Antonio Garamendi sichert sich dritte Amtszeit an der CEOE-Spitze – kein Gegenkandidat bis zur Frist
Der baskische Unternehmer wird am 1. Oktober 2026 zum Präsidenten des wichtigsten spanischen Unternehmensverbandes ernannt, nachdem die Bewerbungsfrist ohne einen Gegenkandidaten ablief.
Kandidatenschluss und Proklamation
Antonio Garamendi wird eine dritte aufeinanderfolgende vierjährige Amtszeit als Präsident der Spanischen Unternehmensorganisation (CEOE) erhalten, nachdem die Bewerbungsfrist am 24. August 2026 um Mitternacht ohne jegliche Gegenkandidaturen ablief. Gemäß der CEOE-Satzung entfällt bei nur einem Kandidaten die Notwendigkeit einer formellen Abstimmung in der Wahlversammlung. Garamendi wird am 1. Oktober 2026 offiziell zum Präsidenten proklamiert. Seine Kandidatur sammelte formelle Unterstützung von einem breiten Spektrum regionaler und branchenbezogener Verbände in ganz Spanien. Zu den bestätigten Unterstützern gehören der Madrider Unternehmensverband (CEIM), der katalanische Verband Foment del Treball, der baskische Arbeitgeberverband Confebask, der valencianische Verband (CEV), der andalusische Verband CEA, Confemetal, der Selbstständigenverband ATA und der Einzelhandelsverband Asedas.
Konsolidierung interner Bündnisse
Der konkurrenzlose Weg steht im Gegensatz zu Garamendis Wiederwahl 2022, als der katalanische Arbeitgeberverband Foment del Treball eine Gegenkandidatur unter der Leitung seiner Vizepräsidentin Virginia Guinda unterstützte. Nach diesem Wahlkampf bemühte sich Garamendi um eine Reparatur der Beziehungen zur Führung von Foment, insbesondere zu deren Präsidenten Josep Sánchez Llibre. Garamendi ernannte Sánchez Llibre zum CEOE-Vizepräsidenten für die Beziehungen zu den Cortes und öffentlichen Verwaltungen, eine neu geschaffene Position, die institutionellen Einfluss bei parlamentarischen Verhandlungen bietet. Die interne Unterstützung wurde weiter gestärkt bei den Wahlen im Kleinunternehmerverband Cepyme, bei denen Garamendis Verbündete Ángela de Miguel seinen prominentesten internen Herausforderer Gerardo Cuerva besiegte. Sánchez Llibre bekräftigte seine Unterstützung für Garamendi vor der Sommerpause und verwies auf die Führungsstärke während der Legislaturperiode.
Eine Führung, die in einer sehr harten Legislaturperiode sehr gut war.
- Antonio Garamendi
- 534 Stimmen
- Virginia Guinda
- 87 Stimmen
Satzungsänderungen und Präsidentschaftsperioden
Garamendi, geboren in Getxo, ist der fünfte Präsident des Verbandes seit seiner Gründung im Jahr 1977, in der Nachfolge von Carlos Ferrer Salat, José María Cuevas, Gerardo Díaz Ferrán und Juan Rosell. Er bewarb sich erstmals 2014 um das Präsidentenamt, unterlag jedoch Rosell, bevor er seine erste Amtszeit im November 2018 ohne Gegenkandidaten gewann. Während seiner zweiten Amtszeit, die im November 2022 begann, genehmigte der CEOE-Vorstand im Jahr 2023 eine Satzungsänderung, die die ursprünglich unter Rosell eingeführte Beschränkung auf zwei Amtszeiten aufhob. Diese Reform ermöglichte es Garamendi, sich um ein drittes Mandat zu bewerben. Garamendi gab seine Kandidatur während des APIE- und UIMP-Sommerseminars in Santander im Juni 2026 bekannt, wo er erklärte, dass zahlreiche Kollegen ihn zum Weitermachen gedrängt hätten.
- Zum CEOE-Präsidenten für seine erste Amtszeit ohne Gegenkandidaten gewählt
- Für eine zweite Amtszeit mit 534 Stimmen gegen Virginia Guinda wiedergewählt
- CEOE-Vorstand genehmigt die Abschaffung der Amtszeitbegrenzung auf zwei Perioden
- Bestätigt die Absicht, eine dritte Amtszeit anzustreben, beim Sommerseminar in Santander
- Bewerbungsfrist endet ohne eingereichte Gegenlisten
- Geplanter Termin für die formelle Proklamation als CEOE-Präsident
Regierungsbeziehungen und Gesetzgebungspolitik
Garamendis Amtszeit war geprägt von regelmäßigen politischen Verhandlungen und Reibungen mit der Zentralregierung von Pedro Sánchez. Der Arbeitgeberverband behielt eine entschlossene Haltung gegenüber der Gesetzgebungsagenda des Arbeitsministeriums unter der Leitung der zweiten Vizepräsidentin und Arbeitsministerin Yolanda Díaz bei. Der wichtigste gesetzgeberische Konflikt betraf Díaz' Gesetzesvorschlag zur Verkürzung der regulären Arbeitswoche auf 37,5 Stunden. Der Verband lehnte die Maßnahme ab, die letztlich im Parlament ins Stocken geriet, nachdem sie auf ein Veto von Junts per Catalunya stieß. Garamendi tritt seine dritte Amtszeit mit geschlossener Unterstützung wichtiger Industrie- und Territorialverbände an, während die aktuelle Legislaturperiode in ihr letztes Jahr geht.


