Konflikte · Berlin, Koblenz und Brüssel

Christian Freuding wird neuer Generalinspekteur der Bundeswehr und tritt im Februar 2027 die Nachfolge von Carsten Breuer an

Das Verteidigungsministerium gab am Donnerstag, 5. November 2026, bekannt, dass der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, Anfang Februar 2027 die Nachfolge von Carsten Breuer antreten wird. Breuer wechselt dann als Vorsitzender des NATO-Militärausschusses nach Brüssel.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Berlin, Koblenz, Brüssel · Deutschland, Belgien
Wie es dazu kam
  1. Oktober 2025Zum Inspekteur des Heeres ernannt
  2. 5.11.Das Ministerium gibt bekannt, dass er Generalinspekteur wird
  3. Februar 2027Soll die Nachfolge von Carsten Breuer als Generalinspekteur antreten

Breuer übergibt den höchsten militärischen Posten

Das Verteidigungsministerium gab am Donnerstag, 5. November 2026, bekannt, dass Generalleutnant Christian Freuding, derzeit Inspekteur des Heeres, Generalinspekteur der Bundeswehr werden soll. Er übernimmt Anfang Februar 2027 von General Carsten Breuer. Breuer hat das Amt seit März 2023 inne und wurde im September zum Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses gewählt, eine Aufgabe, die ihn nach Brüssel führt. Der Generalinspekteur ist der höchstrangige Soldat der Streitkräfte, der oberste militärische Berater des Verteidigungsministers und der Bundesregierung sowie Vorgesetzter aller Soldaten. Mit dem Posten verbunden ist zudem die Verantwortung für Planung, Vorbereitung und Führung von Einsätzen sowie für die Vertretung der Bundeswehr gegenüber internationalen Partnern wie der EU und der NATO.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) beschrieb Freuding als einen Führer, der sich bereits in schwierigen Zeiten bewährt habe.

„Er hat eindrucksvoll bewiesen, dass er auch in Zeiten großer Veränderungen und Herausforderungen einen kühlen Kopf bewahrt und schnell die richtigen Entscheidungen trifft und umsetzt.“

Boris Pistorius, Bundesverteidigungsminister

Eine Karriere zwischen Ukraine-Einsatz und Planungsstäben

Freuding, 55, begann seine militärische Laufbahn 1990 bei einer Panzeraufklärungseinheit in Ebern. Von 2017 bis 2019 diente er als Adjutant des damaligen Verteidigungsministers und kommandierte später die Panzerlehrbrigade in Munster. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 übernahm er im Ministerium den Sonderstab Ukraine und koordinierte die deutsche Militärhilfe für das Land. Von 2023 bis 2025 leitete er den neuen Planungs- und Führungsstab, den Pistorius im Ministerium eingerichtet hatte. Im Oktober 2025 wurde er zum Inspekteur des Heeres ernannt, der größten der vier Teilstreitkräfte mit gut 64.000 Soldaten. Früher in seiner Laufbahn war er bei Einsätzen in Bosnien und Herzegowina und in Afghanistan; er gilt als Politikwissenschaftler, der einst seinen Generalstabslehrgang in Hamburg als Bestplatzierter abschloss.

Reaktionen und die Baltikumreise

Thomas Röwekamp (CDU), Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Bundestags, nannte Freuding einen hervorragenden Offizier mit tiefem Verständnis für die sicherheitspolitischen Herausforderungen der Gegenwart. Gegenüber der Rheinischen Post legte er dar, was der Posten verlangt.

„Als künftiger Generalinspekteur steht er vor einer gewaltigen Aufgabe: Er muss die Zeitenwende konsequent in die Truppe tragen und dafür sorgen, dass aus politischen Entscheidungen konkrete militärische Fähigkeiten werden.“

Thomas Röwekamp, CDU-Politiker und Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Bundestags

Die Nachricht von der Ernennung erreichte die Heeresführung in Koblenz, wo das Ehrenmal des Heeres auf der Festung Ehrenbreitstein steht, und dort kamen auch die ersten Gratulanten zu Freuding. Vor der Bekanntgabe hatte er die NATO-Ostflanke in den baltischen Staaten bereist. Mehr als 70 Generale aus Deutschland und den Niederlanden, praktisch die gesamte Landstreitkräfteführung beider Länder, untersuchten mögliche Brennpunkte in einem bewaffneten Konflikt mit Russland. Estland, Lettland und Litauen erläuterten ihnen ihre Verteidigungsplanung, damit die Partner ihre eigenen Vorbereitungen ausrichten konnten. Vorgestellt wurden auch neue Systeme, darunter Kamikaze-Drohnen, Abfangsysteme gegen feindliche Luftangriffe und ferngesteuerte Kettenfahrzeuge, die Munition und verwundete Soldaten transportieren können.

Wie es weitergeht

Der Zeitplan des Ministeriums sieht vor, dass Breuer im neuen Jahr nach Brüssel wechselt und Freuding Anfang Februar 2027 den höchsten militärischen Posten übernimmt. Berichte hatten Breuers Wechsel an die Spitze des NATO-Ausschusses ursprünglich für Mitte 2027 vorgesehen, die Übergabe erfolgt nun früher. Pistorius sagte, die Bundeswehr wachse stark, sei fest in der Gesellschaft verankert und übernehme innerhalb der NATO mehr Verantwortung, weshalb sie an ihrer Spitze eine starke, kluge und überzeugende Führungspersönlichkeit brauche. In der neuen Rolle wird Freuding Vorgesetzter aller Soldaten sein und die Streitkräfte auf EU- und NATO-Ebene vertreten.

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