Verkehr · Adamuz, Montoro und Urda

Gerichtsgutachter melden drei Gleisverformungen an der Unfallstelle Adamuz, während Adif Reparaturen beantragt

Ein auf den 28. Oktober datierter Bericht der drei gerichtlich bestellten Sachverständigen stellt an der Unfallstelle von Adamuz mindestens drei Verformungen im Gleis fest, ähnlich jener, die dem Bruch der Schweißnaht vorausging. Die Gutachter fragen, warum Adif auf einem Abschnitt, der 30 Tage vor dem Unglück saniert wurde, dringende Reparaturen benötigt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaSexta, RTVE.es, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Adamuz, Montoro, Urda · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 20.10.Adif bittet das Gericht um Genehmigung für dringende Gleisinstandhaltung
  2. 28.10.Gerichtsgutachter datieren ihren Bericht zu Adifs Antrag auf dieses Datum
  3. 12.11.Geplanter Zugriff auf die Daten der JRU-Rekorder und deren Entschlüsselung

Gutachter stellen dringende Reparaturen infrage

Die drei gerichtlich bestellten Sachverständigen, die den Eisenbahnunfall von Adamuz vom 18. Januar 2026 untersuchen, bei dem 46 Menschen starben, reichten am 28. Oktober einen schriftlichen Bericht bei dem zuständigen Gericht in Montoro (Córdoba) ein. Er antwortet auf einen Antrag von Adif, dem öffentlichen Betreiber der Schieneninfrastruktur, vom 20. Oktober 2026 auf gerichtliche Genehmigung für Stopfarbeiten (bateo) zwischen den Streckenkilometern 316+900 und 317+500, einschließlich der Weichen 631 und 632. Die Gutachter melden mindestens drei Verformungen im Gleis, zwei auf IL-Niveau (Eingriffsgrenze) und eine auf AL-Niveau (Alarmgrenze). Sie glichen Messwerten aus Inspektionen vom Oktober 2025 nahe dem Streckenkilometer 318+681, wo später die Schweißnaht brach. Den Arbeiten, die sie für sicherheitsnotwendig halten, widersprechen die Gutachter nicht, äußern aber mehrere Zweifel daran.

Zweifel am sanierten Abschnitt

Die Gutachter finden es mindestens bemerkenswert, dass die Abschnitte, an denen Adif arbeiten will, dieselbe Sanierung erhalten haben wie die Unfallstelle. Diese Arbeiten wurden am 19. Dezember 2025 abgenommen, 30 Tage vor dem Unglück, und befinden sich noch in der Gewährleistung. Sie bitten das Gericht, Adif anzuweisen, die Inspektionsberichte vor der Abnahme und während der Bauausführung vorzulegen, da ihnen nur die Ergebnisse vom Oktober 2025 vorliegen. Zudem hätten sie keine Unterlagen über die Notarbeiten nach dem Unglück, mit denen die gesamte Infrastruktur wiederhergestellt wurde. Bereits im März hatte das Gericht Adif aufgefordert, in dem Bereich von Wartungsarbeiten abzusehen.

Suche nach den Rekordern und anstehende Tests

Die Guardia Civil teilte dem Gericht in einer offiziellen Mitteilung mit, sie habe die beiden Anschlusskästen hinter den DEUTA-Datenrekordern des Alvia gefunden, nicht aber die Rekorder selbst, und bezeichnete deren Auffinden als unmöglich. Die Geräte waren an einer Polyestertür in den Wagen 1 und 4 des Alvia befestigt, eines im Führerstand und eines am Heck. Techniker von ACTREN, dem Unternehmen für die Gleisinstandhaltung, untersuchten das Wrack eingehend. Die im März geborgenen juristischen Rekorder (JRU) sollen am 12. November ausgelesen und entschlüsselt werden; anschließend haben die Techniker zehn Tage Zeit, ihre Schlussfolgerungen vorzulegen. Weitere Untersuchungen sollen den Schotter und die Betonschwellen der Strecke betreffen.

Politische Reaktion auf das Unglück von Urda

Iñaki Barrón, Sprecher des Begleitausschusses des Unfalls von Urda und ehemaliger Präsident der CIAF, die die unabhängige Untersuchung von Adamuz eingeleitet hatte, sagte am 4. November, die Lage sei nicht normal. Der Unfall von Urda ereignete sich am 28. Oktober, neun Monate nach Adamuz, im Hochgeschwindigkeitsnetz.

„Es ist nicht normal, dass sich im selben Jahr auf derselben Strecke zwei so schwere Unfälle ereignen.“

Iñaki Barrón

Barrón kritisierte frühe Hypothesen, die den Unfall von Adamuz auf menschliches Versagen zurückführten – eine Linie, die der frühere Verkehrsminister Óscar Puente verfolgt hatte. Er argumentierte, die eigentliche Frage sei das Verkehrsleitsystem, das Adif auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken einsetze, und forderte Kontrollzentren, die mit Vertretern der Betreiber besetzt sind und Entscheidungen treffen können.

„Der Kontrollposten ist kein unantastbares Lehen des Fahrdienstpersonals, er muss ein Zentrum sein, in dem eisenbahnbetriebliche Entscheidungen getroffen werden.“

Iñaki Barrón

Barrón forderte zudem Schulungen, damit das Personal unter außergewöhnlichen Bedingungen ohne Stress arbeiten kann.

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