Wintersport · Engelberg, St. Moritz und Crans-Montana

Olympiasiegerin Michelle Gisin beendet nach St.-Moritz-Sturz ihre Skikarriere

Die Schweizer Skirennfahrerin Michelle Gisin hat am Dienstag, 3. November 2026, an einer Medienkonferenz auf dem Titlis ihren Rücktritt erklärt. Der Entscheid beendet den Versuch eines Comebacks nach einem schweren Trainingssturz in St. Moritz im Dezember 2025.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Blick.ch, Neue Zürcher Zeitung, SRF News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Engelberg, St. Moritz, Crans-Montana · Schweiz
Wie es dazu kam
  1. 23.03.Letzter Weltcup-Start, Rang 17 im Super-G in Sun Valley
  2. 11.12.Trainingssturz in St. Moritz
  3. 3.11.Verkündet auf dem Titlis den Rücktritt

Rücktritt auf dem Titlis verkündet

Michelle Gisin hat ihre Skikarriere beendet. Sie gab den Entscheid am Dienstag, 3. November 2026, zunächst in einem Video auf Instagram und anschließend an einer Medienkonferenz auf dem Titlis bekannt, ihrem Hausberg oberhalb von Engelberg auf 3238 Metern. Die Ankündigung beendet eine Rehabilitation, die auf eine Rückkehr in den Rennsport ausgerichtet war. Gisin absolvierte bis zuletzt Aufbautraining und hatte sich noch nicht endgültig festgelegt. Ein Comeback war erst nach den Heim-Weltmeisterschaften in Crans-Montana ins Auge gefasst worden, die vom 1. bis 14. Februar 2027 angesetzt sind.

Der Sturz in St. Moritz

Gisin stürzte im Dezember 2025 in einem Trainingslauf für die Abfahrt in St. Moritz, den SRF auf den 11. Dezember auf der Corviglia datiert. Laut Tages-Anzeiger prallte sie mit 110 km/h in die Sicherheitsnetze. Der Sturz verursachte einen Riss des vorderen Kreuzbandes und des Innenbandes im linken Knie, Verletzungen am Handgelenk sowie eine schwere Nackenverletzung; die NZZ nennt zudem zwei Teilrupturen der Sehnen in der linken Schulter. Nach monatelanger Rehabilitation nahm sie das Training in der Kraftkammer wieder auf und kehrte später auf den Schnee zurück. Anfang August beschrieb sie ihre Haltung so:

„Ich will auf den Ski entscheiden und nicht auf der Physiobank eine so unglaublich schöne, erfolgreiche Karriere beenden.“

Michelle Gisin, Schweizer Skirennfahrerin

Zum medizinischen Urteil nach dem Sturz sagte Gisin, die Ärzte hätten ihr geschildert, wie knapp es gewesen sei:

„Die Ärzte haben erklärt, es sei unglaublich knapp gewesen. Ich hätte gelähmt sein können.“

Michelle Gisin, Schweizer Skirennfahrerin

Olympiagold und ein langer Weltcup-Rekord

Gisin gewann 2018 in Pyeongchang Olympiagold in der Kombination und 2022 in Peking erneut, wo sie zudem Super-G-Bronze holte. Bei Weltmeisterschaften gewann sie zwei Kombinations-Medaillen, 2017 und 2021. Ihr einziger Weltcupsieg gelang ihr im Slalom in Semmering 2020, insgesamt stand sie 21-mal auf einem Weltcup-Podest. Sie wurde die erste Schweizerin seit Vreni Schneider, die in allen fünf Weltcup-Disziplinen aufs Podest kam. Ihr Weltcup-Debüt gab sie am 29. Dezember 2012 in Semmering, ihr letzter Start war der Super-G in Sun Valley am 23. März 2025, den sie auf Rang 17 beendete. Ihre Starts verteilten sich auf alle Disziplinen, wie die folgende Aufschlüsselung zeigt.

Weltcup-Starts nach DisziplinStarts
Slalom
103 Starts
Riesenslalom
60 Starts
Abfahrt
59 Starts
Super-G
58 Starts

Daten aus dem Artikeltext

Höhen, Tiefen und der Skiwechsel

2021 belegte sie im Gesamtweltcup den dritten Platz, in der Saison danach den fünften. Vor der Saison 2021/22 erkrankte sie am Pfeifferschen Drüsenfieber und kämpfte sich anschließend bis auf Rang drei im Riesenslalom in Kranjska Gora zurück. Nach dem Wechsel von Rossignol zu Salomon nach den Spielen in Peking blieben ihre Ergebnisse hinter dem früheren Niveau zurück, und sie erreichte nur noch zweimal das Podest. Die folgende Zeitleiste zeichnet die wichtigsten Meilensteine von ihrem Debüt bis zum Rücktritt nach.

Wie es weitergeht

Gisin heiratete diesen Sommer den italienischen Riesenslalom-Spezialisten Luca De Aliprandini und bleibt dem Sport als Botschafterin für die Weltmeisterschaften 2027 in Crans-Montana verbunden. Auch ihre Schwester Dominique und ihr Bruder Marc waren Profiskifahrer; mit ihrem Rücktritt verlässt das letzte der Engelberger Geschwister den Weltcup. Gisin ist am Sonntag, 8. November, ab 18 Uhr im «Sportpanorama» auf SRF zwei zu Gast, wo sie auf die vergangenen Monate und ihre Karriere zurückblicken wird.

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