Kunst & Bücher · Barcelona, Cartagena de Indias und Buenos Aires

Margarita García Robayo gewinnt den 44. Premio Herralde mit dem Roman Querida Sharik

Die in Buenos Aires lebende kolumbianische Schriftstellerin erhält den mit 25.000 Euro dotierten Preis für einen Briefroman, der ihre Vorfahren bis nach Angola und in den Sklavenhandel zurückverfolgt. Die Jury wählte ihn aus 2.223 Manuskripten aus.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, La Razón, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Kaloian, Ministerio de Cultura de la Nación Argentina, CC BY-SA 2.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 5.11.Die Jury kürt Querida Sharik in Barcelona zur Siegerin
  2. 11.11.Querida Sharik soll erscheinen

Der prägende Roman

Margarita García Robayo, 1980 in Cartagena de Indias geboren, hat den 44. Premio Herralde de Novela mit Querida Sharik gewonnen, einem mit 25.000 Euro dotierten Preis, der vom Verlag Anagrama ausgerichtet wird. Das Ergebnis wurde am Donnerstag, 5. November 2026, in Barcelona bekannt gegeben. Das Manuskript war unter dem Pseudonym Orika Biohó eingereicht worden. Der Roman ist als Briefwechsel angelegt. Ihre Erzählerin, eine Frau aus dem kolumbianischen Karibikraum, die in einem anderen Land lebt, lässt einen genetischen Abstammungstest machen, der ihre früheste Vorfahrin mit einer Frau verbindet, die vor rund 80.000 Jahren in Angola geboren wurde. Der einzige Weg, auf dem angolanische DNA in den kolumbianischen Karibikraum gelangt sein könnte, sei der Sklavenhandel, schließt die Erzählerin.

Briefe, die mehr als einen Empfänger erreichen

Die Erzählerin plant einen Urlaub auf einer Karibikinsel mit ihren Töchtern, doch ihr früherer Ehemann ändert die Pläne und sie reist allein. Auf der Insel beginnt sie, an ihre Vorfahrin zu schreiben, doch die Briefe erreichen auch andere Frauen in ihrem Leben: ihre Großmutter, ihre Mutter, ihre Tante, ihre Schwester, ihre Cousinen und die Frau, die auf die Mädchen der Familie aufgepasst hat. Berichte beschreiben das Buch als rund zwanzig Briefe, die ausschließlich von der Erzählerin stammen und auf einer vom Tourismus geprägten Insel spielen. Robayo hat diese Insel als ein Territorium beschrieben, das sich selbst zerstört. Sie sagte, der Roman handle davon, was vererbt wird, und von der Notwendigkeit, fortzugehen und sich der Welt zu zeigen, um angenommen zu werden.

Das Urteil der Jury

Der Jury gehörten Fernando Pelayo, Gonzalo Pontón Gijón, Marta Sanz, Juan Pablo Villalobos und die Lektorin Silvia Sesé an. Pelayo, der die Buchhandlung +Bernat in Barcelona führt, würdigte das Buch mit Blick auf die Gegenwart.

„Während alles um uns herum zerfällt, lädt uns Margarita García Robayo ein, indem sie an die Frauen der Vergangenheit schreibt, Schlüsse über die Gegenwart zu ziehen.“

Fernando Pelayo

Vor Journalisten in Barcelona beschrieb die Preisträgerin nach der Entscheidung das Thema des Romans in aller Deutlichkeit.

„Es ist ein Roman über die Scham, und die ist es, was vererbt wird, weit mehr als der Hautton.“

Margarita García Robayo, Kolumbianische Schriftstellerin

Robayo ergänzte, sie habe die menschliche Gewohnheit porträtieren wollen, Fiktionen zu errichten, um uns in der Gegenwart zu halten. Pontón Gijón beschrieb das Buch als ein Werk, das Versklavung und Rasse, den Druck von Konsum und Tourismus und den ökologischen Niedergang der Gegenwart in einer einzigen brieflichen Struktur zusammenführt.

Einsendungen und der Preis

Die 44. Ausgabe erhielt nach Angaben von La Razón und El Periódico 2.223 Manuskripte. El Periódico merkte an, diese Zahl entspreche fast dem Dreifachen der 892 Manuskripte, die im Vorjahr eingereicht worden waren. El Mundo berichtete, die Einsendungen kämen aus 43 Ländern. Der vorige Preisträger war der argentinische Schriftsteller Pablo Maurette, der den Preis im vergangenen Jahr für El contrabando ejemplar erhielt.

Beim Premio Herralde eingereichte ManuskripteManuskripte
2025
892 Manuskripte
2026
2223 Manuskripte

Daten aus dem Artikeltext

Veröffentlichung und der Weg der Autorin

El Mundo berichtet, dass Querida Sharik am 11. November erscheint. Anagrama hat in diesem Jahr Primera persona in einer erweiterten Ausgabe neu aufgelegt, eine Sammlung von elf autobiografischen Erzählungen, die erstmals 2017 erschien. García Robayo verließ Kolumbien 2004 und ließ sich 2005 in Buenos Aires nieder, nachdem sie in Bogotá, Mexiko und Barcelona gelebt hatte. Zu ihren früheren Romanen gehören Hasta que pase un huracán, Lo que no aprendí und Educación sexual, die in El sonido de las olas gesammelt sind; bekannt ist sie zudem für die Erzählungssammlung Cosas peores.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Barcelona, Cartagena de Indias, Buenos Aires · Spanien, Kolumbien, Argentinien

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