Konflikte · Corte, Porto-Vecchio und Ajaccio

FLNC-UC bedroht Nicht-Korsen bei geheimer Pressekonferenz, französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein

Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat eine Voruntersuchung eingeleitet, nachdem die korsische Separatistengruppe FLNC-UC eine bewaffnete Pressekonferenz abgehalten hatte, auf der sie nicht-korsische 'Eindringlinge' bedrohte und das am 23. Juni von der Nationalversammlung verabschiedete Autonomiegesetz ablehnte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Franceinfo, Le Monde.fr, L'Opinion und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Corte, Porto-Vecchio, Ajaccio · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 06.08.2026Pnat leitet Vorermittlungen wegen terroristischer Vereinigung und Waffendelikten ein
  2. 08.08.2026Beginn der Journées internationales de Corte, organisiert von Nazione
  3. 21.10.2026Senat beginnt mit der Prüfung des Verfassungsreformgesetzes

Geheime Pressekonferenz

Die FLNC-UC (Front de libération nationale corse, Union des Combattants) hielt an einem nicht genannten Ort und Datum eine geheime Pressekonferenz ab, die erstmals am Abend des Mittwochs, 5. August, von Corse-Matin enthüllt wurde. Corse-Matin war das einzige anwesende Medium. Rund 15 vermummte Personen, bewaffnet mit Gewehren und Maschinenpistolen, standen vor einer großen FLNC-Fahne und verlasen ein fünfseitiges Kommuniqué. Sie bezeichneten den Autonomieprozess, der am 23. Juni von der Nationalversammlung verabschiedet wurde, als "Mascarade" und bedrohten nicht-korsische "Eindringlinge", die sich auf der Insel niederlassen. Die Botschaft der Gruppe an Außenstehende war deutlich: Bleibt zu Hause und fühlt euch nicht sicher auf korsischem Nationalgebiet.

Anti-Terror-Ermittlungen

Am 6. August leitete das Parquet national antiterroriste (Pnat) eine Voruntersuchung wegen "association de malfaiteurs en vue de la préparation d'actes de terrorisme" ein. Die Ermittlungen umfassen auch den Erwerb, Besitz und Transport von Waffen der Kategorien A und B, Munition oder Waffenbestandteilen im Zusammenhang mit einem terroristischen Unternehmen. Dies war der erste öffentliche Auftritt der FLNC-UC seit dem 4. August 2024 bei den Journées internationales de Corte in Haute-Corse. Die Gruppe war vor dieser Erklärung zwei Jahre lang still gewesen.

Politische Reaktionen

Jean-Christophe Angelini, Bürgermeister von Porto-Vecchio und Vorsitzender der autonomistischen Gruppe Avanzemu in der Versammlung von Korsika, sagte, die Pressekonferenz markiere die Rückkehr der FLNC in die öffentliche Debatte in einer Form, die seit einiger Zeit nicht mehr gewählt wurde. Er unterstützt den Autonomieprozess, der derzeit im Parlament anhängig ist, und rief zum Dialog statt zu Gewalt auf.

„Es gibt keine Lösung in der Fortsetzung des Konflikts.“

Jean-Christophe Angelini

Angelini fügte hinzu, dass demokratischer, gewaltfreier Ausdruck durch die Wahlurne funktioniere und dass kritische Stimmen nicht mit einer Rückkehr zur politischen Gewalt gleichgesetzt werden sollten. Er rief dazu auf, endgültig die Seite umzublättern, um eine Zukunft des Friedens für die kommenden Generationen zu umarmen.

Historischer Kontext

Die FLNC wurde in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 1976 gegründet, als rund 20 Explosionen Korsika, Nizza und Marseille erschütterten. Die Gruppe feierte im Mai 2026 ihren 50. Jahrestag. Ihre letzte beanspruchte "Nuit bleue" datiert auf Oktober 2023, als 45 Explosionen hauptsächlich Zweitwohnungen und ein stillgelegtes Steuerzentrum in Ajaccio trafen, ohne Verletzte zu verursachen. Antoine Giannini, ein Journalist von Corse-Matin, der an der geheimen Pressekonferenz teilnahm, bewertete die Angriffe von Ende 2023 als weit entfernt von den "Nuits bleues" der späten 1970er und 1980er Jahre und sagte, dass seitdem fast nichts mehr passiert sei.

„Wir sind in Bezug auf die Repräsentation recht gut aufgestellt.“

Antoine Giannini

Giannini schätzte, dass weitere Aktionen der FLNC unwahrscheinlich seien, angesichts der Fortschritte bei polizeilichen Ermittlungstechniken im Zusammenhang mit DNA, des nachlassenden Schwungs der Bewegung und der schwindenden Zahl von Kämpfern, die den Kampf fortsetzen könnten.

Autonomieprozess und wie es weitergeht

Die Nationalversammlung billigte die Verfassungsreform am 23. Juni mit 271 Stimmen bei 202 Gegenstimmen. Der Gesetzentwurf muss nun ab dem 21. Oktober vom Senat geprüft werden. Der genaue Umfang der korsischen Autonomie würde in einem späteren Gesetz festgelegt, aber die Verfassungsreform erfordert eine Drei-Fünftel-Mehrheit im französischen Kongress. Die FLNC-UC lehnt den Plan ab, bezeichnet die Verhandlungen als Farce und sagt, die Reform würde zur Negation der Existenz des korsischen Volkes führen.

Abstimmung in der Nationalversammlung über die Autonomiereform Korsikas, 23. Juni 2026Stimmen
Dafür
271 Stimmen
Dagegen
202 Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Die Journées internationales de Corte, organisiert von der für den bewaffneten Kampf eintretenden Unabhängigkeitspartei Nazione, sind für Samstag und Sonntag, den 8. und 9. August, in Haute-Corse geplant. Die Veranstaltung versammelt Unabhängigkeitsstimmen aus Französisch-Guayana, Martinique, Guadeloupe, den Komoren, Neukaledonien, Katalonien und dem Baskenland.

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Quellen und Kontext

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