Regierung · Lutjegast, Grootegast und Middelie

Niederländische Regierung ordnet landesweite Stallpflicht für Geflügel nach drei Ausbrüchen der Vogelgrippe an

Geflügel muss mit sofortiger Wirkung im Stall gehalten oder anderweitig abgeschirmt werden, nachdem es innerhalb weniger Tage drei Ausbrüche der Vogelgrippe in Groningen und Nordholland gegeben hat. Hobbyhalter sind von der Stallpflicht ausgenommen, müssen ihre Tiere aber dennoch abschirmen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Telegraaf, Le Soir, NOS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lutjegast, Grootegast, Middelie, Den Haag · Niederlande
Wie es dazu kam
  1. 26.10.Vogelgrippe auf einem Betrieb in Lutjegast, Groningen, bestätigt; 45.000 Tiere getötet
  2. 27.10.Ausbruch in Middelie, Nordholland, festgestellt; 150 Hühner getötet
  3. 28.10.Ausbruch in Grootegast, Groningen, bestätigt, 51.000 Legehennen getötet; landesweite Stallpflicht angekündigt

Landesweite Anordnung tritt sofort in Kraft

Die niederländische Regierung hat angeordnet, dass Geflügel im ganzen Land mit sofortiger Wirkung im Stall oder anderweitig abgeschirmt gehalten werden muss. Staatssekretär für Landwirtschaft Silvio Erkens (VVD) kündigte die Maßnahme am Mittwoch, 28. Oktober 2026, an und verwies auf drei Ausbrüche der Vogelgrippe innerhalb kurzer Zeit. Erkens sagte, die Entscheidung habe Tier- und Gesundheitsschutz, das Tierwohl, den Wunsch der Öffentlichkeit nach Freilandhaltung sowie die wirtschaftlichen und praktischen Folgen für Geflügelhalter abgewogen. Besucher dürfen Geflügelställe nicht mehr betreten, ausgenommen sind Fälle wie Tierärzte und Kontrolleure; zudem wurden die Ausnahmen zurückgenommen, die es erlaubt hatten, bestimmte gefährdete Ziergeflügelarten auszustellen. Geflügelhalter werden außerdem aufgefordert, die bestehenden Hygieneregeln auf ihren Betrieben strikt einzuhalten.

In einer Erklärung sagte Erkens, das Risiko weiterer Infektionen sei erheblich und die Maßnahme solle so viel Leid wie möglich verhindern.

„Um so viel Leid wie möglich für Tiere und Betriebsinhaber zu verhindern, habe ich mich für eine landesweite Pflicht entschieden, die Tiere im Stall oder anderweitig abgeschirmt zu halten.“

Silvio Erkens, Staatssekretär für Landwirtschaft

Drei Ausbrüche in wenigen Tagen

Die Vogelgrippe wurde am Montagabend, 26. Oktober, auf einem Betrieb in Lutjegast in Groningen bestätigt, 45.000 Tiere wurden dort getötet. Ein zweiter Ausbruch in Middelie in Nordholland wurde am Dienstag, 27. Oktober, festgestellt, 150 Hühner wurden getötet. Der dritte Ausbruch in Grootegast, ebenfalls in Groningen, wurde am Mittwoch, 28. Oktober, bestätigt, als 51.000 Legehennen getötet wurden. In einem Radius von 10 Kilometern um den Betrieb in Grootegast dürfen weder Hühner noch Geflügelfleisch oder Eier transportiert werden. Das Landwirtschaftsministerium bezeichnete den Fall Lutjegast als erste Vogelgrippe-Infektion seit Juli.

Getötete Tiere pro Vogelgrippe-AusbruchTiere
Lutjegast (26. Okt.)
45000 Tiere
Middelie (27. Okt.)
150 Tiere
Grootegast (28. Okt.)
51000 Tiere

Daten aus dem Artikeltext

Wildvögel und das größere Bild

Die Vogelgrippe tritt typischerweise im Herbst wieder auf, wenn Wildvögel nach Süden ziehen. Kürzlich in den Niederlanden und anderen europäischen Ländern gefundene Wildvögel trugen den Erreger, auch in Dänemark, Deutschland und dem Vereinigten Königreich wurden Infektionen bestätigt. Da der Vogelzug nun einsetzt, steigt das Ausbreitungsrisiko weiter. Im vergangenen Jahr war ebenfalls eine landesweite Stallpflicht verhängt worden, die im Juni dieses Jahres aufgehoben wurde, als die Infektionen stark zurückgegangen waren. Das Ministerium hatte das Virus damals bereits als "unberechenbar" bezeichnet. Erkens betonte, es sei entscheidend, den Kontakt zwischen gehaltenen Vögeln und möglicherweise infizierten Wildvögeln zu begrenzen.

„Dennoch ist es wichtig, den Kontakt zwischen gehaltenen Vögeln und möglicherweise infizierten Wildvögeln so weit wie möglich zu begrenzen.“

Silvio Erkens, Staatssekretär für Landwirtschaft

Reaktionen auf dem Hof

Rian Jannink, die in Hertme in der Gemeinde Borne Hühner hält, sagte, sie sei von der Anordnung erleichtert. Ihr Bio-Betrieb darf nach den derzeitigen Regeln seine Hennen nicht in den Stall holen, was sie angesichts des hohen Risikos durch überfliegende Zugvögel als frustrierend bezeichnete. Ihre Hennen sind seit 19 Uhr am Mittwoch drinnen, und sie will die Läden ab Donnerstag, 29. Oktober, geschlossen halten. Die Hühner hätten reichlich Platz in einem überdachten Bereich, den sie als Spielplatz beschrieb.

„Es ist natürlich ein schönes Bild, diese Freilandhühner an der frischen Luft. Aber das ist nicht sicher, die Gefahr kommt aus der Luft.“

Rian Jannink

Hobbyhalter und das weitere Vorgehen

Hobbyhalter müssen die Stallpflicht nicht einhalten, müssen ihre Tiere aber abschirmen, etwa indem sie sie in einer Voliere halten. Erkens will in diesem Jahr einen Plan vorlegen, um die Impfung von Legehennen gegen Vogelgrippe verpflichtend zu machen. Derzeit bespricht er diesen Plan mit der Geflügelbranche, der Vorschlag wird noch diskutiert.

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