Regierung · Athen
Griechenland setzt mit neuem Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums Grenzen für KI bei Entscheidungen am Arbeitsplatz
Arbeitsministerin Niki Kerameus stellte den Gesetzentwurf am 2. November 2026 dem Kabinett und auf einer Pressekonferenz vor. Er regelt algorithmisches Management auf digitalen Plattformen und die Rechte der davon betroffenen Beschäftigten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von in.gr, H Kαθημερινή, Η Ναυτεμπορική und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Plattformen dürfen das Konto eines Beschäftigten laut dem von Kerameus am 2. November 2026 vorgelegten Entwurf nicht allein durch automatisierte Mittel einschränken, sperren oder dauerhaft deaktivieren.
Beschäftigte können erfragen, wie Algorithmen funktionieren, welche Daten sie verwenden und welche Kriterien gelten, und eine Überprüfung von Entscheidungen verlangen, die ausschließlich von automatisierten Systemen getroffen wurden.
Kerameus zufolge sieht der Entwurf engere Grenzen für die Verarbeitung sensibler personenbezogener Daten zum Zweck des algorithmischen Managements vor; bestimmte Informationen sind von einer solchen Nutzung ausgeschlossen.
Eltern müssen nach dem Entwurf nicht mehr ein Jahr zwischen zwei Elternzeiten warten; der Entwurf enthält zudem eine Vermutung der abhängigen Beschäftigung.
Ein Gesetzentwurf zum algorithmischen Management
Arbeitsministerin Niki Kerameus stellte am 2. November 2026 dem Kabinett einen Gesetzentwurf zum Einsatz künstlicher Intelligenz auf dem Arbeitsmarkt vor, anschließend einer Pressekonferenz, an der auch Generalsekretär Nikos Milapidis teilnahm. Der offizielle Titel des Entwurfs umfasst Regeln für den KI-Einsatz auf dem Arbeitsmarkt, den Schutz von Plattformbeschäftigten und die Umsetzung der EU-Richtlinie 2024/2831 sowie weitere Bestimmungen. Das Ministerium erklärt, Ziel sei es, den unkontrollierten Einsatz von Algorithmen einzudämmen, die Arbeit zuteilen, Leistung bewerten und Personal steuern. Kerameus präsentierte die Technologie als Produktivitätswerkzeug, das dennoch Schutzvorkehrungen braucht.
„Künstliche Intelligenz ist ein äußerst nützliches Werkzeug, das die Produktivität auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessert. Dennoch sind Schutzvorkehrungen erforderlich, um die Beschäftigten und den Arbeitsmarkt zu schützen.“
Kerameus sagte zudem, der Entwurf führe eine menschliche Aufsicht über algorithmisches Management auf Plattformen ein, damit die Technologie Entscheidungen unterstützt, ohne Menschen darin zu ersetzen.
Menschliche Überprüfung automatisierter Entscheidungen
Nach Berichten über den Gesetzentwurf dürfte es einer Plattform nicht erlaubt sein, das Konto eines Beschäftigten allein durch automatisierte Mittel einzuschränken, zu sperren oder dauerhaft zu deaktivieren oder ein Arbeitsverhältnis zu beenden. Eine menschliche Überprüfung müsste die besonderen Umstände des Einzelfalls prüfen und unfaire oder fehlerhafte Entscheidungen begrenzen. Beschäftigte hätten Anspruch darauf zu erfahren, wie die Algorithmen funktionieren, welche Daten sie verwenden und nach welchen Kriterien sie bewertet werden. Sie könnten zudem Erklärungen und eine Überprüfung von Entscheidungen verlangen, die ausschließlich von automatisierten Systemen getroffen wurden.
Zu den in der Berichterstattung genannten Plattformen gehören e-food, Wolt, Box, Uber, Freenow und Bolt, die Algorithmen einsetzen, um Aufträge zuzuteilen, die Geschwindigkeit und Leistung von Kurieren oder Fahrern zu bewerten und ihre Arbeit zu organisieren. Dieselben Praktiken können bei Unternehmen auftreten, die keine Plattformen sind, etwa bei Logistikfirmen, Banken und Versicherern. Der Rahmen richtet sich auch auf Fälle – ob mit oder ohne Beteiligung einer Plattform –, in denen Systementscheidungen reale Arbeitsbedingungen wie Wetter, Entfernungen, Auftragsvolumen und Lieferzeiten ignorieren.
Sensible Daten, Beschäftigungsstatus und Elternzeit
Kerameus sagte, der Entwurf setze strengere Grenzen für die Verarbeitung sensibler personenbezogener Daten zum Zweck des algorithmischen Managements, und bestimmte Kategorien von Informationen dürften für diese Zwecke nicht verwendet werden. Der Entwurf enthalte zudem eine Vermutung der abhängigen Beschäftigung, die helfen solle, den korrekten Beschäftigungsstatus von Plattformbeschäftigten zu bestimmen. Seine Regelungen zur Elternzeit würden ein Hindernis für Eltern beseitigen, die nicht mehr ein Jahr zwischen zwei Elternzeiten warten müssten. Der Entwurf ziele außerdem darauf, die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden zu stärken.
Konsultation und der Fall Pizza Fan
Das Ministerium erklärt, es habe während des gesamten Ausarbeitungsprozesses umfassend mit den nationalen Sozialpartnern und Branchenvertretern konsultiert. Dutzende ihrer Anmerkungen seien bereits in den Entwurf eingearbeitet, der Dialog dauere an. Auf derselben Pressekonferenz ging Kerameus auf den Fall Pizza Fan ein und sagte, es gebe laufenden Kontakt mit Beschäftigten und Vertretern der Kette. Die Arbeitsverträge blieben in Kraft, sodass der Arbeitgeber verpflichtet sei, Löhne und Beiträge zu zahlen. Bei den Betrieben der Franchisenehmer hätten die Zahlungen bereits begonnen, und am 2. November hätten sie für die Beschäftigten des Mutterunternehmens begonnen, das rund 550 Menschen beschäftigt. Für den 3. November ist im Arbeitsministerium ein dreiseitiges Treffen zum Fall Pizza Fan angesetzt; auch zu einem separaten Fall bei Choriatiko laufen Initiativen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- in.grGesetzliche Regelung zur Nutzung von KI bei Einstellungen und MitarbeiterbewertungenΝομοθετική ρύθμιση για τη χρήση ΑΙ σε προσλήψεις και αξιολογήσεις εργαζομένων · Original auf Griechisch
- H KαθημερινήNeue Regeln für den Einsatz von künstlicher Intelligenz am ArbeitsplatzΝέοι κανόνες για τη χρήση τεχνητής νοημοσύνης στην εργασία · Original auf Griechisch
- H KαθημερινήArbeitsministerium: Was der Gesetzentwurf zur Nutzung von KI auf dem Arbeitsmarkt vorsiehtΥπ. Εργασίας: Τι προβλέπει το νομοσχέδιο για τη χρήση της AI στην αγορά εργασίας · Original auf Griechisch
- Η ΝαυτεμπορικήNeue Regelungen für berufstätige Eltern - Sie müssen nicht mehr ein Jahr zwischen zwei Elternzeiten wartenΝέες ρυθμίσεις για εργαζόμενους γονείς - Δεν θα χρειάζεται πλέον να περιμένουν έναν χρόνο μεταξύ δύο γονικών αδειών. · Original auf Griechisch
- Niki Kerameus
- Griechische Arbeitsministerin, die den Gesetzentwurf am 2. November 2026 dem Kabinett und auf einer Pressekonferenz vorstellte
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