Kunst & Bücher · Barcelona, Cartagena de Indias und Buenos Aires
Margarita García Robayo gewinnt den 44. Premio Herralde mit dem Roman Querida Sharik
Die in Buenos Aires lebende kolumbianische Schriftstellerin erhält den mit 25.000 Euro dotierten Preis für einen Briefroman, der ihre Vorfahren bis nach Angola und in den Sklavenhandel zurückverfolgt. Die Jury wählte ihn aus 2.223 Manuskripten aus.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, La Razón, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Margarita García Robayo erhält den mit 25.000 Euro dotierten Preis, der am Donnerstag, 5. November 2026, in Barcelona bekannt gegeben wurde, für einen unter dem Pseudonym Orika Biohó eingereichten Roman.
Die Ausgabe verzeichnete nach Angaben von El Periódico 2.223 Manuskripte, verglichen mit 892 im Vorjahr.
Der Gentest der Erzählerin verbindet ihre erste Vorfahrin mit einer Frau, die vor rund 80.000 Jahren in Angola geboren wurde, und die Briefe erreichen ihre Großmutter, Mutter, Tante, Schwester und Cousinen.

- 5.11.Die Jury kürt Querida Sharik in Barcelona zur Siegerin
- 11.11.Querida Sharik soll erscheinen
Der prägende Roman
Margarita García Robayo, 1980 in Cartagena de Indias geboren, hat den 44. Premio Herralde de Novela mit Querida Sharik gewonnen, einem mit 25.000 Euro dotierten Preis, der vom Verlag Anagrama ausgerichtet wird. Das Ergebnis wurde am Donnerstag, 5. November 2026, in Barcelona bekannt gegeben. Das Manuskript war unter dem Pseudonym Orika Biohó eingereicht worden. Der Roman ist als Briefwechsel angelegt. Ihre Erzählerin, eine Frau aus dem kolumbianischen Karibikraum, die in einem anderen Land lebt, lässt einen genetischen Abstammungstest machen, der ihre früheste Vorfahrin mit einer Frau verbindet, die vor rund 80.000 Jahren in Angola geboren wurde. Der einzige Weg, auf dem angolanische DNA in den kolumbianischen Karibikraum gelangt sein könnte, sei der Sklavenhandel, schließt die Erzählerin.
Briefe, die mehr als einen Empfänger erreichen
Die Erzählerin plant einen Urlaub auf einer Karibikinsel mit ihren Töchtern, doch ihr früherer Ehemann ändert die Pläne und sie reist allein. Auf der Insel beginnt sie, an ihre Vorfahrin zu schreiben, doch die Briefe erreichen auch andere Frauen in ihrem Leben: ihre Großmutter, ihre Mutter, ihre Tante, ihre Schwester, ihre Cousinen und die Frau, die auf die Mädchen der Familie aufgepasst hat. Berichte beschreiben das Buch als rund zwanzig Briefe, die ausschließlich von der Erzählerin stammen und auf einer vom Tourismus geprägten Insel spielen. Robayo hat diese Insel als ein Territorium beschrieben, das sich selbst zerstört. Sie sagte, der Roman handle davon, was vererbt wird, und von der Notwendigkeit, fortzugehen und sich der Welt zu zeigen, um angenommen zu werden.
Das Urteil der Jury
Der Jury gehörten Fernando Pelayo, Gonzalo Pontón Gijón, Marta Sanz, Juan Pablo Villalobos und die Lektorin Silvia Sesé an. Pelayo, der die Buchhandlung +Bernat in Barcelona führt, würdigte das Buch mit Blick auf die Gegenwart.
„Während alles um uns herum zerfällt, lädt uns Margarita García Robayo ein, indem sie an die Frauen der Vergangenheit schreibt, Schlüsse über die Gegenwart zu ziehen.“
Vor Journalisten in Barcelona beschrieb die Preisträgerin nach der Entscheidung das Thema des Romans in aller Deutlichkeit.
„Es ist ein Roman über die Scham, und die ist es, was vererbt wird, weit mehr als der Hautton.“
Robayo ergänzte, sie habe die menschliche Gewohnheit porträtieren wollen, Fiktionen zu errichten, um uns in der Gegenwart zu halten. Pontón Gijón beschrieb das Buch als ein Werk, das Versklavung und Rasse, den Druck von Konsum und Tourismus und den ökologischen Niedergang der Gegenwart in einer einzigen brieflichen Struktur zusammenführt.
Einsendungen und der Preis
Die 44. Ausgabe erhielt nach Angaben von La Razón und El Periódico 2.223 Manuskripte. El Periódico merkte an, diese Zahl entspreche fast dem Dreifachen der 892 Manuskripte, die im Vorjahr eingereicht worden waren. El Mundo berichtete, die Einsendungen kämen aus 43 Ländern. Der vorige Preisträger war der argentinische Schriftsteller Pablo Maurette, der den Preis im vergangenen Jahr für El contrabando ejemplar erhielt.
- 2025
- 892 Manuskripte
- 2026
- 2223 Manuskripte
Daten aus dem Artikeltext
Veröffentlichung und der Weg der Autorin
El Mundo berichtet, dass Querida Sharik am 11. November erscheint. Anagrama hat in diesem Jahr Primera persona in einer erweiterten Ausgabe neu aufgelegt, eine Sammlung von elf autobiografischen Erzählungen, die erstmals 2017 erschien. García Robayo verließ Kolumbien 2004 und ließ sich 2005 in Buenos Aires nieder, nachdem sie in Bogotá, Mexiko und Barcelona gelebt hatte. Zu ihren früheren Romanen gehören Hasta que pase un huracán, Lo que no aprendí und Educación sexual, die in El sonido de las olas gesammelt sind; bekannt ist sie zudem für die Erzählungssammlung Cosas peores.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL PAÍSMargarita García Robayo gewinnt den Premio Herralde 2026 mit einem Roman über Scham im FamilienerbeMargarita García Robayo gana el Premio Herralde 2026 con una novela sobre la vergüenza en la herencia familiar · Original auf Spanisch
- La RazónMargarita García Robayo gewinnt den Premio HerraldeMargarita García Robayo gana el Premio Herralde · Original auf Spanisch
- europa pressMargarita García Robayo gewinnt den Premio Herralde mit „Querida Sharik“Margarita García Robayo gana el Premio Herralde con 'Querida Sharik' · Original auf Spanisch
- LaVanguardiaMargarita García Robayo gewinnt den Herralde-PreisMargarita García Robayo gana el premio Herralde · Original auf Spanisch
- Margarita García Robayo
- Kolumbianische Schriftstellerin, die den 44. Premio Herralde mit Querida Sharik gewann
- Marta Sanz
- Jurymitglied des Premio Herralde
- Juan Pablo Villalobos
- Jurymitglied des Premio Herralde
- Orte
- Barcelona, Kolumbien, Buenos Aires, Cartagena, Angola
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