Sicherheit · Florenz

Florenz erinnert an 60 Jahre nach dem Arno-Hochwasser von 1966 – Mattarella bei Gedenkfeier

Staatspräsident Sergio Mattarella wird am 4. November 2026 um 16.30 Uhr bei der Gedenkfeier im Palazzo Vecchio erwartet – 60 Jahre, nachdem der Arno die Stadt überflutete und Dutzende Menschen tötete.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rai news, Adnkronos, Fanpage und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Florenz · Italien
Wie es dazu kam
  1. 4.11.Der Bach Mugnone tritt über die Ufer und überflutet den Park Cascine
  2. In den frühen Morgenstunden des 4. November 1966Der Arno tritt bei Rovezzano, San Salvi und Varlungo über die Ufer
  3. 4.11.Alle elektrischen Uhren der Stadt bleiben stehen

Eine Nacht des steigenden Wassers

Sechzig Jahre nach der Katastrophe gedenkt Florenz des Hochwassers, das die Stadt in der Nacht vom 3. auf den 4. November 1966 traf. ANSA führt das Ausmaß des Ereignisses auf drei Faktoren zurück, die zusammenkamen: große Regenmengen innerhalb von 48 Stunden, warme und feuchte Luft aus dem Süden, die über denselben Gebieten stehen blieb, sowie Böden, die durch Regen in den Wochen zuvor bereits gesättigt waren. Paola Salvati, Forscherin am Institut für Geowissenschaften des Nationalen Forschungsrats, sagte, diese Bedingungen hätten eine heftige hydrologische Reaktion in den Einzugsgebieten ausgelöst, die in den Alpenregionen durch schmelzenden Schnee noch verstärkt worden sei.

„Diese Bedingungen führten zu einer besonders heftigen hydrologischen Reaktion in den Einzugsgebieten.“

Paola Salvati

Der Bericht von La Repubblica setzt das Überlaufen des Baches Mugnone auf 3.00 Uhr, wodurch der Park Cascine überflutet wurde. Kurz darauf trat der Arno bei Rovezzano, San Salvi und Varlungo über die Ufer, Kanäle barsten und elektrische Umspannwerke fielen aus, Strom, Telefon, fließendes Wasser und Gas fielen aus. Der Arno drang auch in die Nationale Zentralbibliothek und in Santa Croce ein. Um 7.26 Uhr blieben alle elektrischen Uhren der Stadt stehen. Weil der 4. November der Feiertag der Streitkräfte war, waren die meisten Bewohner zu Hause, als das Wasser kam.

Bilanz und Schäden

Die Quellen sind sich bei der Zahl der Todesopfer uneinig. Fanpage und La Stampa nennen 36 Opfer, Il Fatto Quotidiano zählt 35 Tote in Florenz und 12 weitere in anderen Teilen der Toskana, und ANSA gibt 134 Opfer für das gesamte Ereignis an, obwohl die eigene Bildunterschrift 36 nennt. Fanpage berichtet, das letzte Opfer sei erst 2023, 57 Jahre später, anerkannt worden, und die Zahl der Vermissten sei nie ermittelt worden. Il Fatto Quotidiano beziffert die Schäden auf 18.000 überflutete Wohnungen, 4.000 obdachlos gewordene Familien, mehr als 1.500 beschädigte Kunstwerke und über eine Million unter Wasser geratene Bücher und historische Bände. Derselbe Artikel merkt an, dass Giorgio Vasaris Letztes Abendmahl, das in der Basilika Santa Croce durch Schlamm beschädigt wurde, erst 2016 restauriert wurde.

Gemeldete Schäden in Florenz 1966 (Il Fatto Quotidiano)
Überflutete Wohnungen
18000
Obdachlos gewordene Familien
4000
Beschädigte Kunstwerke, mehr als
1500

Daten aus dem Artikeltext

Die Gedenkfeier in Florenz

Laut Rai News nahm Mattarella am Morgen des 4. November 2026 an den Feierlichkeiten zum Tag der nationalen Einheit und der Streitkräfte teil. Das Programm umfasste eine Messe um 9.00 Uhr in der Basilika Santa Croce unter der Leitung von Kardinal Gualtiero Bassetti, gefolgt von einem Zug zur Ponte alle Grazie, wo ein Kranz im Arno niedergelegt werden soll. Die Zeremonie im Salone dei Cinquecento des Palazzo Vecchio ist für 16.30 Uhr in Anwesenheit des Staatspräsidenten angesetzt. Bürgermeisterin Sara Funaro nannte das Hochwasser eine noch offene Wunde, aber auch eine große Lehre.

„Die ganze Welt eilte nach Florenz, und die ersten Freiwilligen waren die Florentiner selbst.“

Sara Funaro, Bürgermeisterin von Florenz

Auf die Frage nach ihrem Großvater Piero Bargellini, der damals Bürgermeister war, sagte Funaro, er werde als ein Florentiner unter Florentinern in Erinnerung behalten, der den Bedürfnissen der Bürger zuhörte. Funaro bezeichnete die Florentiner, die zum Schlammräumen kamen, als die ersten „angeli del fango“ und sagte, sie kämen noch heute zuerst, wenn Schwierigkeiten einträten. Erasmo D'Angelis von der Stiftung Earth Water Agenda, die die Veranstaltung mit dem Verband Stampa toscana organisiert, sagte, für die Freiwilligen werde ein Willkommensessen im Mercato centrale ausgerichtet.

Erinnerung an die jungen Freiwilligen

Caterina Guagni, Schriftstellerin und Lehrerin, hat bei Gallucci Bros. „Due angeli del fango. Firenze, 4 novembre 1966“ veröffentlicht. Der Roman folgt Anna, der Tochter eines Florentiner Ladenbesitzers, und Salvo, einem sizilianischen Reiseleiter, die sich wenige Tage vor dem Hochwasser kennenlernen und zu Freiwilligen werden. Guagni sagte Adnkronos, die Katastrophe habe einer Generation, die das Erbe des Zweiten Weltkriegs getragen habe, die Chance zur Läuterung gegeben.

„Diese Katastrophe war für eine ganze Generation eine Chance zur Läuterung.“

Caterina Guagni

Fanpage erzählt auch die Erinnerung einer Frau, die damals sieben Jahre alt war und im dritten Stock wohnte. Sie erinnert sich, dass ihre Eltern sie und ihren neunjährigen Bruder am Abend des 4. November vollständig angezogen und mit Schuhen ins Bett legten, weil sie fürchteten, das Wasser könne bis in den dritten Stock steigen.

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