Wirtschaft · Valencia
Sieben von zehn befragten Unternehmen haben sich von der DANA in Valencia erholt, doch 2.000 hinken noch hinterher
Laut Cámara Valencia haben rund 30 % der Unternehmen in der vom DANA-Hochwasser 2024 am stärksten betroffenen Zone ihre Geschäftstätigkeit von vor der Flut noch nicht wieder erreicht. Besonders zurück liegen kleinere Firmen und kleine Gemeinden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Sieben von zehn befragten Unternehmen haben 2026 ihr Aktivitätsniveau von vor der Flut wieder erreicht oder übertroffen, so Amadeo Aznar, Autor der Studie der Cámara Valencia.
Dem Bericht zufolge sind etwa 2.000 städtische Unternehmen noch nicht zu ihren früheren Aktivitätszahlen zurückgekehrt, und rund 30 % der Firmen in der am stärksten betroffenen Zone liegen weiter unter dem Vorkrisenniveau.
35 % der Betriebe mit einem bis fünf Beschäftigten melden eine Aktivität unter dem Niveau vor der Flut, gegenüber 20 % der größeren; 64 % der Gemeinden unter 20.000 Einwohnern verzeichnen eine Aktivität auf oder über dem Niveau von 2024, gegenüber 72 % der größeren Gemeinden.
27 % der Unternehmen haben weniger Kunden als vor der Flut; 25 % von ihnen führen dies auf eine Umverteilung der Ausgaben der Haushalte zurück.
Eine ungleiche Erholung
Die Cámara Valencia hat am Mittwoch, 28. Oktober 2026, einen Bericht zur wirtschaftlichen Aktivität der Unternehmen in der vom DANA-Hochwasser am 29. Oktober 2024 getroffenen Zone vorgelegt – zwei Jahre nach der Katastrophe. Ihr Autor Amadeo Aznar erklärte, sieben von zehn befragten Unternehmen hätten das Aktivitätsniveau von vor der Flut wieder erreicht oder übertroffen. Rund 30 % der Unternehmen in der am stärksten betroffenen Zone haben ihre Vorkrisenwerte dagegen noch immer nicht erreicht. Die Studie bezeichnet die Erholung als bedeutend, aber ungleich über Branchen und Gemeinden hinweg, und konstatiert, dass etwa 2.000 städtische Unternehmen noch nicht zu ihren früheren Zahlen zurückgekehrt sind. Grundlage der Erhebung waren Telefoninterviews mit 300 Geschäftsführern städtischer Unternehmen, die bereits vor der Flut existierten und Schäden erlitten, ergänzt durch Gruppendiskussionen und direkte Beobachtung in 17 Gemeinden.
Cámara-Valencia-Präsident José Vicente Morata beschrieb die Anstrengungen hinter der Erholung in persönlichen Worten:
„Keine Entschädigung deckt den entstandenen Schaden ab. Das Engagement von Familien, Unternehmen und Beschäftigten war enorm.“
Kleinere Firmen und kleine Gemeinden bleiben zurück
Am stärksten exponiert sind Betriebe mit einem bis fünf Beschäftigten: 35 % von ihnen melden eine Aktivität unter dem Niveau vor der Flut, gegenüber 20 % der größeren Unternehmen. Auch zwischen den Gemeinden zeigt sich eine Lücke: 72 % der Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern verzeichnen eine Aktivität auf oder über dem Niveau von 2024, gegenüber 64 % in Orten unter 20.000 Einwohnern. Gastronomie und Hotellerie sind der schwächste Sektor – rund 53 % dieser Betriebe liegen noch unter ihrer früheren Aktivität –, gefolgt vom Einzelhandel außerhalb des Lebensmittelbereichs mit etwa 46 %. Insgesamt haben 27 % der Unternehmen heute weniger Kunden als vor der Flut.
- 1 bis 5 Beschäftigte
- 35 %
- Größere Unternehmen
- 20 %
Daten aus dem Artikeltext
Weniger Kunden und vorsichtige Ausgaben
Von den Unternehmen, die Kunden verloren haben, führen 25 % dies auf eine Umverteilung der Ausgaben der Haushalte zurück, 14 % auf eine Abwanderung der Kunden in andere Gebiete und 11 % darauf, dass Kunden während der Schließung der Räumlichkeiten anderswo einkauften. Die Hälfte der Unternehmen, die eine Erweiterung der Räumlichkeiten oder neue Geschäftsbereiche geplant hatten, hat diese Pläne aufgeschoben. Aznar zufolge wirtschaften die Haushalte nun vorsichtiger und stärker lokal; die Cámara Valencia fördert Einkaufsgutscheine, die inzwischen in 16 Gemeinden laufen und in der zweiten Jahreshälfte 2025 Einkäufe im Wert von 9,3 Millionen Euro ausgelöst haben. Der Bericht stellt keine nennenswerte Verlagerung des Handels in weniger hochwassergefährdete Gebiete fest, während Nachbarschaftsnetzwerke und Vorsorgemaßnahmen am eigenen Haus – etwa die Beachtung von Höhenlage, Garagen und Entwässerung – an Bedeutung gewonnen haben.
- Ausgaben der Haushalte umverteilt
- 25 %
- Kunden in andere Gebiete abgewandert
- 14 %
- Kunden kauften anderswo, während der Betrieb geschlossen war
- 11 %
Daten aus dem Artikeltext
„Die Angst ist weniger sichtbar, aber sie ist da, wenn es darum geht, in die betroffenen Gebiete zu fahren, und das prägt auch die weitere Entwicklung der Aktivität.“
Junge Menschen und Schulen
eldiario.es berichtet, dass die Flut 233 Menschen tötete und den Unterricht sowie den Familienalltag in der gesamten Region durcheinanderbrachte. Das Programm Impulsa von Ayuda en Acción hat 772 junge Menschen an sechs Schulen in betroffenen Gebieten unterstützt und dabei schulische Begleitung mit emotionaler Unterstützung verbunden. Elena Cristini, die für die Organisation in der Valencianischen Gemeinschaft arbeitet, betonte, dass das Risiko eines Schulabbruchs keine einzige Ursache habe:
„Es gibt kein einziges Profil und keine einzige Ursache, die das Risiko eines Bildungsabbruchs erklärt.“
Die Organisation berichtet, dass viele junge Menschen unter anhaltenden psychischen Folgen leiden, darunter wiederkehrende Angst oder Panik, wenn neue Unwetter vorhergesagt werden. Ein junger Mensch sagte den Mitarbeitenden, er habe ein Jahr später noch Albträume von den Überschwemmungen; eldiario.es merkt zudem an, dass die Katastrophe auch das Unternehmensgefüge der Region l'Horta Sud zerrissen hat.
Eine Straße, die fast normal wirkt
RTVE kehrte in die Avenida Gómez Ferrer zurück, die Sedaví und Alfafar trennt und nach Dutzenden Fahrzeugen, die sich an ihrer Kreuzung mit der Straße Francisco Villa „El Morenet“ stapelten, als „calle de los coches“ bekannt wurde. An einem Dienstagmorgen, dem 27. Oktober, gingen Anwohner spazieren, kauften ein und besuchten die Apotheke – erst auf den zweiten Blick zeigten sich die Schäden. Ein Anwohner, der an diesem Nachmittag auf seinen Enkel aufpasste, sah vom Dach aus zu, wie Autos Schaufenster zertrümmerten, und die Fahrzeuge prallten in seinen Hauseingang. Danach konnte die Familie vier Tage lang das Haus nicht verlassen, ohne Wasser und ohne Strom. Am beschädigten Eingang ist die Wasserlinie noch immer zu sehen, obwohl das Wasser auf der Straße selbst noch höher stieg.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La RazónWirtschaftliche Erholung in der DANA-Zone: eingefrorene Investitionen und AngstLa recuperación económica en la zona dana: inversiones congeladas y temor · Original auf Spanisch
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLDie DANA vernichtet den traditionellen Handel und lässt zwei Jahre später 2.000 Unternehmen in der SchwebeLa dana borra el comercio tradicional y deja 2.000 negocios en el alambre dos años después · Original auf Spanisch
- europa pressFast 30% der von der DANA am 29. Oktober betroffenen Unternehmen haben nicht...Cerca del 30% de los negocios afectados por la dana del 29O no han... · Original auf Spanisch
- LaVanguardiaDer wirtschaftliche Puls nach der DANA: Die Aktivität normalisiert sich, aber es gibt weniger Kunden und mehr AngstEl pulso económico tras la dana: se normaliza la actividad, pero hay menos clientes y más temor · Original auf Spanisch
- José Vicente Morata
- Präsident der Cámara Valencia, der den Bericht zur wirtschaftlichen Aktivität der Unternehmen vorstellte
- Amadeo Aznar
- Autor der Studie der Cámara Valencia zur wirtschaftlichen Aktivität der Unternehmen in der DANA-Zone
- Elena Cristini
- Mitglied des Teams von Ayuda en Acción in der Valencianischen Gemeinschaft
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen