Regierung · Zografou

Tsipras kündigt nach efood-Treffen Gesetzentwurf zu Arbeitsrechten von Lieferfahrern an

Der frühere Ministerpräsident Alexis Tsipras hat am Donnerstag, 29. Oktober, in Zografou Beschäftigte des Lieferdienstes efood getroffen und zugesagt, dass seine Partei ELAS ihren ersten Gesetzentwurf zu deren Rechten ausarbeiten wird. Die fünf Vorschläge umfassen Algorithmus-Transparenz, die Vermutung abhängiger Beschäftigung und ein Ende der Subunternehmervergabe.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von iefimerida.gr, ΣΚΑΪ, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Zografou · Griechenland

Das Treffen in Zografou

Am Donnerstag, 29. Oktober traf Alexis Tsipras im Veranstaltungsort Architektoniki in Zografou bei Athen rund zweieinhalb Stunden mit Lieferbeschäftigten von efood zusammen. Das Treffen war von Dionysis Temponeras vorbereitet worden, dem Leiter des Arbeitssektors von ELAS, der zugleich Arbeitsrechtler ist. In einem Facebook-Beitrag beschrieb Tsipras die Liefertätigkeit als risikoreich und prekär und verknüpfte den alltäglichen Dienst mit der Notwendigkeit, Leben, Gesundheit und Rechte der Beschäftigten zu schützen. Die Diskussion drehte sich um verdichtete Arbeit, Beschäftigungsbedingungen und die Probleme, mit denen die Fahrerinnen und Fahrer bei Plattformen und Gastronomiebetrieben konfrontiert sind.

Fünf Vorschläge in Ausarbeitung

Tsipras erklärte, ELAS habe sich verpflichtet, ihren ersten Gesetzentwurf zu den Arbeitsrechten des modernen Prekariats vorzubereiten, beginnend mit dem Lieferbereich. In seinem Beitrag schrieb er, das Gesetz solle fünf Maßnahmen vorsehen. Dabei handelt es sich um Transparenz und Kontrolle der Plattformalgorithmen, die die Zuteilung von Aufträgen, Einstellungen, Entlassungen und die Bewertung von Beschäftigten beeinflussen, sowie um die Möglichkeit, auf Lieferplattformen eine Vermutung abhängiger Beschäftigung festzuschreiben. Die Vorschläge sehen zudem die Abschaffung von Subunternehmern und Leiharbeit vor, mit direkter Anstellung ausschließlich durch die Plattformen, die vollständige Wiederherstellung des Schutzes durch Tarifverträge sowie Maßnahmen für Gesundheit und Sicherheit, einschließlich einer Absicherung bei Arbeitsunfällen.

Tsipras erklärte, die Fahrerinnen und Fahrer seien vom geltenden Recht nicht erfasst.

„Diese Menschen werden von der Gesetzgebung nicht geschützt.“

Alexis Tsipras, Früherer Ministerpräsident und Vorsitzender von ELAS

Kritik an der Regierung und die EU-Frist

Tsipras warf der Regierung unter Kyriakos Mitsotakis vor, Rechte, die die europäische Richtlinie sichere, durch das sogenannte Hatzidakis-Gesetz außerhalb des nationalen Rahmens gelassen zu haben. Dies diene den beiden großen Plattformunternehmen und den Subunternehmern, die, so seine Worte, die Arbeitsbedingungen oft wie im Mittelalter gestalteten. Im selben Beitrag fasste er den Ansatz mit einem Satz über den Spruch zusammen, den die Fahrerinnen und Fahrer jeden Tag hörten.

„Wir hören oft „das Kind ist losgefahren“, damit die Bestellung ankommt, aber niemand fügt hinzu: „Es spielt sein Leben Kopf oder Zahl“.“

Alexis Tsipras, Früherer Ministerpräsident und Vorsitzender von ELAS

Die Debatte fällt in die Zeit kurz vor Ablauf der Frist zur Umsetzung der EU-Richtlinie 2024/2831 über Plattformarbeit. Die Mitgliedstaaten müssen sie bis zum 2. Dezember 2026 in nationales Recht überführen. Die Richtlinie legt Maßnahmen zur korrekten Feststellung des Beschäftigungsverhältnisses und Regeln für die Steuerung von Beschäftigten durch automatisierte Systeme fest.

Politischer Hintergrund und nächste Schritte

Das Treffen hat auch eine politische Dimension. Am 30. Oktober veröffentlichte Berichte besagen, dass die Umfragewerte von ELAS im vergangenen Monat stagniert hätten, und die Partei wolle die Lücke zu PASOK wieder öffnen, damit ihr zweiter Platz gesichert wirke. Zwei enge Mitarbeiter begleiteten Tsipras bei dem Treffen – ein Schritt, der laut denselben Berichten eine klare Botschaft innerhalb und außerhalb der Partei sende. Die Berichte ergänzen, Tsipras plane für Anfang nächsten Jahres eine politische Veranstaltung, die sich an die progressiven Kräfte der Linken und der Mitte richte.

Die Artikel nennen kein Datum für die Einbringung des Liefergesetzes. Fest stehen die EU-Umsetzungsfrist vom 2. Dezember 2026 und die fünf Punkte, die ELAS bislang vorgelegt hat.

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