Konflikte · Corte, Porto-Vecchio und Ajaccio
FLNC-UC bedroht Nicht-Korsen bei geheimer Pressekonferenz, französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein
Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat eine Voruntersuchung eingeleitet, nachdem die korsische Separatistengruppe FLNC-UC eine bewaffnete Pressekonferenz abgehalten hatte, auf der sie nicht-korsische 'Eindringlinge' bedrohte und das am 23. Juni von der Nationalversammlung verabschiedete Autonomiegesetz ablehnte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Franceinfo, Le Monde.fr, L'Opinion und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Rund 15 vermummte, bewaffnete Personen verlesen ein fünfseitiges Kommuniqué, das den Autonomieprozess ablehnt und nicht-korsische 'Eindringlinge' bedroht. Ort und Datum sind unbekannt; Corse-Matin enthüllte die Konferenz am 5. August.
Die Staatsanwaltschaft für Terrorismusbekämpfung leitete am 6. August Vorermittlungen wegen terroristischer Vereinigung sowie des Besitzes von Waffen der Kategorien A und B im Zusammenhang mit einem terroristischen Unternehmen ein.
Die Nationalversammlung billigte die Verfassungsreform am 23. Juni mit 271 Stimmen bei 202 Gegenstimmen; der Senat beginnt am 21. Oktober mit der Prüfung des Gesetzes, danach ist eine Drei-Fünftel-Mehrheit im Kongress erforderlich.
Der Bürgermeister von Porto-Vecchio, Jean-Christophe Angelini, erklärte, die Pressekonferenz markiere die Rückkehr der FLNC in die öffentliche Debatte, und rief zum Dialog auf. Es gebe keine Lösung in der Fortsetzung des Konflikts.
Corse-Matin-Journalist Antoine Giannini, der an der Pressekonferenz teilnahm, schätzte, dass weitere Aktionen der FLNC angesichts verbesserter DNA-basierter Polizeitechniken und der schwindenden Zahl von Kämpfern unwahrscheinlich seien.
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Geheime Pressekonferenz
Die FLNC-UC (Front de libération nationale corse, Union des Combattants) hielt an einem nicht genannten Ort und Datum eine geheime Pressekonferenz ab, die erstmals am Abend des Mittwochs, 5. August, von Corse-Matin enthüllt wurde. Corse-Matin war das einzige anwesende Medium. Rund 15 vermummte Personen, bewaffnet mit Gewehren und Maschinenpistolen, standen vor einer großen FLNC-Fahne und verlasen ein fünfseitiges Kommuniqué. Sie bezeichneten den Autonomieprozess, der am 23. Juni von der Nationalversammlung verabschiedet wurde, als "Mascarade" und bedrohten nicht-korsische "Eindringlinge", die sich auf der Insel niederlassen. Die Botschaft der Gruppe an Außenstehende war deutlich: Bleibt zu Hause und fühlt euch nicht sicher auf korsischem Nationalgebiet.
Anti-Terror-Ermittlungen
Am 6. August leitete das Parquet national antiterroriste (Pnat) eine Voruntersuchung wegen "association de malfaiteurs en vue de la préparation d'actes de terrorisme" ein. Die Ermittlungen umfassen auch den Erwerb, Besitz und Transport von Waffen der Kategorien A und B, Munition oder Waffenbestandteilen im Zusammenhang mit einem terroristischen Unternehmen. Dies war der erste öffentliche Auftritt der FLNC-UC seit dem 4. August 2024 bei den Journées internationales de Corte in Haute-Corse. Die Gruppe war vor dieser Erklärung zwei Jahre lang still gewesen.
Politische Reaktionen
Jean-Christophe Angelini, Bürgermeister von Porto-Vecchio und Vorsitzender der autonomistischen Gruppe Avanzemu in der Versammlung von Korsika, sagte, die Pressekonferenz markiere die Rückkehr der FLNC in die öffentliche Debatte in einer Form, die seit einiger Zeit nicht mehr gewählt wurde. Er unterstützt den Autonomieprozess, der derzeit im Parlament anhängig ist, und rief zum Dialog statt zu Gewalt auf.
„Es gibt keine Lösung in der Fortsetzung des Konflikts.“
Angelini fügte hinzu, dass demokratischer, gewaltfreier Ausdruck durch die Wahlurne funktioniere und dass kritische Stimmen nicht mit einer Rückkehr zur politischen Gewalt gleichgesetzt werden sollten. Er rief dazu auf, endgültig die Seite umzublättern, um eine Zukunft des Friedens für die kommenden Generationen zu umarmen.
Historischer Kontext
Die FLNC wurde in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 1976 gegründet, als rund 20 Explosionen Korsika, Nizza und Marseille erschütterten. Die Gruppe feierte im Mai 2026 ihren 50. Jahrestag. Ihre letzte beanspruchte "Nuit bleue" datiert auf Oktober 2023, als 45 Explosionen hauptsächlich Zweitwohnungen und ein stillgelegtes Steuerzentrum in Ajaccio trafen, ohne Verletzte zu verursachen. Antoine Giannini, ein Journalist von Corse-Matin, der an der geheimen Pressekonferenz teilnahm, bewertete die Angriffe von Ende 2023 als weit entfernt von den "Nuits bleues" der späten 1970er und 1980er Jahre und sagte, dass seitdem fast nichts mehr passiert sei.
„Wir sind in Bezug auf die Repräsentation recht gut aufgestellt.“
Giannini schätzte, dass weitere Aktionen der FLNC unwahrscheinlich seien, angesichts der Fortschritte bei polizeilichen Ermittlungstechniken im Zusammenhang mit DNA, des nachlassenden Schwungs der Bewegung und der schwindenden Zahl von Kämpfern, die den Kampf fortsetzen könnten.
Autonomieprozess und wie es weitergeht
Die Nationalversammlung billigte die Verfassungsreform am 23. Juni mit 271 Stimmen bei 202 Gegenstimmen. Der Gesetzentwurf muss nun ab dem 21. Oktober vom Senat geprüft werden. Der genaue Umfang der korsischen Autonomie würde in einem späteren Gesetz festgelegt, aber die Verfassungsreform erfordert eine Drei-Fünftel-Mehrheit im französischen Kongress. Die FLNC-UC lehnt den Plan ab, bezeichnet die Verhandlungen als Farce und sagt, die Reform würde zur Negation der Existenz des korsischen Volkes führen.
- Dafür
- 271 Stimmen
- Dagegen
- 202 Stimmen
Daten aus dem Artikeltext
Die Journées internationales de Corte, organisiert von der für den bewaffneten Kampf eintretenden Unabhängigkeitspartei Nazione, sind für Samstag und Sonntag, den 8. und 9. August, in Haute-Corse geplant. Die Veranstaltung versammelt Unabhängigkeitsstimmen aus Französisch-Guayana, Martinique, Guadeloupe, den Komoren, Neukaledonien, Katalonien und dem Baskenland.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Franceinfo"Le FLNC menace, mais ne fait plus d'actions", analyse le journaliste de "Corse-Matin", Antoine Giannini
- Le Monde.frLe FLNC radicalise son discours en menaçant " les non-Corses " lors d'une conférence de presse clandestine
- FranceinfoLe maire de Porto-Vecchio estime que la conférence de presse clandestine du FLNC "signe [son] retour dans le débat public"
- L'OpinionEn Corse, la sortie armée du FLNC traduit les fractures du camp nationaliste
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