Wahlen · Abuja und Sokoto
Nigerianisches Gericht annulliert Atikus Präsidentschaftskandidatur und setzt ADC-Führung aus
Ein Bundesgericht in Abuja hat am 5. November 2026 die Kandidatur von Atiku Abubakar annulliert – zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl am 16. Januar 2027. Das Urteil löste zudem die Führungsspitze seiner Partei, des African Democratic Congress (ADC), auf.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Monde.fr, europa press, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein Bundesgericht in Abuja annullierte die Kandidatur von Atiku Abubakar für die Präsidentschaftswahl am 16. Januar 2027 – zwei Monate vor dem Urnengang.
Das Urteil löste die Präsidentschaft und das Sekretariat des ADC auf, an der Spitze Präsident David Mark und Generalsekretär Rauf Aregbesola, und erklärte Marks Entscheidungen einschließlich Atikus Nominierung für nichtig.
Nafiu Bala Gombe, ein früherer ADC-Vizepräsident für den Nordosten, reichte die Klage ein und stellte infrage, wie Mark kommissarischer Vorsitzender der Partei wurde.
Atiku kündigte an, das gesamte Urteil vor dem Berufungsgericht anzufechten; auch der ADC dürfte Berufung einlegen. Die Wahlkommission INEC hatte seine Kandidatur vor dem Urteil bestätigt.

- 4.11.Atiku Abubakar eröffnet seinen Wahlkampf mit einer Kundgebung in Sokoto
- 5.11.Bundesgericht in Abuja annulliert seine Präsidentschaftskandidatur und setzt die ADC-Führung aus
- 5.11.ADC-Sprecher Bolaji Abdullahi kündigt eine ausführlichere Erklärung zum Urteil an
Urteil in Abuja
Ein Bundesgericht in Abuja hat am Donnerstag, 5. November 2026, die Präsidentschaftskandidatur von Atiku Abubakar, dem früheren Vizepräsidenten und führenden Oppositionspolitiker, für die auf den 16. Januar 2027 angesetzte Wahl annulliert. Das Urteil löste zudem die Präsidentschaft und das Sekretariat des ADC auf – an der Spitze Präsident David Mark und Generalsekretär Rauf Aregbesola – und schließt jeden anderen ADC-Kandidaten von der Wahl aus. Jede Entscheidung, die Mark im Namen der Partei traf, einschließlich der Nominierung Atikus, wurde für nichtig erklärt. ADC-Sprecher Bolaji Abdullahi sagte, die Entscheidung sei am Morgen ergangen, eine ausführlichere Darstellung werde noch am selben Tag folgen.
Die Klage hatte Nafiu Bala Gombe eingereicht, ein früherer ADC-Vizepräsident für den Nordosten, der infrage stellte, wie Mark kommissarischer Vorsitzender der Partei wurde und indirekt auch die Auswahl Atikus als Kandidat. Die Berichte nennen unterschiedliche Namen des Richters: In einigen Darstellungen wird Peter Lifu genannt, in einer anderen Musa Liman. Die Wahlkommission INEC hatte Atikus Kandidatur bestätigt und antwortete nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP.
Wahlkampfauftakt und Zeitpunkt
Atiku eröffnete seinen Wahlkampf am 4. November mit einer Kundgebung in Sokoto im Nordwesten Nigerias – einen Tag bevor das Gericht tätig wurde. Ein Bericht beschrieb die Versammlung als sehr groß, und das Urteil erging am Morgen danach. Das Vorgehen des Gerichts fiel damit genau in die Startphase seines Wahlkampfs. Die Abfolge von der Kundgebung über das Urteil bis zur Ankündigung einer ausführlicheren Erklärung durch den Sprecher ist unten dargestellt.
Atikus Reaktion und nächste Schritte
Atiku verurteilte das Urteil in den sozialen Medien und bezeichnete es als gezielten Versuch, die Partei zu schwächen und seine Kandidatur zu vereiteln. Der Zeitpunkt des Urteils – einen Tag nach seiner Kundgebung in Sokoto – mache dessen Absicht deutlich, sagte er. Er warnte die Regierungspartei, dass seine Unterstützung nicht im Norden ende, und kündigte an, den Wahlkampf fortzusetzen. Zudem stellte er die Rechtmäßigkeit des Urteils infrage und verwies auf Verfahrensfehler; er will das gesamte Urteil vor dem Berufungsgericht (Court of Appeal) anfechten. Auch der ADC dürfte Berufung einlegen, wobei die Berichte keinen Zeitpunkt nennen.
Was das für das Rennen bedeutet
Atiku ist fast 80 Jahre alt und bewirbt sich zum siebten Mal um die Präsidentschaft. 2023 wurde er mit 29 Prozent der Stimmen Zweiter, während Bola Tinubu – einst sein Freund und Geschäftspartner, heute sein Rivale – mit 36,6 Prozent in einem zersplitterten Oppositionsfeld gewann. Diese Ergebnisse sind unten dargestellt.
- Bola Tinubu
- 36.6 %
- Atiku Abubakar
- 29 %
Daten aus dem Artikeltext
Ohne Atiku verlöre die Wahl einen Schwergewichtskandidaten aus dem Norden Nigerias – ein heikler Punkt in einem Land, in dem regionale Repräsentation politisch aufgeladen ist; ein Bericht warnt, die Lage könne Unruhen auslösen. Ob seine Kandidatur wiederhergestellt werden kann, hängt vom Ausgang der Berufung ab.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Le Monde.frNigeria: Justiz annulliert die Präsidentschaftswahlkandidatur des Oppositionellen Atiku AbubakarNigeria : la justice annule la candidature à l'élection présidentielle de l'opposant Atiku Abubakar · Original auf Französisch
- europa pressDas Hohe Gericht von Nigeria annulliert die Präsidentschaftskandidatur von...El Alto Tribunal de Nigeria anula la candidatura presidencial del... · Original auf Spanisch
- Notícias ao MinutoNigerianisches Gericht annulliert Präsidentschaftskandidatur des Oppositionellen AbubakarTribunal nigeriano anula candidatura presidencial do opositor Abubakar · Original auf Portugiesisch
- Deutsche WelleNigeria: Hohes Gericht in Abuja annulliert Atiku Abubakars Kandidatur für die ADCNajeriya: Babbar kotun Abuja ta soke takarar Atiku Abubakar a ADC · Original auf Indonesisch
- Atiku Abubakar
- Früherer Vizepräsident und Oppositionskandidat für das Präsidentenamt, dessen ADC-Kandidatur annulliert wurde
- Bola Tinubu
- Amtierender Präsident Nigerias und Atikus Rivale
- David Mark
- ADC-Präsident, dessen Führungsrolle und Entscheidungen vom Gericht aufgelöst bzw. für nichtig erklärt wurden
- Rauf Aregbesola
- ADC-Generalsekretär, dessen Funktion das Gericht auflöste
- Bolaji Abdullahi
- ADC-Sprecher, der das Urteil bekannt gab und eine ausführlichere Erklärung ankündigte
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