Regierung · Berlin
Giffey lehnt Führung der Wirtschaftsarbeitsgruppe in Berliner Koalitionsverhandlungen mit Linke und Grünen ab
Franziska Giffey, die scheidende Berliner Wirtschaftssenatorin der SPD, hat am Donnerstagabend, 29. Oktober, abgelehnt, die Arbeitsgruppe Wirtschaft in den Koalitionsverhandlungen mit der Linken und den Grünen zu leiten. Sie nannte ungeklärte Streitpunkte um Antisemitismus, islamistische Netzwerke und Haushaltslücken.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Berliner Zeitung, N-tv, Focus und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am Donnerstagabend, 29. Oktober, teilte Franziska Giffey (SPD) dem Landesvorstand der Partei mit, dass sie für rot-rot-grüne Koalitionsverhandlungen nicht zur Verfügung stehe, nachdem sie gefragt worden war, die Arbeitsgruppe Wirtschaft zu leiten.
Giffey nennt Antisemitismus, die Verbindungen der Linken zu islamistischen Netzwerken und organisierter Kriminalität, den Umgang mit „Terrorunterstützern“, die Vergesellschaftung sowie Versprechen ohne finanzielle Grundlage im Berliner Haushalt.
Der Spiegel berichtete, dass Elif Eralps Büro versehentlich ein Interview zusammen mit internen Notizen zurückgeschickt habe, in denen Sorge um die Sicherheit ihrer Familie geäußert wurde.

Giffey lehnt die Arbeitsgruppe ab
Franziska Giffey, die scheidende Berliner Wirtschaftssenatorin der SPD, hat ein Angebot abgelehnt, an den geplanten Koalitionsverhandlungen mit der Linken und den Grünen teilzunehmen. Sie war gefragt worden, ob sie die Arbeitsgruppe Wirtschaft leiten wolle, und sie sagte Nein. Die Rolle hätte verlangt, nicht gegen das Bündnis als Ganzes zu sprechen – was sie, wie sie sagte, nicht könne.
Sie verkündete die Entscheidung am Donnerstagabend, 29. Oktober, in einem Instagram-Post und nannte ihren Grund in einem Satz:
„Diese Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht, aber ich habe sehr grundsätzliche Kritikpunkte an diesem Bündnis.“
Anschließend habe sie dem Landesvorstand der Partei mitgeteilt, dass sie für Koalitionsverhandlungen über eine rot-rot-grüne Regierung nicht zur Verfügung stehe.
Ungelöste Streitfragen und ihre Bedingungen
Giffey sagte, sie könne das Bündnis als Verhandlungsführerin nicht glaubwürdig vertreten. Sie nannte mehrere Punkte, die sie für weiterhin offen hält: den Umgang mit Antisemitismus, die Beziehungen der Linken zu islamistischen Netzwerken und organisierter Kriminalität, den Umgang mit „Terrorunterstützern“ und die Frage der Vergesellschaftung. Zudem verwies sie auf Versprechen, die nach ihren Worten keine finanzielle Grundlage im Berliner Landeshaushalt haben. Solange diese Fragen nicht klar geklärt seien, sehe sie eine Regierungszusammenarbeit sehr kritisch. Auch die Entwicklungen des Donnerstags hätten ihre Bedenken nicht zerstreut:
„Sie sind noch größer geworden.“
Der Spiegel-Bericht über Elif Eralp
Im Zentrum der Debatte steht ein Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel über Elif Eralp, die Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin der Linken, die Berlins Regierende Bürgermeisterin werden will. Laut dem Magazin gab Eralps Büro eine Interviewfassung heraus, schickte aber versehentlich interne Notizen zurück, die nur für ihr eigenes Team bestimmt waren. In diesen Notizen habe sie Sorge um die Sicherheit ihrer Familie geäußert, eine Frage samt Antwort gestrichen und gefragt, ob das gesamte Interview abgesagt werden könne. Die gestrichene Passage betraf eine palästinensische Aktivistin, die der Verfassungsschutz dem Umfeld der PFLP zuordnet und die nach dessen Angaben in Deutschland für diese Gruppe wirbt.
Reaktionen und der Wahlhintergrund
In der CDU und innerhalb der SPD wird die Episode als Zeichen dafür gelesen, dass Eralp erpressbar sein könnte, und Kritiker warnen davor, in eine von der Linken geführte Koalition einzutreten. Giffey hatte zudem den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpasst. Sie verlor ihren Wahlkreis Rudow knapp gegen den CDU-Abgeordneten Olaf Schenk, und die SPD hatte sie nicht über ihre Bezirksliste abgesichert. In einer Leserdebatte bei Focus sah die größte Gruppe der Beiträge – 33 Prozent der Diskussion – in ihrer Absage ein Symptom für Probleme der Berliner SPD und ihrer Koalitionsstrategie; einige Leser diskutierten eine Mehrheit aus CDU, Grünen und SPD als Alternative.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Berliner ZeitungStreit um Eralp: Giffey lehnt Teilnahme an Koalitionsverhandlungen ab
- N-tvDer Tag: Hilfe bei Rot-Grün-Rot in Berlin? Giffey lässt ihre Partei abblitzen
- Focus"Ehrliche Worte und eine gute Begründung": Leserdebatte nach Giffey-Absage an Berliner Linke
- DIE WELTBerliner Koalitionsverhandlungen: "Sehe Zusammenarbeit sehr kritisch" - Giffey steht für rot-grün-rote Verhandlungen nicht bereit
- Franziska Giffey
- SPD-Politikerin und scheidende Berliner Wirtschaftssenatorin, die die Leitung der Arbeitsgruppe Wirtschaft in den Koalitionsverhandlungen ablehnte
- Elif Eralp
- Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin der Linken, die Berlins Regierende Bürgermeisterin werden will
- Olaf Schenk
- CDU-Abgeordneter, der den Wahlkreis Rudow gegen Franziska Giffey gewann
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