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Artikel anhören4 Min., gelesen von einer synthetischen Stimme

Kurz gefasst

  • Vanessa Emde meldete sich krank und nahm nicht an der digitalen Sitzung am 20. Oktober teil; die Fraktion will ihre Beratungen in der Woche ab dem 26. Oktober fortsetzen.

  • Nachdem Emde ihre Auffassung am 15. Oktober in einem Instagram-Video wiederholt und erklärt hatte, nichts davon zurückzunehmen, erklärte die Linke-Führung, sie sehe keine Grundlage mehr für eine Zusammenarbeit mit ihr; ein Ausschluss aus der Fraktion ist möglich.

  • Parteivorsitzende Ines Schwerdtner nannte die Auffassung völkerrechtlich absolut legitim und erklärte zugleich, sie teile sie nicht; Bundeskanzler Friedrich Merz warf sie Ablenkung vor.

  • Die Linke gewann bei der Wahl am 20. September 25,7 Prozent vor der CDU mit 18,8 Prozent; Linke, Grüne und SPD verhandeln über eine rot-grün-rote Regierung.

BerlinDüsseldorf
Berlin, Düsseldorf · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 20.09.Berliner Wahl; Emde zieht erstmals ins Abgeordnetenhaus ein
  2. 15.10.Emde wiederholt ihre Auffassung in einem Instagram-Video und erklärt, sie nehme nichts davon zurück
  3. 17.10.Merz sagt beim Deutschlandtag der Jungen Union, eine von der Linken geführte Berliner Regierung sei nicht hinnehmbar
  4. 20.10.Digitale Sitzung der Linke-Führung; Emde meldet sich krank und nimmt nicht teil

Führungssitzung endet ohne Entscheidung

Die Führung der Linke-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat noch nicht entschieden, wie mit Vanessa Emde umgegangen werden soll, deren Israel-Kritik wiederholt für Kontroversen gesorgt hat. Die Führung tagte am Dienstag, 20. Oktober, in einer digitalen Sitzung, doch die eingeladene Emde meldete sich krank und nahm nicht teil. Eine Sprecherin der Fraktion sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Führung habe sie erneut zur nächsten Sitzung am darauffolgenden Dienstag eingeladen. Die Fraktion wolle ihre Beratungen in der Woche ab dem 26. Oktober fortsetzen. Emde, die aus Düsseldorf stammt, zog nach der Wahl am 20. September erstmals ins Berliner Abgeordnetenhaus ein, nachdem sie vor allem mit Palästina-Solidarität Wahlkampf gemacht hatte.

Der Streitpunkt hinter dem Konflikt

Im Wahlkampf vertrat Emde die Auffassung, Staaten hätten kein Existenzrecht, nur Menschen hätten eines. Am Donnerstag, 15. Oktober, wiederholte sie diese Position in einem Instagram-Video. Darin hielt sie an ihren Aussagen fest und erklärte, sie nehme keine davon zurück.

„Ich stehe zu meinen Aussagen, und ich nehme keine einzige davon zurück.“

Vanessa Emde, Linke-Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus aus Neukölln

Die Linke-Führung erklärte daraufhin, sie sehe keine Grundlage mehr für eine Zusammenarbeit mit ihr, ein Ausschluss aus der Fraktion ist nun eine Möglichkeit. Emde kritisierte zudem eine Erklärung gegen Antisemitismus, die alle Mitglieder der Linke-Fraktion – sie eingeschlossen – kurz zuvor unterzeichnet hatten. Diese Erklärung verpflichtet die Unterzeichnenden unter anderem auf das Existenzrecht Israels.

Parteivorsitzende verteidigt die Auffassung

Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner verteidigte Emdes Position in der ntv-Sendung von Pinar Atalay und argumentierte, sie sei völkerrechtlich legitim. Im Gespräch sagte sie:

„Diese Auffassung ist absolut legitim. Völkerrechtlich ist es richtig, dass Staaten kein Existenzrecht haben.“

Ines Schwerdtner, Bundesvorsitzende

Schwerdtner fügte hinzu, sie teile diese Auffassung nicht, und die Position der Partei sei eine andere. Die Linke stehe sowohl für das Existenzrecht Israels als auch für das Palästinas, weil dies die Grundlage für Sicherheit im Nahen Osten sei. Sie reagierte auch auf Bundeskanzler Friedrich Merz, der am Samstag, 17. Oktober, beim Deutschlandtag der Jungen Union gesagt hatte, eine von der Linken geführte Regierung in Berlin sei zum Schutz der Demokratie nicht hinnehmbar. Schwerdtner nannte seine Haltung eine Ablenkung von seiner eigenen Sozialpolitik und sagte, es sei „völliger Wahnsinn“, dass er diese Linie vertrete, während CDU-Mitglieder in Sachsen-Anhalt Berichten zufolge dabei geholfen hätten, einen AfD-Landtagspräsidenten zu wählen.

Wahlergebnis und Koalitionsgespräche

Bei der Berliner Wahl am 20. September kam die Linke auf 25,7 Prozent der Stimmen, vor der CDU mit 18,8 Prozent, der AfD mit 16,3 Prozent, den Grünen mit 14,3 Prozent und der SPD mit 12,1 Prozent – dem schlechtesten Ergebnis der SPD in der Geschichte. Die Koalition aus CDU und SPD hat ihre Mehrheit verloren, und Linke, Grüne und SPD versuchen nun, eine rot-grün-rote Regierung zu bilden. Ein am Samstag, 17. Oktober, vorgelegtes Sondierungspapier brachte die drei Parteien nach teils mühsamen Gesprächen zusammen. Die Linke-Fraktionsvorsitzende Elif Eralp würde bei Erfolg der Koalition die erste Regierende Bürgermeisterin Berlins von der Linken. Die Antisemitismus-Debatte, befeuert durch mehrere Vorfälle innerhalb der Linken, erschwerte diese Gespräche von Anfang an, und ein Berliner Bündnis gegen Antisemitismus forderte Grüne und SPD auf, keine Koalition zu bilden.

Berliner Wahl am 20. September: Stimmenanteile nach Parteien%
Linke25,7%
CDU18,8%
AfD16,3%
Grüne14,3%
SPD12,1%
Linke
25.7 %
CDU
18.8 %
AfD
16.3 %
Grüne
14.3 %
SPD
12.1 %

Daten aus dem Artikeltext

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Quellen und Kontext

  • Focusvor 3 Std.Emde meldet sich für Emde-Krisensitzung der Linken krank
  • Der Tagesspiegelvor 3 Std.Umstrittene Abgeordnete: Keine Lösung im Streit um Berliner Linke-Abgeordnete Emde
  • Spiegel Onlinevor 3 Std.Vanesse Emde meldet sich krank - Fraktionsvorstand der Berlinen Linken vertagt Treffen
  • RP Onlinevor 3 Std.Vanessa Emde und der Antisemitismus-Vorwurf: Die Düsseldorferin, über die im politischen Berlin gestritten wird
Vanessa Emde
Linke-Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus aus Neukölln, deren Israel-Kritik von der Partei geprüft wird
Ines Schwerdtner
Bundesvorsitzende der Linken, die Emdes Position bei ntv verteidigte
Friedrich Merz
Bundeskanzler, der sagte, eine von der Linken geführte Berliner Regierung sei nicht hinnehmbar
Elif Eralp
Fraktionsvorsitzende der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus

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Veröffentlicht heute um 13:58.

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In diesem Text

  1. 1Führungssitzung endet ohne EntscheidungFührungssitzung endet ohne Entscheidung
  2. 2Der Streitpunkt hinter dem KonfliktDer Streitpunkt hinter dem Konflikt
  3. 3Parteivorsitzende verteidigt die AuffassungParteivorsitzende verteidigt die Auffassung
  4. 4Wahlergebnis und KoalitionsgesprächeWahlergebnis und Koalitionsgespräche

Auf Grundlage von Berichten von

Focus, Der Tagesspiegel, Spiegel Online, RP Online, N-tv

Liste der Quellen

Regierung · Berlin und Düsseldorf

Berliner Linke-Führung vertagt Entscheidung über Vanessa Emde nach Krankmeldung

Die Führung der Berliner Linke-Fraktion hat am 20. Oktober keine Entscheidung über Vanessa Emde getroffen, nachdem diese sich krankgemeldet und eine digitale Sitzung nicht wahrgenommen hatte. Die Beratungen sollen in der Woche ab dem 26. Oktober fortgesetzt werden.

Berlin
Düsseldorf

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von Focus, Der Tagesspiegel, Spiegel Online und weiteren Medien. Veröffentlicht heute um 13:58.

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