Migration · Magdeburg und Timișoara

AfD-Chefin Alice Weidel löst mit Aussagen über rumänische Migranten scharfe Antwort von USR-Politiker Dominic Fritz aus

Dominic Fritz, Vorsitzender der rumänischen USR-Partei, hat AfD-Chefin Alice Weidel um Entschuldigung gebeten, nachdem diese behauptet hatte, rumänische Migranten würden das deutsche Sozialsystem missbrauchen. Er antwortete in den sozialen Medien auf Deutsch.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Digi24, adevarul.ro, G4Media.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Sandro Halank, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)

Weidels Aussagen über rumänische Migranten

Am 28. Oktober schrieb AfD-Chefin Alice Weidel auf X, eine wachsende Zahl von Migranten aus Rumänien nutze das deutsche Sozialsystem aus. Sie nannte Kindergeld, Grundsicherung und medizinische Leistungen und erklärte, allein in Magdeburg seien die Ausgaben um das Zwanzigfache auf 3 Millionen Euro pro Jahr gestiegen. Sie versprach, nur die AfD könne eine radikale Wende in der Migrationspolitik herbeiführen. Weidel teilte zudem einen Bericht der Welt-Journalistin Jana Gareis über rumänische Migration nach Magdeburg, Halle und Hagen. Der Berichterstattung über diesen Bericht zufolge beklagten sich Magdeburger Anwohner über Lärm, Müll und Gewaltvorfälle, während Sprachbarrieren und ausbleibende Reaktionen der Behörden die Probleme schwerer lösbar machten. Die Zahl von 3 Millionen Euro stammt von Weidel selbst; die Artikel nennen keine Quelle dafür.

Fritz fordert eine Entschuldigung

Dominic Fritz, Vorsitzender der USR-Partei, antwortete Weidel am 3. November auf Deutsch in den sozialen Medien und bat sie um Entschuldigung. Er schrieb, ihre Äußerungen beleidigten das sechstgrößte Volk der EU, und wer als Rumäne Zehn-Stunden-Schichten in einem deutschen Schlachthof arbeite, zeige mehr Anstand als sie. Fritz stellte sich als Deutschen dar, der vor sieben Jahren nach Rumänien ausgewandert sei, und sagte, die Wähler in Timișoara hätten ihn zweimal zum Bürgermeister gewählt. Er erklärte, die Botschaft richte sich auch an die rumänische Partei AUR, deren Mitglieder er beschuldigte, deutsche Extremisten zu bewundern und zu schweigen, wenn diese Rumänen im Ausland beleidigten. Er rief Rumänen in Deutschland auf, das Video seiner Antwort zu teilen.

Fritz' Gegenargumente

Fritz argumentierte, Hunderttausende Rumänen arbeiteten in Deutschland, zahlten Steuern und leisteten Beiträge zur Sozialversicherung. Er schrieb, Tausende rumänische Ärzte arbeiteten hart in deutschen Kliniken, und fragte, wer ihre Ausbildung bezahlt habe – die Antwort sei der rumänische Steuerzahler. Er sagte auch, wenn die Wähler von Weidel Pflege bräuchten, stehe gute Aussicht, dass eine Frau aus Rumänien sie versorge, während die Kinder dieser Pflegekräfte oft in Rumänien bei Großeltern blieben, die unbezahlte Pflegearbeit leisteten. Zu Magdeburg brachte Fritz den Anstieg der Sozialausgaben mit der zwanzigfachen Zunahme der rumänischen Einwohner der Stadt in den vergangenen zehn Jahren in Verbindung, von denen die meisten, so sagte er, arbeiteten. Er räumte ein, dass es in jedem Sozialsystem Missbrauch gebe und dass man über Gesetzeslücken diskutieren könne, doch Weidels Ziel sei es, von der EU-Freizügigkeit zu profitieren, ohne die Kosten zu tragen.

Weiterer Kontext aus der Berichterstattung

In einem separaten Interview mit The Economist kritisierte Weidel, dass Deutschland mehr als 100 Milliarden Euro für die Ukraine bereitstellt. Sie kritisierte auch die NATO-Entscheidung, das Raketenabwehrsystem Deveselu in Rumänien zu errichten, und argumentierte, die Sicherheitsinteressen Russlands seien ignoriert worden, als Raketensysteme nahe seiner Grenzen stationiert wurden. Inoffizielle Schätzungen in der Berichterstattung beziffern die rumänische Gemeinde in Deutschland auf etwa 900.000 Menschen, die meisten davon in Industrie, Landwirtschaft und Dienstleistungen tätig. Eine von G4Media zitierte Dokumentation des MDR zeigte rumänische Bürgermeister, die sagten, deutsche Sozialleistungen seien ein wichtiger Grund dafür, dass Bewohner ihrer Orte nach Deutschland zögen. Journalisten wiesen darauf hin, dass die EU-Freizügigkeit rumänischen und bulgarischen Bürgern erlaubt, ohne Arbeitserlaubnis oder Visum in Deutschland zu leben und zu arbeiten.

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Quellen und Kontext

Organisationen
Europäische Union
Magdeburg, Timișoara · Deutschland, Rumänien

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