Konflikte · Helsinki, Kirkkonummi und St. Petersburg

Finnisches Gericht verurteilt Fitburg-Kapitän und Crewmitglied wegen Schäden an Ostseekabeln zu Haftstrafen

Das Amtsgericht Helsinki hat den Kapitän des Frachters Fitburg zu drei Jahren und sechs Monaten und ein Crewmitglied zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt, weil sie zwei Unterseekabel im Finnischen Meerbusen beschädigt haben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediafax.ro, Deutsche Welle, Nasz Dziennik und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Helsinki, Kirkkonummi, St. Petersburg, Haifa · Finnland, Russland, Israel
Wie es dazu kam
  1. Dezember 2024Fall Eagle S: Schäden an Unterwasserinfrastruktur zwischen Finnland und Estland
  2. 31.12.Die Fitburg beschädigt zwei Unterseekabel und wird von den finnischen Behörden beschlagnahmt
  3. 5.11.Das Amtsgericht Helsinki verurteilt den Kapitän und ein Crewmitglied

Urteil und Strafen

Das Amtsgericht Helsinki verurteilte am Donnerstag, 5. November 2026, den Kapitän und ein leitendes Crewmitglied des Frachtschiffs Fitburg wegen schwerer Sachbeschädigung. Der Kapitän, Andrei Maksimenko, wurde zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Vusal Majidov, der für die Decksausrüstung verantwortliche Offizier und Staatsbürger Aserbaidschans, erhielt zwei Jahre und zehn Monate. Beide Strafen sind unbedingte Freiheitsstrafen. Yle berichtete, die Urteile seien härter ausgefallen als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Die beiden Männer bestritten jede Schuld; für sie gelten Ausreisebeschränkungen.

Wie es zu dem Schaden kam

Die Fitburg, registriert unter der Flagge von St. Vincent und den Grenadinen, hatte 14 Crewmitglieder verschiedener Nationalitäten an Bord. Sie war von der russischen Stadt St. Petersburg in Richtung des Hafens Haifa in Israel ausgelaufen, als der Schaden am 31. Dezember 2025 entstand. Die Staatsanwaltschaft erklärte, das Schiff sei mit einem beschädigten Anker gefahren, der mindestens 130 Kilometer über den Meeresboden des Finnischen Meerbusens geschleift worden sei. Zwei Unterseekabel für Telekommunikation, betrieben von Elisa und Arelion Finland, wurden auf dieser Strecke beschädigt. Laut Staatsanwaltschaft wurden zudem acht weitere Unterwasserverbindungen, darunter Infrastruktur für Kommunikation und Stromversorgung, gefährdet; auch eine Gaspipeline sei bedroht gewesen. Die finnischen Behörden beschlagnahmten das Schiff noch am selben Tag und stoppten es, bevor es seine Fahrt fortsetzen konnte. Anschließend wurde es zu Kontrollen in einen Hafen bei Kirkkonummi eskortiert. Die Polizei erklärte damals, das Schiff habe seinen Anker stundenlang hinter sich hergeschleift, bevor es entdeckt wurde.

Was das Gericht feststellte

Die Verteidigung argumentierte, ein technischer Defekt könne dazu geführt haben, dass der Anker ins Wasser gelangte, und die Crew habe davon nichts gewusst. Die Richter verwarfen diese Erklärung und kamen zu dem Schluss, dass den beiden Männern bewusst sein musste, dass der Anker während der Fahrt abgesenkt wurde. Das Gericht stellte fest, dass die Handlungen vorsätzlich waren. Es bejahte zudem die finnische Gerichtsbarkeit, weil die Folgen des Schadens in Finnland eintraten – ein Punkt, der besonders ins Gewicht fiel, da ein Teil des Schadens außerhalb finnischer Hoheitsgewässer entstand. Der Schaden wurde in der ausschließlichen Wirtschaftszone Estlands verortet, und die Ermittlungen wurden in Abstimmung mit den estnischen Behörden geführt. Die Urteilsbegründung ließ keinen Raum für die von der Verteidigung vorgebrachte Erklärung eines technischen Defekts.

Frühere Vorfälle in der Ostsee

Schäden an Unterwasserinfrastruktur in der Ostsee sind für die europäischen Behörden seit dem groß angelegten Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 ein Thema. Im Dezember 2024 war der Tanker Eagle S, dem Verbindungen zur sogenannten Schattenflotte Russlands nachgesagt werden, in einen weiteren Fall von Schäden an Unterwasserinfrastruktur zwischen Finnland und Estland verwickelt. Der Fall Fitburg ist einer von mehreren Vorfällen beschädigter Infrastruktur in der Ostsee seit der Invasion. Finnland hat seine Anstrengungen zum Schutz seiner Unterwasserinfrastruktur verstärkt.

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