Verkehr · Berlin, Hamburg und München

Flixtrain plant ab 2027 Stundentakt Berlin–Hamburg und bestellt 65 Talgo-Züge

Flixtrain investiert 2,4 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Flotte und führt ab 2027 einen Stundentakt zwischen Berlin und Hamburg ein.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Norddeutscher Rundfunk, Berliner Zeitung, Wirtschafts Woche und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Berlin, Hamburg, München · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 2027Stündlicher Flixtrain-Verkehr zwischen Berlin und Hamburg mit kürzeren Fahrzeiten als der ICE startet
  2. 2028Flottenverdopplung mit modernisierten Waggons und erste 65 Talgo-Züge auf der Strecke Berlin–München im Einsatz

Streckenausbau und Stundentakt

Der private Bahnbetreiber Flixtrain plant, im Laufe des Jahres 2027 stündliche Zugverbindungen zwischen Berlin und Hamburg einzuführen. Flixtrain-Geschäftsführer Matthias Müller kündigte die Taktverdichtung am Mittwoch auf der Verkehrsmesse InnoTrans in Berlin an. Das Unternehmen erklärte, die Reisezeiten auf der Strecke Hamburg–Berlin seien kürzer als die der Intercity-Express-Züge (ICE) der Deutschen Bahn. Um die höheren Zugfrequenzen auf wichtigen Inlandsstrecken zu ermöglichen, investiert die Muttergesellschaft Flix rund 2,4 Milliarden Euro in die Flottenentwicklung. Der Betreiber setzt derzeit 16 Züge in Deutschland ein und will diese Flotte bis 2028 mit modernisierten Waggons verdoppeln, bevor ab 2028 65 neu gebaute Hochgeschwindigkeitszüge hinzukommen.

Fahrzeuge und Innenausstattung

Flixtrain hat 65 Hochgeschwindigkeitszüge beim spanischen Hersteller Talgo bestellt, der die Fahrzeuge im Baskenland produziert. Flix präsentierte den ersten fertiggestellten Waggon der neuen Fahrzeuggeneration namens Flixtrain Star auf dem Außengleis 2 der InnoTrans. Die neuen Waggons erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h und verfügen über hellgrüne Kopfstützen, funktionale Beleuchtung und Gepäckablagen über den Sitzen. Obwohl die Züge keinen eigenen Bordbistro- oder Speisewagen haben, können Fahrgäste an Automaten Snacks und Getränke kaufen.

„Flixtrain steht für bezahlbare Preise. Aber wir verstehen, dass Fahrgäste manchmal einen Kaffee oder einen Snack brauchen.“

Matthias Müller, Geschäftsführer von Flixtrain

Die Präsentation zog auf dem Berliner Messegelände Besucherschlangen an. Flix-Konzernchef André Schwämmlein äußerte sich auf der Messe zur langfristigen Produktplanung des Unternehmens.

„In zehn Jahren wird Deutschland vergessen haben, wie Zugreisen früher waren.“

André Schwämmlein

Strategische Einführung und regionale Anbindung

Das Unternehmen benötigte zehn Jahre für die Planung der Flottenmodernisierung, nachdem es vor 15 Jahren seine strategische Kernausrichtung festgelegt hatte. Die Auslieferung der 65 Talgo-Züge erfolgt schrittweise ab 2028 und ermöglicht Flixtrain die Aufnahme neuer Fernverkehrsverbindungen in weiteren Teilen Deutschlands. Die geplante Netzerweiterung umfasst die Anbindung der Metropolregion München an die Hauptstadt über eine neue direkte Verbindung Berlin–München. Die Flix-Führung gab an, dass das neue Rollmaterial es dem Unternehmen ermöglichen werde, auch kleinere Gemeinden und mittelgroße regionale Zentren zu bedienen, anstatt sich ausschließlich auf große Metropolkorridore zu beschränken.

Betriebsflotte und neue Zugbestellungen von FlixtrainZüge
Aktuelle Betriebsflotte
16 Züge
Neue bestellte Talgo-Züge
65 Züge

Daten aus dem Artikeltext

Marktwettbewerb und regulatorische Streitigkeiten

Flix ist derzeit der wichtigste Wettbewerber der staatlichen Deutschen Bahn im deutschen Fernverkehr. Die Deutsche Bahn dominiert den Fernverkehr weiterhin mit einem Marktanteil von rund 95 %. Der Wettbewerb dürfte sich ab 2028 weiter verschärfen, wenn der italienische Betreiber Italo in den deutschen Fernverkehr einsteigen will. Um den Marktzugang zu erleichtern, hat die Bundesnetzagentur die Trassenvergaberegeln geändert und verlangt, dass die Deutsche Bahn auf stark ausgelasteten Strecken mindestens 25 % der Trassenkapazität an Wettbewerber vergibt. Die Deutsche Bahn hat Klage gegen die Kapazitätsentscheidung der Regulierungsbehörde eingereicht.

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