ELAS erwarte einen Versuch, dieselbe Regel in anderem Gewand zurückzubringen, und die Partei werde in der Sache weiter Druck machen. Apostolaki sagte, der eigene Gesetzentwurf der PASOK zum Schutz von Kreditnehmern solle im Plenum zur Abstimmung kommen, und forderte weitere Schutzvorkehrungen gegen missbräuchliche Vollstreckung.

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