
Republikaner fürchten Verlust des Repräsentantenhauses – Johnson räumt Unsicherheit ein, Talarico bleibt unsichtbar
Sprecher Mike Johnson sagte Fox News, er wisse nicht, was als Nächstes für ihn komme, sollten die Republikaner am 3. November das Repräsentantenhaus verlieren. Interne Umfragen Ende September zeigten enge Rennen in Wahlkreisen, die Trump 2024 mühelos gewonnen hatte.
Sprecher räumt möglichen Verlust des Repräsentantenhauses ein
Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, sagte Fox News, er wisse nicht, was er tun werde, sollten die Republikaner bei den Midterm-Wahlen im November die Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren. Er sei darauf konzentriert, die Mehrheit zu halten, und ständig im ganzen Land unterwegs. Johnson hat wiederholt argumentiert, die Republikaner würden früheren Mustern trotzen und Sitze im Repräsentantenhaus hinzugewinnen, doch beim Spendensammeln und bei Aufrufen zur Wahlbeteiligung hat er auch die Möglichkeit einer Niederlage erwähnt. Er warnte, eine demokratische Mehrheit würde zu neuen Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump führen. Reuters bezeichnete die Äußerungen als offenbar öffentliches Eingeständnis, dass die Republikaner im November verlieren könnten.
Johnson sagte zudem, die Republikaner wären in diesem Fall nicht schuld.
Sollten wir die Mehrheit verlieren, weiß ich nicht, wie das nächste Kapitel meines Lebens aussehen wird.
Interne Umfragen alarmieren die Republikaner
Ende September erhielten führende Republikaner in der GOP-Führung des Repräsentantenhauses, in zentralen politischen Operationen und in einzelnen Wahlkämpfen interne Umfragen, so drei Personen mit direkter Kenntnis, die mit POLITICO unter der Bedingung der Anonymität sprachen. Die Ergebnisse zeigten ein raues Umfeld für die Regierungspartei, mit mehreren ehemals sicheren roten Sitzen in Gefahr. Schlüsselsitze in Kentucky, North Carolina und Nevada, Regionen, die Trump 2024 mit zehn Punkten oder mehr gewann, waren umkämpft. Alle drei gefährdeten GOP-Sitze in Iowa schienen verloren, und republikanische Amtsinhaber, die seit Jahren keine ernsthaften Rennen mehr führen mussten, sind von Oklahoma bis Wisconsin verwundbar. Weniger als vier Wochen vor dem Wahltag beginnen die Republikaner, sich auf Worst-Case-Szenarien einzustellen.
Im 17. Wahlbezirk von New York tritt der Abgeordnete Mike Lawler, ein Republikaner in seiner zweiten Amtszeit, gegen die Demokratin Cait Conley an, eine Militärveteranin und ehemalige Terrorismusbekämpfungsbeamtin während der Biden-Regierung. NPR weist darauf hin, dass der Bezirk 2024 einen Republikaner ins Repräsentantenhaus wählte und auch für Kamala Harris stimmte. Lawler brach mit der Regierung wegen ihrer Entscheidung, eine Politik zu beenden, die fast 350.000 haitianische Migranten vor Abschiebung schützte. Er sagt, er habe das Weiße Haus dazu gebracht, Arbeitsgenehmigungen für Begünstigte dieses Programms vorübergehend zu verlängern, doch diese Genehmigungen sind inzwischen abgelaufen.
- Trump beginnt laut Le Monde, den Wählern einen Scheck zu versprechen
- Talarico hält seine letzte persönliche Wahlkampfveranstaltung ab, eine Spendenveranstaltung in New York City
- Führende Republikaner erhalten interne Umfragen, die enge Rennen in ehemals sicheren Sitzen zeigen
- Johnson sagt Fox News, er kenne sein nächstes Kapitel nicht, sollten die Republikaner das Repräsentantenhaus verlieren
Talaricos Abwesenheit im texanischen Senatswahlkampf
James Talarico, der demokratische Senatskandidat in Texas, hat seit mehr als einer Woche keine Wahlkampfveranstaltung mehr abgehalten, und sein Wahlkampfteam erklärt, er erhole sich von der Grippe. Sein letzter persönlicher Auftritt war eine Spendenveranstaltung in New York City am 29. September, einen Tag später erschien er virtuell aus einem Hotelzimmer vor dem U.S. Hispanic Business Council. Umfragen sehen ihn in der Position, der erste Demokrat seit einer Generation zu sein, der in Texas landesweit gewinnt. Sein Gegner Ken Paxton hat die Abwesenheit seit Tagen angegriffen und stimmte bei einer Kundgebung mit Trump am Mittwoch die Menge in einen Sprechchor ein: "Wo ist James Talarico?" Wahlkampfsprecher JT Ennis sagte, Talarico habe "mehr als 100 öffentliche Veranstaltungen" absolviert, bevor er krank wurde. Talarico beschrieb seine Erkrankung bei seinem letzten öffentlichen Auftritt.
Letzte Nacht wurde es so schlimm, dass ich hier in Dallas in die Notfallpraxis ging und die Diagnose Grippe erhielt. Ich habe Fieber und bin gerade am ansteckendsten.
Talaricos Wahlkampfteam erklärte, er werde am Wochenende auf die Wahlkampftour zurückkehren. Paxtons Wahlkampfteam verschickte am Freitag eine E-Mail mit dem Satz "Immer noch kein Lebenszeichen", und republikanische Unterstützer haben "Vermisstenplakate" für ihn erstellt.
Trumps Scheck-Versprechen
Le Monde berichtet, Trump, der in den Umfragen zurückliegt, glaube, eine Formel gefunden zu haben, um die öffentliche Meinung vor den Wahlen am 3. November zum Repräsentantenhaus und zu einem Drittel des Senats umzudrehen. Seit dem 10. September verspricht er den Wählern einen Scheck – ein Angebot, das die Zeitung als "Trump-Dividende" bezeichnet. Der Artikel fragt, ob solche Versprechen helfen können, eine Wahl zu gewinnen, doch der verfügbare Teil beschreibt das Versprechen und die Wahlausgangslage, nicht seine Kosten oder rechtliche Grundlage.


